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Gesundheit: Speiseöle sind wieder nur gering belastet

Sebastian Bertram
Verfasst von Sebastian Bertram
4. Oktober 2017
in News
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Gesundheitsschädliche 3-MCPD-Fettsäureestern gesenkt
Die Behörden der Bundesländer untersuchten Raps-, Sonnenblumen- und Olivenöl auf gesundheitlich nicht erwünschte Stoffe oder Mikroorganismen. Das Ergebnis: Die Belastung der Öle mit Pflanzenschutzmitteln und Schimmelpilzgiften ist gering. Olivenöl bleibt aber ein lukrativer Markt für Fälscher.

Bei Olivenöl wurden in etwa 25% der 192 auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersuchten Proben bestimmbare Rückstände gefunden. Kein Rückstand lag jedoch über dem gesetzlich vorgeschriebenen Höchstgehalt. Auch bei 113 Proben Rapsöl wurden keine Höchstgehaltsüberschreitungen festgestellt (bestimmbare Rückstände in ca. 10 % der Proben). Bei den Olivenölproben fanden die Lebensmittelüberwachungsbehörden verhältnismäßig häufig Mehrfachrückstände (12 %). 0,5 % der Proben wiesen dabei mehr als fünf Rückstände in einer Probe auf.

In den untersuchten Proben von Oliven-, Raps- und Sonnenblumenöl wurden weder Aflatoxin noch Ochratoxin A gefunden. Diese beiden Gifte werden von Schimmelpilzen gebildet, die pflanzliche Produkte wie etwa Sonnenblumenkerne befallen.

Gehalte von gesundheitsschädlichen 3-MCPD-Fettsäureestern reduziert

Aktuelle Daten aus dem Jahr 2016 zeigen erfreulicherweise für Oliven-, Raps- und weitere Speiseöle eine abnehmende Tendenz der 3-Monochlorpropandiol (3-MCPD)-Fettsäureester-Gehalte: Für Olivenöl wurde ein mittlerer Gehalt von 0,4 mg/kg und für Rapsöl ein mittlerer 3-MCPD-Gehalt von nur noch 0,17 mg/kg festgestellt. 3-MCPD hat im Tiermodell Nierenkrebs ausgelöst. Dies ist vermutlich auf verbesserte Verarbeitungsbedingungen zurückzuführen.

Illegale Tricks sorgen für hohe Gewinnspannen

Olivenöl gehört zu den Lebensmitteln, die häufig Gegenstand betrügerischer Aktivitäten sind. Italienisches Olivenöl ist weltweit besonders gefragt und entsprechend teurer als Olivenöle aus anderen Mittelmeerländern. Deshalb wird beispielsweise günstigeres Öl aus Spanien, Griechenland oder der Türkei aufgekauft, vermischt und als Olivenöl italienischer Herkunft auf den Markt gebracht. Auch bei den Qualitätsklassen für Olivenöl wird illegal getrickst. So werden günstig produzierte, qualitativ minderwertigere Öle als teures Olivenöl der Klassen „nativ“ oder „nativ extra“ auf den Markt gebracht. 

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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