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Lebenserwartung steigt mit Aufnahme lebender Mikroorganismen

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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3. Juli 2026
in News
Mann guckt in den Kühlschrank.
Eine hohe Aufnahme lebender Mikroorganismen über die Nahrung könnte äußerst positive Effekte auf die Lebenserwartung haben. (Bild: simona/stock.adobe.com)
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Mit den täglich verzehrten Lebensmitteln nehmen wir unterschiedlichste Mikroorganismen auf, von denen manche uns krank machen können, andere jedoch durchaus Nutzen haben. So kann die regelmäßige Aufnahmen von Nahrungsmitteln mit hohem Gehalt lebender Mikroorganismen auch der Lebenserwartung zugutekommen.

Inwiefern die Aufnahme lebender Mikroorganismen über die Nahrung das frühzeitige Sterberisiko beeinflussen kann, hat ein chinesisches Forschungsteam in einer aktuellen Studie an bei Schlaganfallüberlebenden untersucht. Die Ergebnisse sind in dem „Journal of Health, Population and Nutrition“ veröffentlicht.

Vorteile durch Mikroorganismen in Lebensmitteln

Dass die Aufnahme lebender Mikroorganismen positive Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Darmflora hat, die ihrerseits mit verschiedenen weiteren Gesundheitsvorteile in Zusammenhang gebracht werden, ist aus früheren Untersuchungen bereits bekannt.

Nahrungsmittel mit einem hohen Gehalt solcher lebenden Mikroorganismen bilden zum Beispiel Joghurt und Kefir, aber auch verschiedene Sojaprodukte und Sauerkraut.

Inwiefern die Aufnahme der lebenden Mikroorganismen über die Nahrung auch positive Auswirkungen auf die Lebenserwartung haben kann, blieb bislang allerdings unklar.

Auswirkungen auf frühzeitiges Sterberisiko`

Anhand der Daten von über 1.300 Personen, die einen Schlaganfall überlebt hatten und daher einem erhöhten frühzeitigen Sterberisiko unterlagen, überprüften die Forschenden nun, inwiefern die Aufnahme der lebenden Mikroorganismen die Gesamtmortalität und die kardiovaskuläre Mortalität innerhalb eines durchschnittlichen Nachbeobachtungszeitraums von sechs Jahren beeinflusste.

Die Daten der Teilnehmenden stammten aus dem „National Health and Nutrition Examination Survey“ (NHANES) und die Aufnahme lebender Mikroorganismen wurden auf Basis eines 24-Stunden-Ernährungsprotokolls geschätzt und in die Kategorien „niedrig“, „mittel“ und „hoch“ eingeteilt, erläutert das Forschungsteam.

Von den 1.313 Teilnehmenden verstarben 539 innerhalb des Nachbeobachtungszeitraums und 209 davon erlagen einer kardiovaskulären Erkrankung.

Deutlich reduzierte Gesamtmortalität

Bei dem Abgleich mit der Aufnahme lebender Mikroorganismen über die Nahrung zeigte sich, dass eine hohe Aufnahme im Vergleich zu einer niedrigen Aufnahme mit einer um bis zu 39 Prozent geringeren Gesamtmortalität verbunden war, berichten die Forschenden.

Bei der kardiovaskulären Mortalität sei jedoch kein signifikanter Zusammenhang mit der Aufnahme lebender Mikroorganismen aufgetreten.

Ernährungsinterventionen könnten helfen

Insgesamt lassen die Studienergebnisse darauf schließen, dass eine erhöhte Aufnahme von Nahrungsmitteln mit lebenden Mikroorganismen das frühzeitiger Sterberisiko bei besonders vulnerablen Personen wie Schlaganfallüberlebenden deutlich senken kann.

So könnten entsprechende Ernährungsinterventionen auch einen Ansatz bieten, um die Lebenserwartung von Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall zu erhöhen.

Nun sind weitere Studien erforderlich, um die Wirkung der lebenden Mikroorganismen genauer zu untersuchen und die optimale Umsetzung möglicher Ernährungsinterventionen zu klären, resümieren die Forschenden. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • Wei Chen, Qing Liu, Jing Fu, Jianghu Zhao, Ruoxi Huang & Qiansong He: Associations of dietary live microbe intake with all-cause and cardiovascular mortality in middle-aged and older US stroke survivors: a prospective cohort study from NHANES 2003–2018; in: Journal of Health, Population and Nutrition (veröffentlicht 20.06.2026), springer.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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