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Youtube-Zimt-Spiele: Junge fällt wegen Zimtlöffeln ins Koma

Sebastian Bertram
Verfasst von Sebastian Bertram
30. Dezember 2015
in News
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Fünf Tage hat ein holländischer 13jähriger Junge im Koma gelegen, weil er einen Löffel Zimt verschluckt hatte. Seit einiger Zeit kursiert das gefährliche Spiel unter Kindern und Jugendlichen und wird als “Cinnamon Challenge” in sozialen Netzwerken beworben.

Fünf Tage im Koma
Germain aus dem niederländischen Hilversum habe nach Angaben der behandelnden Ärzte einen gehäuften Löffel Zimt ohne Flüssigkeit auf einmal verschluckt. „Weil ein akuter Sauerstoffmangel entstand, ist der Junge sofort ins Koma gefallen“, sagte der Arzt Dr. Bert Arets gegenüber einem regionalem Radiosender. “Es war ein großer Alptraum”, berichtet die Stiefmutter des kleinen Patienten im Radio. Über den derzeitigen gesundheitlichen Zustand des Jungen wollte der Mediziner keine Auskunft geben. Aber eines habe der Junge gebeten im Radio zu sagen: „Nicht machen!“

Cinnamon Challenge in den sozialen Netzwerken
Seit einiger Zeit kursieren im Internet vor allem aus den USA Videos, auf denen zu sehen ist, wie Kinder und Jugendliche an einem sogenannten „Zimt-Wettbewerb“. Viele Teilnehmer mussten im Anschluss notfallmedizinisch in einer Klinik versorgt werden, weil sie an schwerer Luftnot, Erstickungsanfällen und Atemstörungen litten. „Dass noch keine Kind daran verstorben ist, gleicht einem Wunder“, sagte auch die Kinderärztin Dr. Freida Walter. Zimt sei nämlich so trocken und entziehe in der Mundhöhle sofort jegliche Flüssigkeit. Die Betroffenen bekommen dann plötzlich keine Luft mehr.

Kopfschmerzen, Schwindel und Leberschäden
Ebenfalls schädlich ist der Hohe Anteil Substanz Cumarin. In höheren Dosen können schwere Schädigungen der Leber provoziert werden. Wird Cumarin in größeren Mengen aufgenommen, können starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Schlafsucht ausgelöst werden. Das sind die ersten deutlichen Warnhinweise, die unbedingt ernst genommen werden sollten. Bereits geringe Dosen können bei empfindlichen Menschen zu Leberschäden führen. Einige Studien legen zudem eine Krebsgefahr nahe. (sb)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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