Stechen im Auge – Definition, Ursachen und Therapie

Redaktion Heilpraxis.de
Ein Stechen im Auge muss nicht immer auf eine ernst zu nehmende Krankheit hindeuten. Manchmal sind es nur ein äußerst kalter Wind oder eine vorübergehende Stressbelastung, die stechende Schmerzsignale in den Augennerven provozieren. Hin und wieder kann aber auch eine Erkrankung der Augen hinter dem Augenstechen stecken. Darüber hinaus sind selbst manche Krankheiten, die sich nicht direkt auf das Auge, sondern auf einen anderen Körperteil beziehen, dazu in der Lage, stechende Schmerzen im Auge auszulösen.


Definition

Als Stechen im Auge wird eine bestimmte Form der Augenschmerzen definiert. Diese werden grundsätzlich durch eine Irritation der Augennerven verursacht. Die Schmerzquelle bei Stechen im Auge kann unzählige Nervenursprünge haben. Der Entstehungsweg ist dabei jedoch immer derselbe. Bedingt durch einen gegebenen Nervenreiz, beispielsweise durch eine Entzündung oder eine Gefäßverengung, senden die betroffenen Augennerven in Folge Reizsignale an das Gehirn. Dieses wiederum reagiert mit der Aussendung von Schmerzsignalen, um den neuronalen Reizzustand spürbar zum Ausdruck zu bringen.

Auch langes Arbeiten am Bildschirm kann der Auslöser für Augenstechen sein. (Bild: sebra/fotolia.com)

Die Sehnerven werden von den Hirnnerven II bis VI gestellt und lassen sich wie folgt einteilen:

  • II. Hirnnerv / Sehnerv (Nervus opticus)
    Der Nervus opticus leitet visuelle Signale zwischen der Netzhaut und dem Gehirn hin und her.
  • III. Hirnnerv / Augenbewegungsnerv (Nervus oculomotorius)
    Als III. Hirnnerv steuert der Nervus oculomotorius namensgetreu einige essenzielle motorische Funktionen des Auges. Hierzu zählen die Muskelfunktionen, die für das Heben der Augenlider verantwortlich sind, die Augenbewegungen zur Anpassung der Brechkraft des Auges (Akkommodation) und der Pupillenverengung (Miosis oder Stenokorie) sowie die Bewegungen von vier der sechs äußeren Augenmuskeln.
  • IV. Hirnnerv / Augenrollnerv (Nervus trochlearis)
    Der IV. Hirnnerv alias Nervus trochlearis steuert den schrägen oberen Augenmuskel, welcher für das Rollen der Augen verantwortlich ist.
  • V. Hirnnerv / Drillingsnerv (Nervus trigeminus)
    Der V. Hirnnerv weist im Vergleich zu den anderen für die Augenfunktion wichtigen Nerven eine entscheidende Besonderheit auf, denn er unterteilt sich in drei Nervenäste. Der Ober- und Unterkiefernerv sind dabei für das Auge eher von peripherer Bedeutung. Der dritte Nervenast des Drillingsnervs wird allerdings vom Augennerv (Nervus ophtalmicus) gestellt, der sich wiederum in vier Hauptäste aufgliedert:
    1. Schädelhöhlennerv (Ramus tentorii)
      Ein Nervenast, der nach Ausformung aus dem Augennerv in die Schädelhöhle zurückkehrt und mit der harten Hirnhaut verwachsen ist.
    2. Stirnnerv (Nervus frontalis)
      Dieser Nervenast versorgt die Augenhöhle sowie die Stirnhöhle.
    3. Tränennerv (Nervus lacrimalis)
      Wie der Name bereits vermuten lässt, ist dieser Nervenast des Augennervs maßgeblich für die Versorgung der augeneigenen Tränendrüsen verantwortlich.
    4. Nasen-Lid-Nerv (Nervus nasociliaris)
      Neben der Nasenhöhle und den Tränenwegen versorgt der Nervus nasociliaris auch die mittlere Augenhaut, die Hornhaut des Auges sowie die Bindehaut.
  • VI. Hirnnerv / Augenabziehnerv (Nervus abducens)
    Ein weiterer Hirnnerv, der für die Augenfunktionen von essenzieller Bedeutung ist, ist der VI. Hirnnerv, besser bekannt als Nervus abducens oder Augenabziehnerv. Er gewährleistet eine adäquate Augenstellung und verhindert ein Schielen durch Verdrehen des Augapfels nach innen oder außen.
Hinter der Netzhaut führt ein Nervenstrang ins Gehirn. Dort sind die Sehnerven mit fünf Hirnnerven verbunden. (Bild: crevis/fotolia.com)

Aufgrund welcher Faktoren es ausgerechnet zu einem stechenden Augenschmerz anstatt zum Beispiel zu einem Brennen oder Druckschmerz kommt, ist bislang noch unklar. Jedoch beschreiben viele Betroffene ein mit dem Stechen einhergehendes Ziehen, das auf gewisse Spannungszustände hindeutet. Außerdem wird Augenstechen nicht selten von weiteren Beschwerden begleitet, wie etwa Einbußen im Bereich der Sehkraft (zum Beispiel Verlust der Sehschärfe), vermehrter Tränenfluss, Augenrötungen, Augenschwellungen, Schwindel oder Kopfschmerzen. Die Ursachen für Stechen im Auge lassen sich dabei grob in drei Kernbereiche einteilen:

  • Augenerkrankungen
  • Augenverletzungen
  • Äußere Einflüsse

Augenerkrankungen als Hauptursache

Der naheliegendste Grund für ein Stechen im Auge sind freilich Erkrankungen der Augen. Mögliche Krankheitsursachen sind diesbezüglich sehr vielseitig, wobei insbesondere Augenentzündungen häufig für Schmerzempfindungen sorgen. In Anbetracht der zahlreichen Augennerven können entsprechende Entzündungen auch sehr unterschiedlich lokalisiert sein. Bei einer Sehnerventzündung (Neuritis nervi optici) sind beispielsweise Schmerzreize, die vom Sehnerv ausgehen, sehr wahrscheinlich. Ebenso löst eine Netzhautentzündung (Retinitis) häufig Reizzustände am Sehnerv aus, da er für die Signalleitung zwischen Netzhaut und Gehirn zuständig ist.

Augenentzündungen wie die Bindehautentzündung (Konjunktivitis) bedingen dagegen meist auf Schmerzreizen im Bereich des Nasen-Lid-Nervs, da dieser für die Versorgung der Bindehaut zuständig ist. Gleiches gilt für die Hornhautentzündung (Keratitis) sowie die Entzündung der mittleren Augenhaut, besser bekannt als Regenbogenhautentzündung (Uveitis). Eine Augenlidentzündung (Blepharitis) kann theoretisch auch zu stechenden Schmerzen im Auge führen, die auf Reizungen des Nervus nasociliaris beruhen. Der Tränennerv, welcher direkt neben dem Nasen-Lid-Nerv lokalisiert liegt, meldet sich dagegen primär bei Tränendrüsenentzündung (Dakryoadenitis) mit stechenden Schmerzsymptomen im Auge.

Nun gibt es natürlich auch Augenerkrankungen, die nicht mit einer Entzündung in Verbindung stehen. Man denke nur an den wohlbekannten Grünen Star (Glaukom). Hier können stechende Schmerzen, insbesondere dann, wenn sie mit Begleitsymptomen wie Übelkeit und Erbrechen oder Kopfschmerzen einhergehen, einen schweren Krankheitsschub ankündigen und sollten deshalb sehr ernst genommen werden. Überhaupt ist anhaltendes Augenstechen bei vorliegender Augenerkrankung immer ärztlich abzuklären. Denn schmerzende Augennerven neigen in nächster Instanz häufig zu Nervenschäden, was im schlimmsten Fall zu einem irreparablen Verlust der Sehkraft führt.

Vorsicht Augeninfarkt: Erkrankungen und dauerhafte Reizungen des Sehnervs im Speziellen bergen die Gefahr eines Augeninfarkts! Dabei kommt es zu einem Untergang von Sehnervgewebe, was eine vollständige Erblindung zur Folge haben kann!

Verletzungen der Augengefäße sind meist durch Einblutungen im Auge sichtbar. (Bild: ViDi Studio/fotolia.com)

Stechen im Auge durch Augenverletzungen

Ähnlich gefährlich wie bei so mancher Augenerkrankung ist Augenstechen im Rahmen von Verletzungen der Sehorgane. Als Verletzung sind dabei nicht nur offensichtliche Wunden zu begreifen, wie sie zum Beispiel durch scharfkantige oder spitze Gegenstände am beziehungsweise im Auge entstehen können. Gerade am Auge, das als Körperorgan für seine besondere Sensibilität bekannt ist, gestaltet sich der Charakter möglicher Verletzungen deutlich vielseitiger.

Denkbar ist unter anderem eine Verletzungsentstehung von innen. Gefäßschäden wie sie maßgeblich durch Bluthochdruck hervorgerufen werden, sind diesbezüglich ein gutes Beispiel. Ein Stechen im Auge wird hier meist von Gefäßblutungen begleitet, das sich als Blut im Auge abzeichnet. Diese können allerdings auch harmloser Natur sein, sofern sie nur kleine Blutgefäße betreffen und lediglich einmalig – etwa nach besonderer Anstrengung und damit verbundenem erhöhten Gefäßdruck – in Erscheinung treten.

Etwas problematischer sind schmerzhafte Nervenreizungen durch extreme UV-Einstrahlung. Das Augenstechen tritt in diesem Fall häufig in Kombination mit zuckenden Lichtblitzen im Auge auf und kann, falls die Einstrahlung zu lange angedauert hat und Nerven massiv durch das UV-Licht geschädigt wurden, eine Erblindung nach sich ziehen. Ebenso können toxische Gase für ein risikoträchtiges Stechen im Auge verantwortlich sein. Zu entsprechenden Augenverletzungen kommt es vor allem bei Aufenthalten in schadstoffbelasteter Umgebung. Menschen, die berufsbedingt mit aggressiven Abgasen (zum Beispiel bei Berufstätigkeiten in Chemiefabriken) in Kontakt kommen, sollten darum stets eine Schutzbrille tragen.

Augenstechen durch äußere Einflüsse

Neben Verletzungen, mit denen gemeinhin nicht zu spaßen ist, gibt es jedoch auch zahlreiche harmlose, wenngleich lästige Ursachen für stechende Augen, die auf Reizeinflüssen von außen zurückzuführen sind. Man denke nur an trockene Heizungsluft, die dem Auge vor allem in den Wintermonaten stark zu schaffen macht. Kalte Zugluft kann dem Auge ebenfalls stark zusetzen und reizbedingt für stechende Augenschmerzen sorgen. Zu erwähnen sind darüber hinaus natürlich auch Staubpartikel, die bei Kontakt mit dem Auge unangenehme Schmerzreize auslösen.

Tierhaarallergien können auch eine Reizung des Auges und damit ein Stechen im Auge auslösen. (Bild: Ralf Geithe/fotolia.com)

Einen besonderen Schmerzreiz von außen bilden bei Stechen im Auge Umweltallergene. Personen, die gegen Pflanzenpollen, Pilzsporen oder Tierhaare allergisch sind, klagen verhältnismäßig oft über Augenstechen, hier meist in Begleitung von starkem Tränen der Augen, Juckreiz im Augenbereich, Augenrötungen und Schwellungen am Auge. Eine weitere Risikogruppe wird von Menschen gestellt, die außergewöhnlich viel Zeit mit für die Augen anstrengenden Tätigkeiten wie Bildschirmarbeit, mikroskopischen Analysen, Beobachtungen oder zeitintensiven Lesetätigkeiten verbringen. Die Nerven des Auges werden hier in besonderem Maße beansprucht und folglich auch leicht überstrapaziert, was Schmerzsymptome wie brennende oder stechende Augen begünstigt.

Sonstige Ursachen für Stechen im Auge

Als Strahlungsschmerz treten stechende Augen gerne bei Migräne auf. Die neurologische Erkrankung ist für die umfangreiche Tragweite ihrer Schmerzsymptome bekannt und kann zusätzlich zu extremen Kopf- und stechenden Augenschmerzen auch Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit verursachen. Ähnlich sieht es bei Clusterkopfschmerzen aus. Diese äußern sich in der Regel durch außergewöhnlich heftige, einseitige Schmerzattacken im Schläfen- und Augenbereich. Die Ursachen für Clusterkopfschmerz sind bislang noch nicht geklärt. Allerdings scheinen bestimmte Schmerzreize im Bereich des Drillingsnervs die Kopfschmerzattacken zu provozieren.

Diagnose

Die individuelle Diagnosestellung kann bei Stechen im Auge je nach Ursachenverdacht sehr unterschiedlich verlaufen. Zu Beginn einer jeden Untersuchung steht jedoch die Patientenbefragung (Anamnese) zur Krankengeschichte des Betroffenen sowie zu bestehenden Symptomen. Einige Symptome wie tränende Augen oder Augenrötungen können dann bereits im Rahmen einer ersten Blickdiagnose erkannt werden. Zur Beurteilung nicht auf Anhieb sichtbarer Beschwerden gibt es ferner spezielle Tests.

So hilft ein Sehtest beispielsweise dabei, Beeinträchtigungen des Sehvermögens festzustellen. Druckgefühle im Auge, ebenso wie Augenerkrankungen, die üblicherweise eine Veränderung der augeninternen Druckverhältnisse verursachen, lässt sich mit der Augeninnendruck-Messung (Tonometrie) auf die Schliche kommen. Zur Beurteilung des Zustandes verschiedener Augenabschnitte können ferner Diagnosemethoden wie die Spaltlampen-Untersuchung oder die Spiegelung des Augenhintergrunds (Ophthalmoskopie) zur Anwendung kommen. In beiden Fällen verwenden Augenärzte spezielle Gerätschaften, die mit einer Lichtquelle ausgestattet sind, um eine genaue Begutachtung der Augenstrukturen zu ermöglichen.

Besteht der Verdacht auf allergische Reaktionen als Ursache für das Augenstechen, können darüber hinaus auch Allergietests durchgeführt werden. Weitere denkbare Maßnahmen sind Untersuchungen des Auges mittels Röntgen, Sonografie oder Computertomografie (CT) sowie Blutdruckmessungen und Bluttests zur Feststellung bestehender Gefäßkrankheiten.

Therapie

Behandelt werden muss Augenstechen nicht zwangsläufig. Manchmal reicht es schon, dem Auge etwas mehr Ruhe zu gönnen. Dies ist zum Beispiel bei stress- oder überlastungsbedingten Schmerzen der Fall. Auch kleinere Fremdkörper wie Sandkörner oder Staub werden vom Auge zumeist selbst beseitigt, indem es kurzfristig den Tränenfluss erhöht und so die schmerzverursachenden Reizauslöser ausspült. Geht es allerdings um Krankheiten und ernste Verletzungen des Auges, ist eine professionelle Therapie optionslos. Ansonsten könnten neben stechenden Schmerzen auch schon bald bleibende Augenschäden entstehen, die es selbstverständlich zu verhindern gilt. Zur Behandlung zur Verfügung stehen dabei die anschließend dargelegten Therapiemaßnahmen.

Medikamentöse Behandlung

Eine medikamentöse Behandlung ist im Falle von Augenstechen, insbesondere bei Entzündungen des Auges, wichtig. Bestehende Entzündungsherde, ebenso wie potenzielle Infektionserreger, die nicht selten Urheber einer Augenentzündung sind, bedürfen einer zeitnahen Behandlung, bevor sie sich ausbreiten und so den Krankheitsverlauf verschlimmern. Zur Linderung etwaiger Entzündungen kommen dabei zum Beispiel entzündungshemmende Augentropfen wie Bepanthen, Euphrasia oder Posiformin zum Einsatz. Bepanthen gibt es diesbezüglich auch in Salbenform zu kaufen.

Das Stechen im Auge selbst wird durch geeignete Augentropfen idealerweise gleich mit behandelt. Ansonsten besteht natürlich die Option ein geeignetes Schmerzmittel einzunehmen. Ist am Entzündungsgeschehen darüber hinaus eine Infektion beteiligt, so verschreiben Ärzte zusätzlich üblicherweise ein antibiotisches Medikament. Augenschwellungen lassen sich wiederum mit kortisonhaltigen Präparaten behandeln, wobei eine Anwendung hier sorgfältig abzuwägen ist, denn es zeigen sich oft schwere Nebenwirkungen bei Kortison, die den medizinischen Wirkstoff nur für absolute Notfälle empfehlenswert machen.

Augentrost trägt seinen Namen nicht von ungefähr. Salben und Tropfen mit dem Heilkraut sind in der Apotheke erhältlich. (Bild: gelilewa/fotolia.com)

Heilpflanzliche Behandlung

Unterstützend kann man bei stechenden Augen auch die Hilfe nützlicher Kräuter in Anspruch nehmen. Ein beruhigender Umschlag bzw. eine Augenpresse aus Augentrost ist hier zum Beispiel für entzündungsfreie Schmerzbeschwerden (beispielsweise bei trockenen Augen oder Überlastung) sehr empfehlenswert. Das Heilkraut hat seinen Namen nicht umsonst erhalten, denn tatsächlich wirkt Augentrost überaus heilsam auf Augenbeschwerden jedweder Art.

Rezept für Augentrostbehandlung der Augen:

  • 1 Esslöffel Augentrostsamen
  • 1 Teelöffel Augentrostkräuter
  • 1/4 Liter Wasser
  • 1/4 Teelöffel Kochsalz
  • 1 frisches Leinentuch

Nehmen Sie einen 1 Esslöffel Augentrostsamen und kochen Sie diese mit 1/4 Liter heißem Wasser auf. Geben Sie anschließend die Augentrostkräuter sowie das Kochsalz hinzu. Nachdem alles gut aufgequollen ist, filtern Sie die Kräutermischung ab und geben Sie sie in das Leinentuch. Dieses kann nun als Augenpresse verwendet werden.

Tipp: Auch der abgefilterte Sud muss nicht weggekippt werden! Er lässt sich zum Beispiel als Augenspülung verwenden, die stechenden Augen ebenfalls guttut.

Bei all den Vorzügen von Augentrost ist es aber dennoch wichtig anzumerken, dass Patienten bei Augenstechen mit Entzündungs- oder Infektionsbeteiligung mit der Anwendung feuchter Augenpressen oder gar Augenspülungen vorsichtig sein sollten. Denn zusätzliche Feuchtigkeit könnte hier förderlich auf den Nährboden von Infektionskeimen wirken, was dem Ziel der Therapie nicht dienlich ist. In derartigen Fällen ist die Anwendung von Umschlägen vorab am besten mit dem behandelnden Arzt zu besprechen. Alternativ kann man aber auch Salben aus Augentrost in der Apotheke kaufen. Weitere Kräuter, die sich in der Behandlung von Augenstechen bewährt haben, sind Gänsefingerkraut, Lavendel, Mädesüß und Weide.

Operative Behandlung

Operationen sind bei stechenden Augen vor allem dann notwendig, wenn ein gefährlicher Fremdkörper (zum Beispiel Glassplitter) ins Auge gelangt ist, eine schwere Verletzung vorliegt oder ernste Erkrankung des Auges wie der grüne Star oder eine Retinitis keine andere Möglichkeit lassen, als die Krankheit chirurgisch zu behandeln. Für gewöhnlich erfolgt der Eingriff unter lokaler Betäubung, sodass Patienten nicht fürchten müssen, dabei noch mehr Schmerzen zu empfinden. Auch beruhigt die Lokalanästhesie die Augenbewegungen, was dem Chirurgen ein sichereres Arbeiten am Auge erlaubt.

Liegt eine Verletzung des Auges vor, so zielt die Operation darauf ab, bestehende Wunden soweit möglich zu schließen. Möglich ist das nicht immer und bestehende Augenschäden können trotz erfolgreicher Wundbehandlung oft ein Leben lang bleiben. Auch das Entfernen von Fremdkörpern kann durch den Fremdkörper verursachte Schäden am Auge nicht immer rückgängig machen. Besser stehen die vollständigen Heilungschancen dagegen bei frühzeitiger operativer Therapie von Augenerkrankungen.

Übrigens: Dank moderner Medizin ist es heutzutage auch möglich, stark beschädigte Augenelemente durch Prothesen zu ersetzen. Inwiefern eine Augenstechen verursachende Gesundheitsbeschwerde aber durch den Protheseneinsatz behoben werden kann, ist von Fall zu Fall verschieden.

Krankheiten mit Augenstechen als Symptom: Sehnerventzündung, Netzhautentzündung, Bindehautentzündung, Hornhautentzündung, Regenbogenhautentzündung, Tränendrüsenentzündung, Grüner Star, Augeninfarkt, Pollenallergie, Hausstauballergie, Tierhaarallergie, Migräne, Clusterkopfschmerz. (ma)