Augeninfarkt – Ursachen, Symptome und Therapie

Optikusneurophathie: Ursachen und Beschwerden

Nicht nur große Körperorgane wie das Herz, Gehirn, die Leber oder Nieren können einen Infarkt erleiden. Auch das Auge kann von einem derartigen Geschehen ereilt werden. Man spricht in diesem Fall auch von einer anterioren ischämischen Optikusneurophathie (AION), besser bekannt als Augeninfarkt (Apoplexia oder Optikomalazie). Der Infarkt des Auges ist dabei stets eine Notfallsituation, denn durch den Infarkt bedingt entstehenden Sauerstoffmangel in den Sehorganen kann es zu bleibenden Augenschäden und damit zu Einbußen in der Sehkraft kommen. Es ist also zügiges Handeln geboten, denn im schlimmsten Fall kann ein Augeninfarkt zu einem kompletten Verlust der Sehkraft führen, insbesondere wenn er nicht sofort ärztlich behandelt wird.


Definition

Ein Infarkt bedeutet grundsätzlich den Untergang von Körpergewebe (Nekrose) aufgrund einer mangelnden Sauerstoffversorgung des betroffenen Gewebeabschnittes. Die unzureichende Versorgung von Gewebe mit Sauerstoff wird in der Medizin auch als Hypoxie bezeichnet und resultiert aus einer vorliegenden Durchblutungsstörung (Ischämie) in Form einer Minderdurchblutung des Gewebes, beziehungsweise einer vollständigen Durchblutungsblockade.

Ein Entzündung im Auge kann zu einem Augeninfarkt führen, gleichzeitig aber auch das Symptom eines solchen sein. (Bild: Sergey/fotolia.com)

Beim Augeninfarkt entsteht die Minderdurchblutung in der Augenarterie (Arteria ophthalmica). Sie entspringt der Halsschlagader (Arteria carotis interna), welche zu den hirnversorgenden Schlagadern gehört und sie steht somit in enger Verbindung zu den Nervenreizen, welche vom Gehirn an das Auge und umgekehrt gesendet werden. Im Falle einer Minderdurchblutung der Augenarterie ist deshalb vor allem der Sehnerv (Nervus opticus), beziehungsweise der Kopf des Sehnervs vom Infarktgeschehen betroffen. In Folge kommt es zu Schäden an den Nervenfasern, was zunächst eine akute Verschlechterung der Sehfähigkeit hervorruft. Bleibt die Minderdurchblutung des Sehnervs danach weiterhin bestehen, kann es relativ schnell zu bleibenden Einbußen der Sehfähigkeit kommen. Denn schon wenige Stunden reichen beim Augeninfarkt für die Entstehung irreparabler Sehnervschäden aus.

Die Medizin differenziert zwischen zwei verschiedenen Entstehungsmechanismen für die Minderdurchblutung des Auges. In den meisten Fällen kommt es dabei zu einer Durchblutungsstörung im Auge infolge eines Verschlusses der versorgenden Blutgefäße. Weit weniger häufig ist eine Minderversorgung, die durch eine Blutung undichter oder verletzter Gefäße ausgelöst wird. Des Weiteren können auch die Durchblutungsstörungen und Blutungen der Gefäße selbst unterschiedliche Ursachen haben. Sehr häufig liegen dem Problem aber Erkrankungen oder zumindest Störungen des Herz-Kreislauf-Systems zugrunde. Unterschieden wird dabei je nach Art und Lage der Krankheitsursache zwischen drei Formen des Augeninfarktes:

  • Arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropatie (AAION):
    Der Augeninfarkt resultiert aus einer vorliegenden Entzündung der Augenarterie, welche in Folge die Minderdurchblutung auslöst
  • Nichtarteriitisches anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAAION):
    Augeninfarkt und Minderdurchblutung der Augenarterie haben keine entzündliche Ursache
  • Posteriore ischämische Optikusneuropathie (PION):
    Es liegt ein besonders tiefer Gefäßverschluss vor, der zwar relativ selten, jedoch grundsätzlich möglich ist

Unabhängig davon, wie der Gefäßverschluss zustande gekommen ist, entsteht in der Folge eine Minderversorgung aller Gewebsarten, die sich im versorgenden Gebiet des Blutgefäßes befinden. Die Netzhaut reagiert besonders empfindlich auf solche Minderversorgungen. Sie erhält nicht mehr ausreichend Sauerstoff für die Durchführung des Sehvorgangs und die Stoffwechselendprodukte stauen sich im Gewebe an, da sie nicht mehr abtransportiert werden können. Daraus entwickelt sich eine erhebliche Schädigung der Gewebszellen und sie können nicht mehr ihrer gewohnten Aufgabe nachgehen. Kleine Schädigungen versucht der Körper selbst zu kompensieren, indem er neue Blutgefäße zur Sicherung der Durchblutung einsprossen lässt. Diese sind aber minderer Qualität und sehr störanfällig. Sie reißen schnell und können so wiederum Blutungen auslösen, die zu einer weiteren Schädigung des Gewebes führen.

Ganz egal, um welche Art von Augeninfarkt es sich handelt, ist die Gesundheitsbeschwerde immer als ein Notfallgeschehen zu begreifen. Wer also urplötzlich eine Verschlechterung seiner Sehfähigkeit bemerkt, sollte deshalb stets umgehend einen Arzt aufsuchen. Einen Termin beim Haus- oder Augenarzt zu machen, ist jedoch nicht ratsam, da es hier zu langen Wartezeiten im Patientenzimmer kommen kann und mit jeder verstreichenden Minute die Gefahr bleibender Schäden am Sehnerv größer wird. Stattdessen ist es dringend empfohlen, einen Notarzt zu rufen, auch wenn die Symptome nicht lebensbedrohlich erscheinen.

Beim Verdacht auf einen Augeninfarkt sollte der Notarzt gerufen werde, da jede verzögerte Behandlung zu bleibenden Schäden führen kann. (Bild: costadelsol/fotolia.com)

Vorsicht: Ein Augeninfarkt bleibt häufig eine Zeit lang unentdeckt, da er nur selten Schmerzen verursacht. Zwar kommt es infolge der Durchblutungsstörung zu einer Minderversorgung der Netzhaut und dadurch zu einer möglichen Teilerblindung des Auges. Jedoch sind oft anfänglich nur kleine Teile der Netzhaut betroffen, sodass die gesunden Anteile der Netzhaut und das zweite Auge den Netzhautausfall kompensieren können. Deshalb werden die sukzessive Sehbehinderung und das Ausmaß des Augeninfarktes oft überhaupt erst mit Fortschreiten der Erkrankung erkannt.

Herz- und Gefäßkrankheiten als Hauptursache

Wie bei allen Organen erfolgt die Sauerstoffzirkulation auch beim Auge durch Arterien und Venen. Die Arterien transportieren dabei sauerstoffreiches Blut vom Herzen zum Auge hin, während die Venen sauerstoffarmes Blut aus dem Auge ausleiten. Außerdem geschieht auch die Nährstoffversorgung des Auges über die genannten Blutgefäße, wobei die Augenarterien für die Versorgung mit frischen Nährstoffen, die Venen wiederum für den Abtransport von Stoffwechselendprodukten verantwortlich sind. Beim Augeninfarkt kommt es deshalb nicht nur zu einer mangelnden Sauerstoff-, sondern auch zu einer ungenügenden Nährstoffversorgung des Auges. Dabei kann ein ursächlicher Verschluss der Augenarterien nicht ausschließlich durch Erkrankungen und Beschwerden ausgelöst werden, die in den Arterien selbst lokalisiert liegen. Ebenso kann ein Gesundheitsproblem der Venen zu dem Problem führen. Grob lassen sich die Ursachen deshalb in folgende zwei Hauptfelder einteilen:

  • Augeninfarkt durch Arterien- oder Arterienastverschluss
  • Augeninfarkt durch Venen- oder Venenastverschluss

Mit Blick auf entzündliche und nichtentzündliche Ursachen für Augeninfarkte muss darüber hinaus eine dementsprechende Krankheitseinteilung berücksichtigt werden.

Nichtarteriitisches anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAAION)

Viele wohlbekannte Herz- und Gefäßerkrankungen stellen für sich genommen Ursachen eines nichtentzündlichen Augeninfarktes dar. Beim Venenverschluss ist es zum Beispiel meist ein entzündungsfreier Blutrückstau von sauerstoffarmem Blut, der letztendlich auch einen Rückstau in den Arterien und damit den arteriellen Gefäßverschluss zur Folge hat. Ungeachtet der Lage sind für Durchblutungsstörungen in beiden Gefäßarten aber meist dieselben Ursachen verantwortlich. Sie entstehen häufig durch Gefäßerkrankungen wie Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Dabei kommt es zu Ablagerungen verschiedener Stoffe, wie zum Beispiel Blutfetten oder Kalk an den Gefäßwänden. Ab einem gewissen Punkt verengen diese sogenannten Plaqueablagerungen die Gefäße so sehr, dass die natürliche Durchblutung erheblich beeinträchtigt wird. Neben Bluthochdruck droht hier auch ein kompletter Gefäßverschluss.

Eine häufige Folgeerkrankung ist bei diesem Szenario die koronare Herzkrankheit (KHK). Doch auch ein Augeninfarkt kann die Folge von Arteriosklerose sein. Sollte sich Gefäßplaque nämlich direkt in den Augenarterien einlagern, ist das Risiko eines augeninternen Gefäßverschlusses deutlich erhöht. Zudem können sich anderer Orts befindliche Plaqueablagerungen im späteren Verlauf auch lösen und durch die Blutzirkulation als Blutgerinnsel in die Augenarterien gespült werden, wo sie dann das betroffene Blutgefäß nur allzu leicht verstopfen.

Mögliche Ursache für einen Augeninfarkt ist unter anderem ein ungesunder Lebenswandel, der auch zu Adipositas führt. (Bild: Africa Studio/fotolia.com)

Begünstigt wird ein derartiges Szenario durch bestehenden Bluthochdruck, welcher in der Regel durch vorverengte Gefäße entsteht und so die Auslösung von Plaqueresten befördert. Hinzu kommt, dass Bluthochdruck auch für sich genommen einen Augeninfarkt auslösen kann, nämlich dann, wenn der erhöhte Gefäßdruck die Gefäßwände instabil macht. Gefäßblutungen und damit einer Minderdurchblutung des Auges sind in solch einem Fall nicht mehr auszuschließen. Ursächlich für Bluthochdruck, ebenso wie für Arteriosklerose und die Koronare Herzkrankheit sind in diesem Zusammenhang oftmals ungesunde Alltagsgewohnheiten, wie zum Beispiel

Weitere Herz- und Gefäßkrankheiten, die entweder direkt oder indirekt einen Augeninfarkt befördern können, sind Augenvenenthrombosen und Gerinnungsstörungen des Blutes. Ein Beispiel für letztere ist zum Beispiel das Faktor-V-Leiden, welches als Hauptfaktor für ein erhöhtes Thromboserisiko gilt. Ferner provoziert auch Blutmangel (Anämie) auf Dauer eine Minderdurchblutung des Sehnervs. Ebenfalls denkbar sind Herzerkrankungen wie Herzinsuffizienz und Herzfehler. Darüber hinaus können auch Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern sowie gefäßbasierte Augentumore im Bereich des Sehnerves eine gestörte Durchblutung des Auges und damit einen Augeninfarkt begünstigen.

Arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropatie (AAION)

Entzündungsbedingte Formen des Augeninfarkts entstehen dagegen vor allem durch Gefäßentzündungen (Vaskulitiden). Diese haben in vielen Fällen einen immunologisch bedingten Krankheitshintergrund und zählen darum meist zu den Autoimmunkrankheiten. Als Vaskulitis definiert sind diesbezüglich unter anderem folgende Hauptformen:

  • Cogan-I-Syndrom:
    eine Gefäßentzündung im Bereich des Innenohrs mit Beteiligung der Augen, als deren Ursache Autoimmunreaktionen vermutet werden.
  • Granulomatose:
    Eine Autoimmunerkrankung, bei der Entzündungszellen aus der Gruppe der Granulozyten in das Gefäßgewebe einwandern und dieses irrtümlicher Weise angreifen.
  • Purpura Schönlein-Henoch:
    Ebenfalls durch Autimmunvorgänge verursachte Multisystemerkrankung, bei der die Kapillargefäße der Haut (auch der Augenhäute), des Darms, der Gelenke und der Nieren von Entzündungen betroffen sind.
  • Kryoglobulinämie:
    Diese Vaskulitis hat einen rheumatischen Charakter und führt vermehrt bei Temperaturveränderungen (Wärme) zum Ausfall von entzündlichen Antikörpern aus der Gruppe der Kryoglobuline
  • Kawasaki-Syndrom:
    Auch bekannt als mukokutanes Lymphknotensyndrom (MCLS), verursacht das Kawasaki-Syndrom nekrotisierende Gefäßentzündungen der kleinen und mittleren Arterien. Betroffen sind in erster Linie Kleinkinder zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr, wobei das Erscheinungsbild der Krankheit anfänglich den Charakter von Infektionskrankheiten wie Masern oder Scharlach aufweist. Zu den typischen Begleitsymptomen von MCLS gehört neben Fieber, Glossitis (Lack- bzw. Erdbeerzunge) und masernähnlichem Hautausschlag aber auch die Bindehautentzündung, was ein erster Hinweis auf einen drohenden Augeninfarkt sein kann.
  • Morbus Behçet:
    Eine weitere Vaskulitis mit rheumatischem Charakter, die auch als maligne Aphthose bekannt ist und vornehmlich die Venen und Kapillaren betrifft.
  • Polyarteriitis nodosa
    eine Vaskulitis, die sich auf die mittelgroßen Gefäße der Waden, Unterarme, aber auch der Organe wie dem Auge fokussiert und zu perlschnurartig angeordneten Entzündungsknötchen führt.
  • Riesenzellarteriitis:
    Auch als Arteriitis cranialis oder Morbus Horton bekannt, verursacht die Riesenzellarteriitis Gefäßentzündungen im Bereich der Schläfenarterien, die sich im fortgeschrittenen Krankheitsstadium auch auf das neben dem Schläfenbereich gelegenen Augenarterien ausweiten kann.
  • Takayasu-Arteriitis:
    Eine Sonderform der Riesenzellarteriitis, welche granulomatöse Entzündungsreaktionen im Bereich der Aorta sowie deren Hautästen und damit auch der Halsschlagader und der Augenarterie auslöst.
  • Zerebrale Vaskulitis:
    Bei der zerebralen Vaskulitis sind die Gefäßwände des zentralen Nervensystems von den immunologisch bedingten Entzündungsreaktionen betroffen, weshalb der Sehnerv sowie dessen umgebende Gefäße sehr leicht von dem Entzündungsgeschehen erfasst werden können.
Plaqueablagerungen in den Blutgefäßen können zu einem Augeninfarkt führen. (Bild: Christoph Burgstedt/fotolia.com)

Augeninfarkt bei Gefäßblutung

Wie bereits angedeutet können auch Gefäßblutungen im Bereich des hinteren Auges und damit verbundene Blutergüsse (Hämatome) für einen Augeninfarkt verantwortlich sein. Fängt ein versorgendes Blutgefäß im Bereich des Auges an zu bluten, verursacht das allein schon eine Minderversorgung der Gewebe. Außerdem erhöht sich durch die Blutung der Druck im Auge, was wiederum die Gewebszellen zusätzlich belastet und schädigt.

Wenngleich derartige Blutungen weit weniger häufig als Ursache für den Gewebsuntergang des Auges anzutreffen sind, gibt es doch verschiedene Faktoren, das Blutungsrisiko massiv erhöhen. So sind zum Beispiel Gefäßerkrankungen wie Vaskulitiden, Bluthochdruck oder Arteriosklerose dazu in der Lage, die Blutung auszulösen. Hinzu kommt eine Reihe von Gefäßschäden, die ihrerseits wiederum durch unterschiedliche Gesundheitsbeschwerden ausgelöst werden können.

Zu nennen wäre in diesem Zusammenhang zunächst einmal besondere Gefäßschwächen, durch welche schon bei geringster Gefäßbelastung (z.B. durch Husten oder Nießen) eine Blutung provoziert wird. Eine typische Erkrankung, die hier deutlich öfter als erwartet Einfluss auf die Gefäßgesundheit des Auges nimmt, ist Diabetes mellitus. So beruht zum Beispiel die Glaskörperblutung in manchen Fällen auf diabetisch bedingten Gefäßneubildungen im Auge. Mediziner sprechen hier von einer diabetischen Retinopathie.

Weitere Gründe für diese Blutung des augeneigenen Glaskörpers können neben Verletzungstraumata vor allem degenerative Augenerkrankungen wie die Maculadegeneration sein. Hierbei wird die Funktionalität der Netzhaut durch Schädigungen des Gelben Flecks (Macula lutea) beeinträchtigt, was mitunter einen erheblichen Verlust der Sehschärfe provoziert. Die Sehbehinderung kann sich im späteren Krankheitsverlauf bis zur vollständigen Erblindung des betroffenen Auges ausweiten, die sich nur allzu gerne durch einen vorangegangenen Augeninfarkt ankündigt.

Auch so manches Medikament sind dafür bekannt, die Gefäßstabilität zu beeinträchtigen. Ein Beispiel hierfür sind Stoffwechselpräparate aus dem Bereich der Cholesterinsenker (Statine). Diese sind dafür bekannt, die Arterien langfristig zu verhärten, was nicht nur eine Hauptursache für die Entstehung von Diabetes Typ-2 ist, sondern gleichzeitig auch das Risiko von Gefäßblutungen erhöht. Ebenfalls nicht als Verursacher für einen Augeninfarkt zu verkennen ist die Hyphaema. Eine Blutansammlung im Bereich der vorderen Augenkammer, die entweder als Folge einer Verletzung oder Augenerkrankungen auftreten kann.

Augenerkrankungen als Ursache für Augeninfarkt

Hyphaema wird sehr häufig durch Augenerkrankungen wie die sogenannte Regenbogenhautentzündung (auch: Iritis oder Uveitis) ausgelöst. Mögliche Begleitbeschwerden dieser Erkrankung reichen von vielseitigen Entzündungen der Augenzellen bis hin zu Vaskulitiden. Unterschieden werden diesbezüglich vier Hauptformen der Uveitis:

  • Uveitis anterior:
    Die Entzündung der Regenbogenhaut betrifft die Iris und den Zilliarmuskel des Auges, wobei es zu infarktträchtigen Ödemen im Bereich der Sehnervpapille kommen kann.
  • Uveitis intermedia:
    Die Regenbogenhautentzündung konzentriert sich auf den Glaskörper. Neben Augenödemen sind für diese Form der Uveitis insbesondere Gefäßentzündung der Netzhautvenen besonders charakteristisch.
  • Uveitis posterior:
    Das krankheitsbedingte Entzündungsgeschehen betrifft die Netzhaut und Aderhaut des Auges.
  • Panuveitis:
    Eine Mischform aus den drei bereits erwähnten Uveitisformen, die aufgrund ihrer weitläufigen Ausbildung ein besonders hohes Infarktrisiko aufweist.
Nur ein Augenarzt kann genau bestimmen, welche Schäden durch einen Augeninfarkt verursacht wurden. (Bild: massimofusaro/fotolia.com)

Es lässt sich erahnen, dass zahlreiche Augenerkrankungen den Grundstein für einen durch Entzündungen motivierten Augeninfarkt legen. Die Liste entsprechender Erkrankungen ist dabei sehr lang. Gut bekannt ist hier neben der Regenhautentzündung vor allem die Bindehautentzündung (Konjunktivitis). Sie ist gekennzeichnet durch eine verstärkte Durchblutung der Regenhaut in Kombination mit Bindehautschwellungen, das die Blutgefäße stark strapazieren und entweder zu einem schwellungsbedingten Gefäßverschluss oder einer durch die erhöhte Durchblutung verursachten Gefäßschädigung und somit zu einer Blutung führen kann. In beiden Fällen ist ein Augeninfarkt im Endstadium des Krankheitsverlaufes möglich. Ähnliche Verläufe lassen sich auch für die

  • Aderhautentzündung (Chorioiditis),
  • Hornhautentzündung (Keratitis),
  • Lederhautentzündung (Skleritis),
  • Netzhautentzündung (Retinitis)
  • und die Sehnerventzündung (Neuritis nervi optici).

festhalten. Hinzu kommen Augenerkrankungen, die Sehnerv- und Gefäßschäden durch erhöhte Druckverhältnisse im Auge provozieren. Dazu gehört beispielsweise der berühmt berüchtigte Graue Star (Katarakt), der Grüne Star (Glaukom) sowie die Glaskörperabhebung. Anders als bei Augenentzündungen ist bei diesen Krankheiten ein nicht-entzündlicher Augeninfarkt sehr wahrscheinlich.

Die Ganzheit möglicher Augenerkrankungen, die unbehandelt oder zwangsläufig zum Untergang von Sehnervgewebe führen ist mit all den genannten Beispielen bei Weitem noch nicht abgedeckt. Jedoch lässt sich auch so bereits erkennen, dass ein augeninternes Infarktgeschehen immer auf erhebliche Funktionsstörungen einzelner oder mehrerer Augenelemente zurückgeführt werden kann. Soweit möglich, ist es darum wichtig, Erkrankungen der Augen zeitnah und durch professionelle Ärztliche Behandlung auszuheilen.

Augeninfarkt durch Stress

Stresseinflüsse haben bekanntlich Auswirkungen auf viele Bereiche der Gesundheit. Auch vor den Augen macht ein stressreicher Alltag dabei nicht Halt. Meist führt der Stress zunächst zu einem erhöhten Blutdruck, der wie bereits beschrieben auf vielfältige Weise zum Augeninfarkt führen kann. Außerdem bedeutet mangelnde Erholung auch für die Nerven des Auges eine zusätzliche Belastung. Typische Szenarien, die dabei den stressbedingten Augeninfarkt befördern sind:

  • langes Starren in den Bildschirm,
  • Tätigkeiten in schlecht beleuchteter Umgebung,
  • Tätigkeiten in schadstoffbelasteter Umgebung (v.a. ohne Schutzbrille),
  • Schlafmangel sowie
  • ein voller Terminplan.
Schlafmangel und langes arbeiten am Monitor kann zu einem Augeninfarkt führen. (Bild: contrastwerkstatt/fotolia.com)

Symptome

Unabhängig der zugrundeliegenden Ursache hat ein Augeninfarkt sehr gefährliche Folgen für das Auge. Durch die geschädigte bzw. geschwächte Gefäß- und Sehnervsubstanz können entzündliche Infektionen oder Ödeme im betroffenen Augenbereich entstehen, wodurch sich der Augeninnendruck erhöht. Besonders die Netzhautzellen reagieren auf derartige Vorgänge unwahrscheinlich empfindlich. Letztlich kann es sogar zu einem Ablösen der Netzhaut oder Abdrücken des Sehnervs kommen, was eine Teilerblindung oder gar komplette Erblindung des betroffenen Auges zur Folge haben kann, wenn nicht frühzeitig eingegriffen wird. Oftmals kündigt sich ein drohender Augeninfarkt zudem durch auffällige Begleitsymptome an.

Bei bestehenden Entzündungen ist zum Beispiel ein lästiger Juckreiz oder ein Brennen der Augen üblich. Auch Sehstörungen, etwa durch verschwommene Sicht aufgrund herabgesetzter Sehschärfe sind für Augeninfarkte typisch. Die Sehbehinderung tritt dabei in der Regel innerhalb weniger Minuten und mit besonderer Intensität auf. Blickdiagnostisch lassen sich ferner verzögerte oder völlig ausbleibende Pupillenreaktionen in der Akutphase des Infarkts beobachten. Insgesamt stehen folgende Symptome mit dem Augeninfarkt in Verbindung:

  • Juckreiz,
  • brennende Augen,
  • Augenschmerzen,
  • Verlust der Sehschärfe,
  • allgemein veränderte Wahrnehmung der Umgebung,
  • durch Wahrnehmungsstörungen bedingter Schwindel,
  • verzögerte Pupillenreaktion,
  • Entzündungen sowie
  • Ödembildung.

Wichtig: Augeninfarkte sind sehr heimtückisch, denn in den meisten Fällen laufen sie schmerzlos ab. Häufig wird lediglich eine kurzzeitige Sehbeeinträchtigung vom Betroffenen wahrgenommen. Da der Körper zudem kleinere Minderversorgungen auch noch selbst kompensieren kann, indem er neue Blutgefäße einwachsen lässt, können sich selbst die kurzzeitigen Sehbeeinträchtigungen wieder zurückbilden, sodass der Betroffene auf den ersten Blick gar keinen Grund zur Sorge vermutet. Das wirkliche Ausmaß der Schädigung wird oft nur zufällig entdeckt oder dann, wenn sie schon sehr weit fortgeschritten ist. Gerade aufgrund dieser Heimtücke des Augeninfarktes sollten Sehbeeinträchtigungen, wie:

  • Flecken, Punkte, Schatten sehen,
  • Änderungen der Sehschärfe,
  • schleierhaftes Sehen,
  • zunehmende Einschränkung des Gesichtsfeldes.

immer ernst genommen werden und schnellstmöglich von einem Arzt untersucht werden.

Diagnose

Um bei Augeninfarkt schnellstmöglich eine geeignete Therapie einleiten zu können, sollten sich Patienten nach Feststellung aufgezeigter Ungereimtheiten im Bereich der Sehfunktion und Augenempfindung unverzüglich auf den Weg zum Hausarzt machen. Dieser wird im Ernstfall eine Notfallüberweisung an den Augenarzt veranlassen. Nur Fachärzte für Augenheilkunde verfügen über das nötige Fachwissen sowie professionelle Gerätschaften, um in einer Akutsituation schnell die richtigen Untersuchungs- und Notfallmaßnahmen einleiten zu können.

Diagnostisch sind bei Augeninfarkt neben einer ausführlichen Patientenbefragung zu bestehenden Symptomen und Vorerkrankungen zunächst einmal gezielte Augentests und bildgebende Untersuchungsverfahren notwendig. Hierzu zählen:

  • Sehtest:
    Sehtests sind bei einem Augeninfarktverdachts notwendig. Beispielsweise existieren spezielle Lichttests, bei denen die Pupillenreaktion sowie deren Größenveränderung bei Licht und im Dunkeln überprüft werden. Auch ein Test zur Sehschärfe hilft bei Augeninfarkt weiter. Patienten werden hierbei dazu aufgefordert, Zahlen- und Buchstabenreihen in unterschiedlicher Größe (sog.: Optotypen) zu lesen, während abwechselnd das linke und rechte Auge verdeckt werden.
  • Spaltlampen-Untersuchung:
    Für die Untersuchung des Augenvordergrunds nutzen Ärzte diesbezüglich eine Spaltlampe, mit deren Hilfe sich die vordergründigen Augenabschnitte ausleuchten lassen. Die Lampe ist gemeinsam mit einem Mikroskop an einer eigens dafür vorgesehenen Apparatur befestigt, auf die der Patient sein Kinnaufstützen muss. Durch das Mikroskop lassen sich bei der Spaltlampen-Untersuchung dann die beleuchteten Augenpartien detailliert begutachten.
  • Ophthalmoskopie:
    Die Untersuchung des Augenhintergrunds ist auch als Ophthalmoskopie bekannt. Als Diagnosehilfsmittel dient hier ein elektrischer Augenspiegel (Ophthalmoskop), eine Art Lupe mit daran befestigter Lichtquelle, die ähnlich wie die Spaltlampe eine Ausleuchtung des betroffenen Auges zulässt.
  • Augeninnendruck-Messung (Tonometrie):
    Zur Beurteilung der Druckverhältnisse im Auge nutzen Augenärzte ebenfalls spezielle Geräte. Die Vorgehensweisen sind hier sehr unterschiedlich:
    1. Applanationstonometrie:
      Der Augendruck wird mit einem an einer Spaltlampe befestigten Messkörper in Erfahrung gebracht. Dazu bringt der Arzt eine wässerige Fluorescein-Lösung in den Bindehautsack des Auges ein, bevor der Messkörper sacht gegen die Hornhaut des Auges gedrückt wird. Die Kraft, die aufwendet werden muss, um den Messkörper mit der Hornhaut in Kontakt zu bringen, gibt dann Aufschluss über den Augeninnendruck.
    2. Dynamic Contour Tonometrie:
      Dieses relativ moderne Verfahren verzichtet auf das Eindrücken der Hornhaut, sondern misst vielmehr den „Normaldruck“ zwischen Messkopf und Hornhaut. Die dynamische Messgerätschaft ist hierfür mit einem speziellen Drucksensor ausgestattet.
    3. Impressionstonometrie:
      Bei dieser etwas älteren Tonometrie wird im liegenden Zustand des Patienten ein Metallstift in Kontakt mit der Hornhaut gebracht. Wie bei der Applanatiosntonometrie liefert der Kraftaufwand, der nötig ist, um die Hornhaut bis zu einer bestimmten Tiefe einzudellen Auskunft über den Augeninnendruck.
    4. Transpalpebrale Sclerale Tonometrie:
      Eine Tonometrie, die den Augeninnendruck nach dem Rückstoßprinzip über das Augenlid ermittelt. Der direkte Kontakt mit der Hornhaut wird so vermieden.
    5. Ultraschalluntersuchung der Augen (Sonografie):
      Für einen Ultraschall wird das Auge durch lokalanästhetisch wirkende Augentropfen zuvor leicht betäubt. Im Anschluss trägt der Arzt behutsam etwas Ultraschallgel auf das Auge auf, bevor er mit einer Spezialsonde die sonografische Untersuchung durchführt.
Mittels einer Spaltlampen-Untersuchung kann der Augenarzt den Augeninnendruck messen. (Bild: YakobchukOlena/fotolia.com)

Zusätzlich zu diesen, auf das Auge gerichteten Untersuchungsmaßnahmen gibt es natürlich noch weitere Diagnoseschritte, die sich auf das Auffinden von augenexternen Ursachen für den Infarkt konzentrieren. Systemische Erkrankungen wie Diabetes, aber auch Gefäßkrankheiten wie Arteriosklerose lassen sich diesbezüglich am besten durch Blut- und Urinproben feststellen. Dabei spielen die Zucker-, Fett- und Cholesterinwerte der Sekretproben eine wichtige Rolle. Ein Verdacht auf Bluthochdruck oder Herzkrankheiten könnte außerdem die Durchführung eines EKGs oder einer Blutdruckmessung erfordern.

Therapie

Je nach Art der zugrundeliegenden Krankheitsursache bieten sich zur Behandlung eines Augeninfarktes verschiedene Therapieoptionen an. Manche Grunderkrankungen lassen sich durch medikamentöse Maßnahmen gut behandeln, während andere eventuell sogar eine Augenoperation erfordern. In einigen Fällen, etwa bei Autoimmunkrankheiten oder genetisch bedingten Augenerkrankungen, ist bislang auch noch gar keine vollständige Heilung möglich. Die Therapie konzentriert sich hier auf die palliativmedizinische Versorgung der Gesundheitsbeschwerde.

Medikamentöse Therapie

Bei vorliegenden Herz- und Gefäßkrankheiten werden behandelnde Ärzte in erster Linie versuchen, mit blutverdünnenden Medikamenten eine ausreichende Durchblutung des Auges wiederherzustellen. Hierfür werden Arzneimittel wie ASS oder Marcumar verabreicht oder die entsprechenden Wirkstoffe direkt in das Auge injiziert. Je nach Ausmaß der begleitenden Komplikationen, wie Ödeme oder Entzündungen, können auch entzündungshemmende und abschwellende Medikamente, wie beispielsweise Kortison eingesetzt werden. Je nach Risikoprofil kann es sein, dass der Betroffene von nun an lebenslang Blutverdünner einnehmen und die Blutwerte regelmäßig kontrollieren lassen muss.

Augenentzündungen beruhen oftmals auf Infektionen. Diesen ist medikamentös nur durch antibiotische Wirkstoffe beizukommen. Auch müssen bei manchen Krankheiten möglicherweise begleitende Symptome durch geeignete Arzneimittel mitkuriert werden. Schmerzmittel, juckreizlindernde Augentropfen oder blutungsstillende Medikamente könnten also ebenfalls notwendig werden.

Prävention durch richtige Ernährung

Ist ein Augeninfarkt bereits aufgetreten, kann der Betroffene mit Hausmitteln meist nichts mehr ausrichten. Allerdings existiert für Augeninfarkte ein gewisses Risikoprofil, dem man bis zu einem gewissen Grad vorbeugend entgegenwirken kann. Dies gilt insbesondere für Herz- und Gefäßkrankheiten, die bekanntlich sehr häufig auf einer ungesunden Lebensweise beruhen. Vor allem die Essgewohnheiten spielen in diesem Zusammenhang eine übergeordnete Rolle. Umstellungen der Ernährung können die Prävention von Augeninfarkten also positiv unterstützen.

Eine gesunde Ernährung, zum Beispiel mit Tomaten und Knoblauch, verbessert die Fließeigenschaften des Blutes (Bild: Nitr/fotolia.com)

Daneben hilft eine gesunde Ernährung auch dabei, krankheitsbedingte Auswirkungen von Herz- und Gefäßkrankheiten auf das Auge zu lindern und das Auge durch gezielte Nährstoffzufuhr zu stärken. Zum Beispiel kann eine Ernährung, die reich an Vitamin C und E ist, Zusammensetzung und Fließeigenschaften des Blutes positiv beeinflussen. Empfehlenswert sind hierfür Obst- und Gemüsesorten wie:

Apropos Beerenfrüchte: Gerade dunkle Beeren wie Heidelbeeren, Brombeeren, Aronia und Holunderbeeren enthalten blaufärbende Anthocyane, die für ihre besonders gefäßschützende und antioxidative Wirkung bekannt sind! Sie tun deshalb nicht nur den Augengefäßen gut, sondern schützen diese auch vor einem erhöhten Infarktrisiko.

Wichtige Nährstoffe für das Auge sind zudem Vitamin A, beziehungsweise Carotin, und Vitamin B. Diese tummeln sich vor allem Wurzel-, Kohl- und Blattgemüse wie:

Auch das Einsetzen von gesunden Omega-Fetten, anstatt schädigender Industriefette, hat schon vielen Betroffenen mit Herz- bzw. Gefäßerkrankungen geholfen. Gesunde Fettquellen sind beispielsweise:

Die richtige Lebensgewohnheiten

Neben der Ernährung spielen auch manch andere Alltagsgewohnheiten eine Rolle bei der Vermeidung und Kurierung der mannigfaltigen Ursachen für einen Augeninfarkt. Zu aller erst sollte hier der Konsum von Kaffee und Nikotin eingestellt werden. Denn beide Substanzen wirken sich schädlich auf die Gefäßgesundheit aus und sind daher mitbeteiligt an einem erhöhten Infarktrisiko.

Unterstützt werden kann die Gesundheit der Gefäße neben der Ernährung wiederum durch regelmäßige Bewegung und ausreichende Aufenthalte an der Frischluft. Darüber hinaus sollten Betroffene, die bereits einen Augeninfarkt erlitten haben oder krankheitsbedingt zu einer gewissen Risikogruppe gehören, Stress und Schlafmangel im Alltag tunlichst vermeiden. Es kommt bei der Prävention und Therapie also auch auf einen gesunden Tages- und Nacht-Rhyhtmus an.

Grüner Tee ist laut einer chinesischen Studie ein gutes Mittel gegen Gefäßverengung und Plaqueablagerungen. (Bild: KMNPhoto/fotolia.com)

Naturheilkundliche Therapie

Auch in der Naturheilkunde wird man auf der Suche nach Therapiemöglichkeiten bei Augeninfarkten fündig. Die Präparate können vorbeugend bei Risikopatienten, aber auch therapierend bei Betroffenen eingesetzt werden.

Im Bereich der Durchblutungsförderung verfolgt die heilpflanzliche Therapie bei Augeninfarkt ähnlich wie in der Schulmedizin zwei Ziele. Zum einen soll hierdurch die Durchblutung in den von Minderdurchblutung betroffenen Gefäßen gefördert werden. Zum anderen wird eine Reduzierung oder, im Idealfall, Beseitigung von Plaqueablagerungen in den Blutgefäßen beabsichtigt. Heilpflanze Nummer eins auf der Liste der natürlichen Mittel zur Förderung der Durchblutung sind dabei Ginkgo-Präparate. Sie haben neben ihrer durchblutungsfördernden beziehungsweise blutverdünnenden Wirkung auch einen positiven Effekt auf die Herzleistung und den Blutdruck, was gerade bei Herz- und Gefäßkrankheiten, die ihre Ursache in einem Infarkt haben, ganzheitliche Hilfe verspricht. Erhältlich sind Ginkgo Produkte dabei sowohl in der Drogerie als auch in der Apotheke. Rezeptverordnungen sind in den meisten Fällen nicht notwendig.

Auch grüner Tee soll mit Blick auf Plaqueablagerungen und Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose wahre Wunder bewirken. Zumindest kam eine chinesische Studie zu dem Ergebnis, dass die Teesorte positive Auswirkungen auf entsprechende Erkrankungen hat. Allgemein empfohlen sind für Patienten 3 bis 5 Tassen grüner Tee pro Tag oder bei Hochrisikopatienten auch bis zu 2 Liter täglich. Der Teeaufguss soll die Fließeigenschaften des Blutes in besonderem Maße positiv beeinflussen. Außerdem wirken die im Tee enthaltenen Antioxidantien den Gefäßablagerungen entgegen.

Tipp: Wem zwei Liter Tee pro Tag zu viel sind, der kann zur vereinfachten Einnahme auch auf Kapseln aus Grüntee-Extrakt zurückgreifen.

Gute Erfolge im Bereich der Durchblutungsförderung bringt auch das Kombinationspräparat Vertigoheel. Hier sind 4 verschiedene Substanzen in niedrigen bis mittleren Potenzen gemischt worden, die unter anderem gegen Schwindel, Gefäßablagerungen und „dickes Blut“ wirken. Dabei sei jedoch erwähnt, dass die Einnahme blutverdünnender Naturpräparate nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen sollte. Auch eine ärztliche Beobachtung während der Einnahme der Naturmittel ist wichtig, da es bei unsachgemäßer Handhabe schnell zu Wechselwirkungen oder Überdosierungen kommen kann.

Augentropen, wie zum Beispiel Augentrost, helfen den Augen zu heilen. (Bild: metamorworks./fotolia.com)

Es gibt noch eine Reihe weiterer Heilpflanzen, die bei Augenbeschwerden standardmäßig zur Anwendung kommen. Zu nennen wäre hier zum Beispiel Mahonie, eine bläuliche Frucht, die neben heilsamen Kräften für das Auge, eine extra Portion Vitamin C enthält. Gut bekannt ist außerdem der Augentrost, welcher seinen Namen unverkennbar seiner Heilwirkung auf das Auge verdankt. Ebenso soll Ackerhellerkraut eine besondere Wirkung auf erkrankte Augen haben.

Krankheiten bei Augeninfarkt: Arterienverkalkung (Arterioskleorse), koronare Herzkrankheit, Blutgerinnsel (Trombose), Blutgerinnungsstörungen, Bluthochdruck, Blutmangel, Bluterguss, Augenvenenthrombose, Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Herzfehler, Herzrhythmusstörungen, Vorhofflimmern, Augentumor, Vaskulitis, Diabetes mellitus, Glaskörperblutung, Maculadegeneration, Hyphaema, Regenbogenhautentzündung, Bindehautentzündung, Hornhautentzündung, Lederhautentzündung, Netzhautentzündung, Sehnerventzündung, Grauer Star, Grüner Star, Glaskörperabhebung. (ma)