Herzwandverdickung – Ursachen, Symptome und Therapie

Eine Herzmuskelhypertrophie kann lebensbedrohliche Folgen wie eine Herzschwäche oder einen Herzinfarkt haben. (Bild: psdesign1/fotolia.com)
Nina Reese
Bei der so genannten „Herzwandverdickung“ handelt es sich um eine Verdickung des Herzmuskels (Hypertrophie), die als Reaktion auf eine dauerhafte und verstärkte Belastung des Herzens entsteht. Bei Leistungssportlern ist diese Veränderung als „Sportlerherz“ bekannt und bezeichnet hier eine natürliche und umkehrbare Anpassungsreaktion auf den Trainingsreiz. Davon zu unterscheiden ist eine krankhafte Verdickung der Herzmuskelwände infolge einer anhaltenden Druckbelastung, die z.B. durch Bluthochdruck oder einen Herzklappendefekt ausgelöst werden kann. Hierbei handelt es sich um eine ernsthafte Erkrankung, die im Ernstfall sogar zu einem Herzversagen führen kann. Ziel ist es daher, durch die richtige Behandlung der Ursache das Herz zu entlasten und ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

Herzwandverdickung: Definition und Entstehung

Mit dem Begriff „Herzwandverdickung“ wird normalerweise eine Zunahme der Herzmuskelmasse beschreiben. Ein gesundes Herz ist etwa so groß wie eine geschlossene Faust, wiegt rund 300 Gramm und sieht aus wie ein schräg geneigter Kegel. Es ist umgeben von einem bindegewebigen Sack namens „Herzbeutel“ (Perikard), der es von anderen Organen abgrenzt. Das Herz selbst besteht von außen nach innen betrachtet aus drei Herzwänden: Die äußere Wand wird als „Epikard“ bezeichnet und besteht aus einer glatten, fein strukturierten Gewebeschicht. An dessen Innenseite liegt eine Muskelschicht (Myokard), wobei diese umso dicker ist, je stärker der Herzmuskel beansprucht wird. Dementsprechend kann die Muskeldicke beim Herzen von Mensch zu Mensch stark variieren. An die Muskelschicht schmiegt sich schließlich die innere Herzwand (Endokard) an. Diese feinfaserig aufgebaute und mit elastischem Bindegewebe überzogene Wand trennt den Herzmuskel vom Hohlraum des Herzens.

Bei einer Herzwandverdickung liegt eine Vergrößerung des Herzmuskels vor. In den meisten Fällen ist die linke Herzkammer betroffen. (Bild: lom123/fotolia.com)
Bei einer Herzwandverdickung liegt eine Vergrößerung des Herzmuskels vor. In den meisten Fällen ist die linke Herzkammer betroffen. (Bild: lom123/fotolia.com)

Im Falle einer Herzwand- bzw. Herzmuskelverdickung ist das Herz aufgrund der veränderten Herzkammerwände jedoch vergrößert. In den meisten Fällen ist die linke Herzkammer betroffen (Linksherzhypertrophie), in selteneren Fällen (z.B. bei Lungengefäßhochdruck) auch die rechte (Rechtsherzhypertrophie). Nimmt die Dicke der Muskelwand in der Kammer zu, wird diese dadurch meist steifer und verliert an Elastizität („diastolische Dysfunktion“). Dies äußert sich vor allem durch Kurzatmigkeit bei körperlicher Anstrengung. Ab einem Gewicht von circa 500 g („kritisches Herzgewicht“) können die Herzkranzgefäße das Herz nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgen. Es kommt zu einer Erweiterung des Herzens („Dilatation“), wodurch dieses nicht mehr ausreichend Blut in den Körper pumpen kann und eine Herzschwäche entwickelt (Herzinsuffizienz).

Für die Verdickung der Herzkammerwände kommen verschiedene Ursachen in Frage, zudem kann die Erkrankung je nach Ausprägung ganz unterschiedlich verlaufen. Generell wird zwischen einer natürlichen (physiologischen) Herzwandverdickung infolge intensiver sportlicher Aktivität („Sportlerherz“) und einer krankhaften (pathologischen) Herzwandverdickung durch dauerhafte Belastung des Herzens unterscheiden. In seltenen Fällen kommen auch erbliche Formen der Herzmuskelhypertrophie vor, die sich in der Regel nicht auf eine erhöhte Druckbelastung zurückführen lassen.

Symptome bei Herzwandverdickung

Durch die verminderte Pumpleistung infolge der krankhaften Herzwandverdickung kommt es zu Beginn vor allem bei körperlicher Anstrengung typischerweise zu einer verminderten Leistungsfähigkeit. Ebenso kann die Erkrankung zunächst aber auch völlig beschwerdefrei ablaufen, weshalb sie häufig erst relativ spät entdeckt wird. Ab einer gewissen Ausprägung leiden Betroffene oft unter Kurzatmigkeit bzw. Luftnot, Brustschmerzen (Angina pectoris), Herzrhythmusstörungen, Schwindel oder sogar Ohnmachtsanfällen. Ebenso zeigt sich die entstandene Herzschwäche vielfach auch durch chronische Müdigkeit, dicke Beine (Ödeme) und häufiges Wasserlassen. Ist die Erkrankung bereits fortgeschritten, treten die genannten Beschwerden nicht nur bei Anstrengung, sondern auch in Ruhe auf, wodurch körperliche Aktivität nahezu unmöglich wird. Hinzu kommt ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt.

Eine Herzmuskelhypertrophie kann lebensbedrohliche Folgen wie eine Herzschwäche oder einen Herzinfarkt haben. (Bild: psdesign1/fotolia.com)
Eine Herzmuskelhypertrophie kann lebensbedrohliche Folgen wie eine Herzschwäche oder einen Herzinfarkt haben. (Bild: psdesign1/fotolia.com)

Häufige Ursache für Herzwandverdickung: Bluthochdruck

Die häufigste Ursache für eine Herzmuskelhypertrophie ist ein dauerhaft bestehende Druckbelastung des Herzmuskels durch Bluthochdruck (Hypertonie). Der Herzmuskel verdickt sich in diesem Fall, um dem Druck in den Gefäßen standzuhalten. Bei der Hypertonie handelt es sich um eine weit verbreitete Erkrankung des Gefäßsystems, von der nach Information der Deutschen Hochdruckliga e.V. hierzulande fast jeder dritte Einwohner betroffen ist. Eine Hypertonie besteht, wenn der Blutdruck dauerhaft höher als 140/90 Millimeter Quecksilbersäule (mm Hg) liegt. Bei Blutdruckwerten zwischen 140/90 und 159/99 mm Hg wird diese als „leicht“ sowie bei Werten zwischen 160/100 und 179/109 mm Hg als „mittelschwer“ eingestuft. Bei noch höheren Werten wird von einer schweren Hypertonie gesprochen.

Bluthochdruck ist eine ernstzunehmende Gefahr, denn dadurch können im Laufe der Jahre wichtige Organe wie das Herz, die Herzkranzgefäße, das Gehirn, die Nieren und die Blutgefäße geschädigt werden. In der Folge können sich lebensbedrohliche Krankheiten entwickeln. Bluthochdruck gilt als Risikofaktor Nr. 1 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, welche wiederum für die meisten Todesfälle verantwortlich sind. Dementsprechend wichtig ist es, durch eine entsprechende Behandlung eine dauerhafte Senkung des Blutdrucks zu erreichen, um folgenschweren gesundheitlichen Schädigungen vorzubeugen.

Besteht der Bluthochdruck ohne direkte erkennbare Ursache, sprechen Mediziner von einer „primären“ oder „essenziellen“ Hypertonie. Diese kann verschiedene, nicht beeinflussbare Ursachen wie z.B. eine genetische Disposition oder ein höheres Lebensalter haben. Ebenso können aber auch beeinflussbare Risikofaktoren die Entstehung begünstigen. Hierzu zählen vor allem Übergewicht, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und anhaltender negativer Stress. Aber auch Rauchen, ein erhöhter Alkoholkonsum sowie ein hoher Kochsalzverbrauch können als Ursache eine wichtige Rolle spielen.

Ist der Bluthochdruck Folge einer anderen Erkrankung, ist von einer „sekundären Hypertonie“ die Rede. Diese deutlich seltener vorkommende Form wird häufig durch Nierenerkrankungen oder hormonelle Störungen z.B. während der Schwangerschaft oder durch eine Schilddrüsenüberfunktion verursacht. Ebenso kommen z.B. eine angeborene Einengung der Hauptschlagader (Aorta), das so genannte „Schlafapnoe-Syndrom“ oder die Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Antibabypille, Antirheumatika) als Auslöser in Betracht.

Häufig dauert es Jahre oder sogar Jahrzehnte, bis die ersten Symptome auftreten. Daher bleibt die Erkrankung oft lange unentdeckt, was ein großes Risiko darstellt – denn auch ohne erkennbare Beschwerden kann eine Hypertonie gravierende gesundheitliche Schädigungen verursachen. Es ist also sehr wichtig, bestimmte Alarmsignale ernst zu nehmen und diese medizinisch überprüfen zu lassen. Hierzu zählen beispielsweise Schlafstörungen, innere Unruhe, Stimmungsschwankungen, eine erhöhte Reizbarkeit und verminderte Leistungsfähigkeit. Besteht der Bluthochdruck schon länger und hat sich bereits auf die Organe ausgewirkt, können je nach betroffener Region auch Schwindel, Herzrasen, Kopfschmerzen, Ohrensausen, Kurzatmigkeit, übermäßiges Schwitzen oder Sehstörungen wichtige Warnzeichen sein.

Bluthochdruck ist die häufigste Ursache für eine Herzwandverdickung. Frühe Warnzeichen wie Schlafstörungen oder eine verminderte Leistungsfähigkeit sollten daher immer ernst genommen werden. (Bild: eyetronic/fotolia.com)
Bluthochdruck ist die häufigste Ursache für eine Herzwandverdickung. Frühe Warnzeichen wie Schlafstörungen oder eine verminderte Leistungsfähigkeit sollten daher immer ernst genommen werden. (Bild: eyetronic/fotolia.com)

Herzwandverdickung durch Aortenklappenstenose

Auch eine so genannte „Aortenklappenstenose“ kann zu einer Verdickung der Herzwand führen. Bei dieser Herzklappenerkrankung ist die Ausflussöffnung der Klappe verengt, wodurch diese sich nicht so weit öffnen kann, wie sie eigentlich sollte. In der Folge wird der Blutauswurf aus der linken Herzkammer erschwert und es entsteht ein Blutstau, der bis in die Lunge reichen kann. Dadurch kommt es zu einer erhöhten Druckbelastung auf die Herzkammerwand, welche das Herz durch eine Verstärkung der Muskulatur auszugleichen versucht. Je nach Ausprägung der Klappenverengung leiden Betroffene dadurch oft schon bei leichter Anstrengung unter Atemnot und Müdigkeit, möglich sind auch Schwindel, Brustschmerzen bzw. Beklemmungsgefühle (Angina pectoris), ein ausgeprägtes Schwächegefühl und Ohnmachtsanfälle.

Sportlerherz: Herzwandverdickung bei Leistungssportlern

Da es sich beim Herzen um einen Muskel handelt, kann dieser – wie jeder andere Muskel auch – durch Training wachsen. Leistungssportler haben oft ein vergrößertes Herz, welches daher auch als „Sportlerherz“ bzw. „Athletenherz“ bezeichnet wird. Die Veränderung entsteht durch die Verdickung der Muskeln infolge regelmäßiger Belastung – ist im Gegensatz zur pathologischen Vergrößerung des Herzens jedoch normalerweise kein Grund zur Sorge. Stattdessen handelt es sich um eine natürliche Anpassungsreaktion auf den Trainingsreiz, die prinzipiell reversibel ist. Ob jemand ein Sportlerherz entwickelt oder nicht, hängt von der Trainingszeit und -intensität ab, ebenso muss offenbar eine gewisse genetische Veranlagung vorliegen.

Bei gesundheits- oder freizeitsportlichen Aktivitäten entwickelt sich im Regelfall keine Vergrößerung des Herzens, bei Leistungssportlern und Personen mit entsprechender Veranlagung kann das Herz hingegen sogar bis auf das Doppelte im Vergleich zu Nicht-Aktiven anwachsen. Typischerweise tritt ein Sportherz in den klassischen Ausdauersportarten wie z.B. Langstreckenlauf, Radrennfahren oder Triathlon auf, welche durch einen zyklischen (regelmäßig wiederkehrenden) Bewegungsablauf gekennzeichnet sind. Sportarten mit azyklischen Bewegungsakten wie z.B. Ballspielsportarten haben in der Regel keine Verdickung der Herzmuskulatur zur Folge, da sie keine reinen Ausdauersportarten darstellen. Dementsprechend entwickeln auch Aktive im Bereich Kraft- und Sprintsport kein Athletenherz.

Das vergrößerte Herz führt zu mehr Leistungsfähigkeit. Denn das Schlagvolumen und Herzminutenvolumen verbessern sich, wodurch das Herz bei jedem Schlag mehr Blut in den Kreislauf pumpen kann. Unter Belastung wird der Organismus dadurch besser mit Sauerstoff versorgt und auch im Ruhezustand muss es seltener schlagen. Dementsprechend haben Ausdauersportler oft einen Ruhepuls im Bereich zwischen 35 und 50 Schlägen, während untrainierte Menschen auf 60 bis 100 Schläge in der Minute kommen. Gibt ein Athlet, bei dem sich im Laufe der Jahre ein Sportlerherz gebildet hat, die Aktivität auf, bildet sich die Herzmuskelmasse wieder zurück – ebenso wie bei anderen Muskeln, die nicht mehr trainiert werden. Das bedeutet natürlich auch, dass bei Ausdauersportlern eine längere, z.B. verletzungsbedingte Pause dazu führen kann, dass die Leistungsfähigkeit anschließend erheblich eingeschränkt sein kann und das Herz erst wieder gestärkt werden muss.

Die Rückbildung erfolgt unterschiedlich. So kann sich das Sportherz vollständig, aber auch nur teilweise zurückbilden, wofür genetische Einflüsse, aber auch eine sensiblere Reaktion der Herzmuskulatur auf geringe Trainingsreize verantwortlich sein können. Der Vorgang der Rückbildung erfolgt Schritt für Schritt und ist erst nach einigen Monaten vollständig abgeschlossen. Für den ehemaligen Aktiven besteht dabei keine Gefahr, daher sind auch keine speziellen Maßnahmen zur Vermeidung gesundheitlicher Risiken notwendig. Wer über viele Jahre hinweg Hochleistungssport betrieben hat, sollte dennoch langsam abtrainieren, damit sich Körper, Kreislauf, die Organe und das Herz an die geringere Belastung gewöhnen können.

Therapie bei Herzwandverdickung

Liegt eine pathologische Form der Herzwandverdickung vor, besteht das Ziel der Behandlung darin, das Herz zu entlasten und dadurch ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Die Therapie richtet sich dementsprechend nach der festgestellten Ursache. Da sehr häufig arterieller Bluthochdruck verantwortlich für die dauerhaft bestehende Druckbelastung des Herzmuskels ist, gilt es, diesen mithilfe entsprechender Maßnahmen richtig einzustellen. Moderate Formen der primären Hypertonie werden meist ohne den Einsatz von Medikamenten, sondern lediglich durch die Umstellung von Lebensgewohnheiten (gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, ausreichend Bewegung, Abbau von Stress, Verzicht auf Tabak und Alkohol) therapiert. Bestehen jedoch weitere kardiovaskuläre Risikofaktoren wie z.B. Übergewicht oder Diabetes, werden in der Regel blutdrucksenkende Medikamente eingesetzt, um lebensbedrohliche Schädigungen zu vermeiden. Liegt ein schwerer Bluthochdruck mit einem Wert von mehr als 180 bzw. 110 mmHg vor, ist jedoch auch ohne weitere Risikofaktoren eine sofortige Einnahme von Blutdruck-Medikamenten nötig.

Unterstützung bei der Regulierung des Blutdrucks bieten verschiedene Heilpflanzen wie z.B. Weißdornblüten, Schachtelhalmkraut, Melisse und Baldrian. Da die Ernährung möglichst salzarm sein sollte, eignen sich Kräuter als gesunde und zugleich aromatische Alternative zum Würzen der Speisen. Hier sind z.B. Liebstöckel und Basilikum dafür bekannt, dass sie einen positiven Effekt auf Hypertonie haben können.

Verschiedene Heilpflanzen wie Melisse oder Baldrian können eine gute Unterstützung bei der Behandlung bieten. ( PhotoSG/fotolia.com)
Verschiedene Heilpflanzen wie Melisse oder Baldrian können eine gute Unterstützung bei der Behandlung bieten. (Bild: PhotoSG/fotolia.com)

Als weitere bewährte Hausmittel gegen Bluthochdruck gelten unter anderem Apfelessig und rote Beeren, ebenso können verschiedene ätherische Öle im Rahmen der Aromatherapie zu einer Regulierung des Blutdrucks beitragen. Gut geeignet sind hier z.B. die Öle von Lavendel, Majoran oder Melisse. Im naturheilkundlichen Kontext kommt auch der Hydrotherapie bei der Behandlung von Bluthochdruck eine wichtige Rolle zu. Die bekannten Wasseranwendungen des Pfarrers Sebastian Kneipp wie morgendliche Wechselduschen oder ansteigende Fußbäder am Abend können hier sehr effektiv eingesetzt werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass extreme Kälteanwendungen den Blutdruck sogar noch erhöhen können und somit vermieden werden müssen.

Da Stress als einer der Hauptrisikofaktoren bei arterieller Hypertonie gilt, sind zudem psychotherapeutische Verfahren sowie verschiedene Methoden zum Stressabbau ein zentraler Baustein der naturheilkundlichen Behandlung von Bluthochdruck. Hier können z.B. Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Yoga oder Meditation sehr gute „Hilfe zur Selbsthilfe“ bieten, indem die Betroffenen lernen, ihre innere Ruhe und Balance zu bewahren und dadurch besser mit Stress umzugehen.

Liegt die Ursache für die Herzwandverdickung in einer Aortenklappenstenose, erfolgt die Behandlung in Abhängigkeit des Schweregrads der Erkrankung. Bei einer leichten Form der Klappenverengung ohne Symptome kann es schon ausreichend sein, wenn der Betroffene körperliche Anstrengung vermeidet und auf ausreichende Schonung achtet. In stärker ausgeprägten Fällen wird normalerweise eine operative Therapie durchgeführt, denn es gibt keine Medikamente, die eine Stenose rückgängig machen können. Der so genannte „Aortenklappenersatz“ kann dabei entweder durch eine offene Herzoperation oder einer katheterbasierte Aortenklappenimplantation (TAVI) durchgeführt werden, wobei die Methode der Wahl vom Gesundheitszustand des Patienten und der Beurteilung durch den Mediziner abhängt.

Generell ist eine pathologische Herzwandverdickung im Gegensatz zum „Sportlerherzen“ nicht umkehrbar bzw. vollständig heilbar. Wird die Erkrankung jedoch frühzeitig entdeckt, kann sie durch eine entsprechende Therapie und der Anpassung des Lebensstils in Schach gehalten werden. Wird sie erst sehr spät diagnostiziert, ist dies jedoch oft nicht mehr gut möglich. In diesem Fall besteht ein hohes Risiko für schwere Komplikationen wie z.B. eine Herzschwäche, einen Infarkt oder sogar einen plötzlicher Herztod. Aber auch in diesen Fällen werden derzeit invasive Eingriffe diskutiert, um die Wandverdickung des Herzens abzutragen. (nr)

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