Typhus
Typhus Definition
Typhus ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird und hohes Fieber sowie schwere Durchfälle auslöst. Der Name Typhus entstammt dem Griechischen (typhos = Dunst, Nebel) und beschreibt den typisch neblig-verwirrten Bewusstseinszustand, der im Verlauf der Erkrankung auffällt. Während die Krankheit in Ländern mit niedrigerem Hygieneniveau ein ernstes Problem darstellt, spielt sie in Mitteleuropa eine sehr untergeordnete Rolle. Nach Auslandsreisen sollte bei den beschriebenen Symptomen dennoch sofort an Typhus gedacht werden. Eine aktive Impfung soll Reisenden in Risikoländern 90 prozentigen Schutz gewähren.
Typhus:
Typhus
Synonyme
Ursache
Symptome
Komplikationen
Therapie bei Typhus
Behandlungsverbot für Heilpraktiker
Paratyphus
Synonyme
Typhus abdominalis; Bauchtyphus.
Ursache
Ursache für Typhus ist der Typhuserreger, das Bakterium Salmonella typhi, wird nicht nur von akut erkrankten Menschen über den Stuhl übertragen, sondern häufig auch von „Dauerausscheidern“ lange Zeit nach Verschwinden der Beschwerden. Die Keime können sich somit in Ländern mit niedrigen Hygienstandards über das Trinkwasser verbreiten, aber auch durch Händeschütteln übertragen werden.
Symptome
Typhuserreger bilden Geschwüre in der Darmwand, von wo aus sie über den Blutweg in alle Organe gelangen können. Etwa 14 Tage nach Aufnahme der Bakterien zeigen sich grippeähnliche Beschwerden mit eingeschränktem Allgemeinbefinden und Gliederschmerzen. Hauptsymptome sind weiterhin hohes Fieber (bis 40°C) und starke, z.T. blutige Durchfälle mit Bauchschmerzen. Zeitweise kommt es zu einem Ausschlag mit rötlichen Flecken auf der Bauchhaut.
Komplikationen
Komplikation können in Form von Herz-Kreislauf-Störungen, Nierenversagen oder Durchbrüchen der Darmgeschwüre in die Bauchhöhle (mit Peritonitisgefahr) auftreten. Manchmal kommt es zu Hirnhautentzündungen, Entzündungen des Knochenmarks (Osteomyelitis)oder einer lebensbedrohlichen Salmonellensepsis.
Therapie bei Typhus
Die Diagnose wird durch Erregernachweise in Blut, Stuhl bzw. Urin gestellt. Aufgrund der schweren Komplikationen ist eine Krankenhauseinweisung sinnvoll. Die Kranken werden isoliert, Wäsche und Ausscheidungen fortwährend desinfiziert. Die Therapie erfolgt mit Antibiotika. Dauerausscheider gelten erst nach zehn erregerfreien Stuhlproben als frei von Salmonellen.
Behandlungsverbot für Heilpraktiker
Nach dem Infektionsschutzgesetz §§ 34 besteht bei Typhus ein Behandlungsverbot für Heilpraktiker. Um Maßnahmen zur Linderung ergreifen zu können, bis ein Arzt die Behandlung übernimmt, sind Heilpraktiker jedoch darauf geschult, die Krankheit zu erkennen.
Paratyphus
Nahezu mit gleicher, jedoch abgeschwächter Symptomatik zeigt sich der Paratyphus. Diese Erkrankung wird durch die Bakterien Salmonella paratyphi A,B und C übertragen. (Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin, 27.07.2010)