Äpfel am besten feucht lagern

Sebastian

Gesundheit und geschmackvoll das ganze Jahr: Äpfel das ganze Jahr am besten feucht lagern

19.04.2011

Wer im Garten einen Apfelbaum hat, muss sich die Frage stellen, wie am Besten Äpfel gelagert werden. Äpfel in großen Mengen benötigen ein großes Raumangebot und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Am Besten eignen sich feuchte/kalte Kellerräume mit Ziegel- oder Lehmböden. Darauf verweist aktuell die Ernährungs-Initiative „Slow Food“.

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Hohe Luftfeuchtigkeit beim Apfel-Einlagern
Damit die Äpfel sich nicht zusammen ziehen und „schrumpeln“, sollte eine genügend hohe Luftfeuchtigkeit von mindestens 60 Prozent vorhanden sein, erklärt Markus Wagner von Slow Food. Zudem sollte die Temperatur im Keller gleichbleibend bei drei bis sechs Grad Celsius liegen. Damit die Früchte nicht anfangen faulig zu werden, sollten die Äpfel flach auf Zeitungspapier nebeneinander ausgelegt werden. Nicht alle Äpfel eignen sich jedoch zum Einlagern. Sehr gut eignen sich nach Angaben des Experten Elstar Äpfel und grüne Glockenäpfel.

Wer nur geringe Mengen lagern will oder keinen eigenen Kellerraum besitzt, kann die Äpfel auch in einem Folienbeutel bei Zimmertemperatur aufbewahren. "Das ist wichtig, sonst ziehen die Äpfel Feuchtigkeit und schimmeln rasch", sagt Apfelspezialist Wagner. Im Anschluss soll die Tüte ein paar mal mit kleinen Löchern versehen werden, die dann im Keller aufbewahrt werden.

Äpfel sind sehr gesund und können verschiedenartig im Haushalt eingesetzt werden. Für Backrezepte eignen sich vor allem die Apfelsorten Boskoop, Ontario oder Finkenwerder Herbstprinz. Diese Sorten zerfallen beim Backen nicht. Für einen Apfelmus eignen sich die Sorten Gravensteiner, James Grieve oder Klaräpfel. Wer einen Apfelsaft selbst herstellen will, könnte die Sorten Belepsch, Boskoop oder Cox Orange verwenden.

Äpfel halten fit und fördern die Gesundheit
In Äpfel sind weit über 30 Vitamine und Spurenelemente enthalten. Darunter Kalium und andere wertvolle Mineralstoffe wie Phosphor, Kalzium, Magnesium oder Eisen. Die meisten positiven Stoffe sind vor allem in der Apfelschale enthalten. Wer also einen Apfel schält, schält auch die meisten Wirkstoffe mit ab. Die Schale ist zudem reich an ungesättigten Fettsäuren und bioaktiven Substanzen. Bis zu 30 Milligramm Vitamin-C sind in der Apfelschale enthalten. Um keine Schadstoffe mit der Schale aufzunehmen, empfiehlt es sich den Apfel gründlich zu waschen oder am Besten gleich auf Bioäpfel zurück zugreifen.

Äpfel als Hausmittel
In der Naturheilkunde ist der Apfel als einen Jahrhunderte altes Hausmittel gegen Durchfall bekannt. Hierzu reibt man den Apfel mit der Schale und isst diesen langsam mit viel Flüssigkeit auf. Bei Halsschmerzen eignet sich Apfelessig. Hierzu trinkt man ein Glas mit heißem Wasser, 1 Löffel Honig und ein Teelöffel Apfelessig. Gut vermischen und Schlückchen weise austrinken. (sb)