Aggressive Kinder dank Softdrinks?

Heilpraxisnet

Machen Softdrinks Kinder aggressiv?

20.08.2013

Ob Cola, Sprite oder Orangenlimonade: Gerade wegen des hohen Zuckergehalts sind Softdrinks so beliebt bei Kindern. Doch der hohe Zuckergehalt in ihnen schadet nicht nur erwiesener Maßen dem Körper, sondern soll auch das aggressive Verhalten fördern.

Zu diesem Ergebnis kamen Forscher von gleich drei amerikanischen Universitäten. Sie haben insgesamt die Daten von 2.929 Kinder im Alter von fünf Jahren ausgewertet. In den Fokus rückte das Aggressionsverhalten, die Konzentrationsfähigkeit und das allgemeine soziale Verhalten. Längst ist aus früheren Studien bekannt, dass diese Getränke Depressionen und sogar Selbstmordgedanken bei Jugendlichen verstärkt hervorrufen. Insgesamt waren 52 Prozent der Probanden Jungen. 43 Prozent von ihnen tranken jeden Tag ein Glas Limonade. Vier Prozent tranken sogar vier oder mehr Gläser. Eine Kontrollgruppe trank nur Wasser.

Softdrinks erhöhen die Aggressionen und mindern die Aufmerksamkeit
Die Studienleiterin der Universität von Columbia, Shakira Suglia, stellte fest, dass mit jedem Glas mehr Limonade die Punktezahl im Test für aggressives Verhalten stieg. Bei Kindern, die besonders viel von der süßen Brause tranken, war Vandalismus und aggressives Verhalten stärker ausgeprägt als bei anderen. Auch die Aufmerksamkeitsfähigkeit war bei Ihnen niedriger.

Für die Autoren der Studie ist jedoch unklar, ob diese Ergebnisse einzig auf den hohen Zuckeranteil, das Koffein oder auf die Zusätze wie Aspartam und Phosphorsäure zurück zuführen sind. Denn auch ein zu niedriger Zuckerspiegel kann das Aggressionspotenzial erhöhen. Als wissenschaftlich nicht einwandfrei ist zudem die Tatsache zu bewerten, dass die Mütter über das Verhalten ihrer Kinder befragt wurden. So kann nicht ausgeschlossen werden, ob die Ergebnisse wirklich einer wissenschaftlichen Objektivität unterliegen, oder nur Empfindungen der Mütter sind. Die Forscher haben des Weiteren keine genauen Angaben zur Trinkmenge gemacht. Die Portionen könnten alle unterschiedlich gewesen sein. Fazit: Nun muss in weiteren Studien der genauen Zusammenhang zwischen dem Verhalten und dem Softdrink-Konsum untersucht werden, um eine wissenschaftlich eindeutig belegte Aussage treffen zu können. Die aktuelle Untersuchung liefert allerdings starke Hinweise darauf, dass diese Zusammenhänge bestehen. (fr)

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