Dioxin-Eier auch in Bayern

Sebastian

Erster Dioxin-Fund auch in Bayern: Gesundheitsbehörden entdecken verseuchte Eier im Handel

20.04.2012

Wie das bayrische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte, wurden PCB und Dioxin Eier auch in Bayern im Handel verkauft. Lebensmittelkontrolleure haben nach Aussagen der Behörde kontaminierte Hühnereier in mindestens einem Geschäft entdeckt. Die Eier stammen aus den drei mittlerweile gesperrten Hühnerhöfen in Niedersachsen. Höfe in Bayern sind nicht betroffen.

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Nachdem in Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen von Dioxin-Funden betroffen sind, haben Kontrolleure auch in Bayern verseuchte PCB Eier entdeckt. Die Eier stammen von niedersächsischen Betrieben, wie das Landesgesundheitsamt in Erlangen feststellte. Die Beamten haben insgesamt 16 Eierkartons verseuchte Eier in dem Lebensmittelgeschäft gefunden, wie eine Sprecherin erklärte. Verbraucher, die in ihrem Kühlschrank Eier mit der Stempelnummer 0-DE-0357661 finden, sollten die Eier in keinem Fall verzehren, sondern im Hausmüll entsorgen. Auf Rücksicht auf weitere Untersuchungen wolle die Behörde jedoch nicht mitteilen, wo genau die Dioxin-Eier im Freistaat lokalisiert wurden. Auch den betroffenen Laden oder Supermarkt nannte die Sprecherin nicht.

Die weiteren Stempelnummern lauten: 1-DE-0354451, 1-DE-0354452, 1-DE-0354453 und 1-DE-0352691. Eier mit genannten Nummern wurden bislang nicht in Bayern gefunden. Bürger, die dennoch Eier mit den Quellnummern im Handel finden, sollen sich umgehend an die Behörden wenden.

Die Kontrolleure wurden durch einen Hinweis auf die gelagerten Eier in dem Geschäft aufmerksam. Ein Hinweis hatte ergeben, dass die Eier aus Niedersachsen stammen. Nun wollen die Lebensmittelexperten die Lieferwege nachvollziehen, um weitere Funde ein- oder auszuschließen.

Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr bestehe derzeit für die Bevölkerung nicht, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin betonte. Die festgestellten Grenzwerte seien zwar deutlich überschritten, ein kurzfristiger Konsum löse aber noch keine Gesundheitsfolgen aus. Bislang ist nicht geklärt, wie die Schadstoffe in die Eier gelangt sind. Der Boden scheidet als Quelle derzeit aus. (sb)