Gesundheitsgefahr durch Beifuß-Ambrosie

Heilpraxisnet

Gesundheitsgefahr durch allergieauslösende Beifuß-Ambrosie

17.06.2014

In Sachsen wurde eine Infokampagne zur Bekämpfung der allergieauslösenden Beifuß-Ambrosie gestartet. Diese ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanze gilt als das weltweit stärkste Pollenallergen. Sie kann unter anderem Heuschnupfen und Asthma auslösen.

Ambrosia breitet sich seit Jahren in Europa aus
In Sachsen wurde eine Infokampagne zu allergener Beifuß-Ambrosie gestartet. Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanze, die auch Ambrosia genannt wird, breitet sich seit Jahren immer stärker in Europa aus. Sie gilt als das weltweit stärkste Pollenallergen und kann bei Allergikern massive Symptome wie eine ständig laufende Nase, Atemnot, Husten, Asthma, Augenschwellungen, Kopfschmerzen und andere Heuschnupfenbeschwerden auslösen. Zudem kann sie zu einer Augenentzündungoder Bindehautentzündung führen.

Ministerium informiert über die Gesundheitsgefahr
Mit dem vom sächsischen Gesundheitsministerium herausgegeben Faltblatt „Gesundheitsgefahr durch die Beifußambrosie“ soll nun die Bevölkerung über Aussehen und die Vernichtung der sich rasant ausbreitenden Pflanze informiert werden. Die Flyer werden beispielsweise über Ärzte, Gesundheitsämter, Krankenhäuser, Naturschutzverbände, Kleingartenvereine und Jugendherbergen im ganzen Freistaat verteilt. „Die Pflanze ist gefährlich und deshalb muss sie überall vernichtet werden“, erklärte Sozialministerin Christine Clauß (CDU). Sie betätigte sich am Montag öffentlichkeitswirksam und riss am Dresdner Carolaplatz symbolisch eine der gefürchteten Pflanzen aus. Die Politikerin erklärte, dass die Pflanze mit Handschuhen samt Wurzeln aus dem Boden gerissen, in eine Plastiktüte gepackt und im Restmüll entsorgt werden solle.

Bürger sollen Vorkommen melden
Die Sachsen sollen zudem animiert werden, über einen Online-Bogen gesichtete Vorkommen zu melden. Ziel sei es, die eingeschleppte Pflanze flächendeckend zu vernichten, wie es am Montag aus dem Gesundheitsministerium in Dresden hieß. Die in Buschform als gedrungene Pflanze wachsende Ambrosia gehört zu den Korbblütlern und kann bis zu eineinhalb Meter hoch wachsen. Das Ministerium in Dresden warnt auch vor möglichen Kreuzallergien. In dem Informationsflyer heißt es: „Es sind Kreuzallergien im Lebensmittelbereich wie z.B. bei Banane, Melone, Tomate, Gurke, Kürbis und Basilikum bekannt.“ In der Naturheilkunde können zur Behandlung einer Ambosiaallergie unterschiedliche Methoden wie Akupunktur, Hypnose, Eigenbluttherapie, Darmsanierung, Vitalstofftherapie und Homöopathie angewendet werden. Die schulmedizinische Therapie setzt hingegen in der Regel auf die Verabreichung von Antihistaminika und Glukokortikoiden (Cortison). (ad)

Bild: M.E. / pixelio.de