Hochansteckendes Rinder-Herpes ausgerottet

Heilpraxisnet

Hochansteckendes Rinder-Herpes ausgerottet

03.03.2015

In Ostdeutschland gilt die hoch ansteckende Rinderseuche BHV1 als ausgerottet. Das haben die zuständigen Behörden bekannt gegeben. Vor kurzem war zudem darauf hingewiesen worden, dass die aufgrund der Vogelgrippe verhängte Stallpflicht größtenteils aufgehoben wurde.

Hoch ansteckende Rinderseuche gilt als ausgerottet
Die hoch ansteckende Rinderseuche BHV1 gilt in Ostdeutschland einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa zufolge als ausgerottet. Demnach teilte das Schweriner Agrarministerium mit, dass die für Tierseuchenbekämpfung zuständigen obersten Landesbehörden Sachsens, Sachsen-Anhalts, Brandenburgs, Berlins und Mecklenburg-Vorpommerns bekanntgegeben haben, dass die Bekämpfung von BHV1 – Bovines Herpes Virus Typ 1 -, einer Infektion von Rindern, abgeschlossen werden konnte. Thüringen und Bayern waren den Angaben zufolge schon früher frei von dem Virus.

Stallpflicht für Geflügel zum Großteil aufgehoben
Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (Mecklenburg-Vorpommern) erklärte, dass dies einen Impuls für den gesamten Handel gerade im Zuchtbereich geben könne. Wie es heißt, seien neben den deutschen Bundesländern auch Österreich, Dänemark, Finnland, Schweden sowie die Provinz Bozen in Italien als BHV1-freie Regionen anerkannt. Noch eine weitere Nachricht sorgte kürzlich für Erleichterung bei Zuchtbetrieben in Ostdeutschland: In Sachsen-Anhalt wurde die Stallpflicht für Geflügel, die aufgrund der Vogelgrippe verhängt worden war, zum Großteil aufgehoben.

Für Menschen ungefährlich
Die weltweit verbreitete BHV1-Infektion ist hierzulande eine anzeigepflichtige Seuche. Für den Import von Tieren aus Regionen, in denen das Virus noch verbreitet ist, gelten besondere Vorschriften wie zum Beispiel Quarantäne und Untersuchungen auf das Virus. Rinder, die an einer Infektion mit BHV1 leiden, zeigen in der Regel Symptome in den oberen Atemwegen (Nase und Luftröhre) und hohes Fieber. Durch die Infektion können erhebliche wirtschaftliche Schäden verursacht werden. Das Virus gilt für den Menschen als ungefährlich. (ad)

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Bild: Aka / pixelio.de