Immer mehr Infektionen mit Rotaviren

Heilpraxisnet

In Düsseldorf nehmen Infektionen mit Rotaviren zu

16.07.2014

In Düsseldorf haben sich im Jahr 2013 274 Menschen mit Rotaviren infiziert. Das ist ein Anstieg von 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie aus dem jüngst veröffentlichten Jahrbuch des Robert-Koch-Instituts (RKI) für meldepflichtige Krankheiten hervorgeht. Demnach sind Infektionen mit Rotaviren bei Säuglingen und Kleinkindern die häufigste Ursache für akute und gefährliche Magen-Darm-Infektionen.

Infektionen mit Rotaviren sind für Säuglinge besonders gefährlich
Rotviren verursachen schwere Magen-Darm-Infektionen, die meist mit starkem Durchfall, Übelkeit und Erbrechen sowie Fieber einhergehen. Insbesondere bei Babys und Kleinkindern im Alter von sechs Monaten bis zwei Jahren sind die Infektionen gefährlich, da ihr Körper schnell austrocknen und in einen lebensbedrohlichen Zustand geraten kann. Die Ansteckung mit den Rotaviren erfolgt „überwiegend durch fäkal-orale Schmierinfektion, aber auch durch verunreinigtes Wasser und verunreinigte Lebensmittel“, informiert das RKI in seinem Bericht. „Hauptansteckungsquelle ist der Mensch.“

Die Ständige Impfkommission am RKI empfiehlt deshalb die Rotavirus-Impfung für Säuglinge, die seit 2006 in Europa verfügbar ist. Ab einem Alter von sechs Wochen kann eine allgemeine Rotavirus-Schluckimpfung durchgeführt werden. Viele Krankenkassen unterstützen diese Empfehlung. „Studien haben gezeigt, dass die Impfung zu 96 bis 98 Prozent vor schweren Verläufen einer Rotaviren-Infektion schützt", erläutert Harald Netz, Sprecher der Techniker Krankenkasse in Nordrhein-Westfalen. Eltern können sich bei ihrem Kinderarzt über den Nutzen und die Risiken einer Impfung gegen Rotaviren informieren. Die Impfung gilt als Vorsorgemaßnahme, deren Kosten im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. (ag)

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Bild: Sebastian Karkus / pixelio.de