Salami mit mehr Vitamin C als ein Apfel

Heilpraxisnet

Auch Wurst enthält Vitamin C: Besser als ein Apfel ist die Wurst noch lange nicht

16.11.2013

Ist eine Salami ungesund? Forscher wiesen nach, dass eine Salami mehr Vitamin C enthält als ein Apfel. Der Grund: Mit dem künstlichen Vitamin soll die Wurst haltbar gemacht werden. Doch ist die Salami deshalb gesünder als ein Apfel? Mitnichten, denn ein Apfel hat nach Meinung von Ernährungsexperten einfach viel mehr zu bieten.

Gutes Essen soll nicht nur den Gaumen erfreuen. Über die Ernährung zieht sich der Körper Energie und durch sie wird auch der Bedarf tägliche Bedarf an wichtigen Nährstoffen gedeckt. Gemüse, Vollkornprodukte, Obst sind Lebensmittel, die bekannterweise Vitamine, Ballaststoffe und Mineralstoffe enthalten, die der Körper nur bedingt selber erzeugen kann. Diese Produkte spielen eine wichtige Rolle in der Ernährung und sollten regelmäßig und in ausgewogenem Maße dem Körper zugeführt werden. Doch nicht alle Nährstoffe können über diese Lebensmittel in ausreichenden Menge dem Körper zugeführt werden.

Auch in Wurst – und Fleischwaren sind Vitamine enthalten. Speziell Vitamin C, das vorwiegend in der Fleischverarbeitung als Konservierungsstoff eingesetzt wird, damit die Erzeugnisse länger genießbar sind und um Verfärbungen zu vermeiden, lassen sich in Wurstwaren finden. Dies geschieht durch den Zusatz von Ascorbinsäure. Pro 100 Gramm werden im Schnitt 30 bis 100 Milligramm verwendet. Durch die Hinzugabe enthalten Wurstwaren mitunter einen höheren Vitamingehalt, als Obst oder Gemüse. Auch fettlösliche Vitamine, wie die Vitamine E und A, sowie eine Reihe von wasserlöslichen Vitaminen: B1, B2, B6 und das Provitamin Folsäure sind in Wurst und Fleisch enthalten. Ein Apfel enthält im Schnitt 12 Milligramm Vitamin C auf 100 Gramm. Das bedeutet nicht, wie viele anderen Medien gerade berichten, dass Wurst als Ersatzlieferant für essentielle Nährstoffe dienen könnte. Denn neben den gesunden Vitaminen enthalten Obst und Gemüse auch viele Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe (Phytamine), die gut für die Verdauung sind und das Immunsystem stärken.

Durch den Konsum von Fleisch und Wurst nimmt der Körper auch tierischen Fette (gesättigte Fettsäuren) auf , die im Körper eingelagert werden und bei übermäßigem Verzehr zu Übergewicht führen können. Das Risiko für Folgeerkrankungen wie beispielsweise Herzinfarkte, Schlaganfall, Diabetes und auch einige Krebsleiden erhöht sich ebenfalls.Generell lässt sich sagen, dass auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden sollte. Ob der Konsum von Fleisch- und Wurstwaren unbedingt dazu gehört, muss jeder für sich selbst entscheiden. Eine fleischlose Ernährung erfordert sicherlich, dass man sich mehr mit anderen Lebensmitteln auseinander setzten muss.

Eine stärker auf Pflanzen basierende Nahrung ist nicht nur gesünder, sondern der Anbau von Obst und Gemüse spart im Vergleich zur Produktion von Fleisch auch Wasser, Energie und das ist gut für das Klima. (fr)

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Bild: Pascua Theus / pixelio.de