Schlechte Noten für Tiefkühl-Nudelgerichte

Astrid Goldmayer

Stiftung Warentest: Schlechte Bewertungen für Tiefkühl-Nudelgerichte

26.01.2012

Die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest untersuchte 24 Tiefkühl-Nudelgerichte und veröffentliche die Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Test“: Nur dreizehn Nudelgerichte schnitten mit der Bewertung „gut“ ab. Bei einem Produkt wurde Schweinefleisch nachgewiesen, obwohl auf der Verpackung „mit Gemüsefüllung“ angegeben war. Das ist um so ärgerlicher, wenn Fleischverächter von einer vegetarischen Zusammensetzung ausgehen. Insgesamt kommen aber die Verbraucherschützer von Stiftung Warentest zu dem Testurteil, „Tiefkühl-Nudelgerichte können ausgewogene Mahlzeiten ersetzen.“

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Nur fünf von 24 Tiefkühl-Nudelgerichten schmecken fast wie selbst gekocht
Stiftung Warentest untersuchte 24 Tiefkühl-Nudelgerichte verschiedener Hersteller, mit und ohne Fleisch, von Bami-Goreng bis Tortellini in Käse-Sahne-Soße. Die Bewertung reicht von „gut“ bis „mangelhaft“.

Immerhin dreizehn der 24 Gerichte erhielten das Urteil „gut“. Bei 16 wurden keine Zusatzstoffe gefunden. Drei Tiefkühlgerichten wurden jedoch Aromastoffe zugesetzt. Drei der Tiefkühl-Nudelgerichte von Frosta und zwei von Iglo schmeckten den Testern von Stiftung Warentest „fast so gut wie selbst-gekocht“.

Schweinefleisch obwohl Gemüsefüllung angegeben war
Bei drei Nudelgerichten wurde ein Geruch nach Fertigsoße festgestellt. Bei drei weiteren Gerichten überdeckte die Sojasoße alles. Ein Bami-Goreng-Gericht der Marke „Jütro“ wurde mit „mangelhaft“ bewertet, da „das Fleisch leicht alt und trocken, das dafür Gemüse dumpf und bitter“ war, so Stiftung Warentest. Ebenfalls mit dem Urteil „mangelhaft“ versehen, wurden die „Mama Mancini“ Tortellini Käse-Sahne von Aldi (Nord). Obwohl auf der Verpackung „mit Gemüsefüllung“ angegeben war, wurde beim Test Schweinefleisch nachgewiesen. In diesem Zusammenhang warnen vegetarische Initiativen sich allein auf Werbeslogans der Lebensmittelhersteller zu verlassen und stattdessen "genau die Inhaltsangaben der Produkte zu studieren". Besser sei, "selbst zu kochen."

Abschließend kam Stiftung Warentest zu dem Urteil, dass viele „Tiefkühl-Nudelgerichte ausgewogene Mahlzeiten“ sein können. Allerdings sei der Fettanteil der einzelnen Gerichte sehr unterschiedlich. Dieser schwanke bei einer 400-Gramm-Portion von 5 bis 32 Gramm. Alle Ergebnisse und eine ausführliche Testbeschreibung der Tiefkühl-Nudelgerichte sind in der Februar-Ausgabe der hauseigenen Zeitschrift Test veröffentlicht. Im Test waren 24 tiefgekühlte Nudelgerichte mit und ohne Fleisch, und zwar neunmal Bami Goreng, fünfmal Nudelgerichte mit Hähnchenfleisch, fünfmal Nudelgerichte mit Spinat Gorgonzola und fünfmal Tortellini/Tortelloni mit Käse-Sahne-Soße. (ag)