Skandinavischer Räucherlachs mit Listerien

Sebastian

Ostsee Fisch ruft Premium Skandinavischer Räucherlachs 200g aus dem Handel zurück

17.09.2012

Der Fischfabrikant Ostsee Fisch hat eine Rückrufaktion seines Produktes Ostsee Fisch Premium Skandinavischer Räucherlachs 200g gestartet. Die Charge mit dem Verbrauchsdatum 16. September 2012 könne nach Angaben des Unternehmens pathogene Mikroorganismen enthalten. Verbraucher sind dazu aufgerufen, den Lachs in keinem Fall zu essen, sondern gegen Erstattung des Kaufpreises zum Händler zurück zubringen. Der Verzehr könne gesundheitliche Folgen haben, wie das Ostsee Fisch GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG (nähe Rostock) betonte.

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Verbraucher, die den „Premium Skandinavischer Räucherlachs“ in der Verpackung 200g mit der Nummer 3521B gekauft haben, sollten diesen in keinem Fall verzehren. Bei einer Routineuntersuchung wurden pathogenen Mikroorganismen Listeria monocytogenes im Labor nachgewiesen.

Die Bakterien des Stammes Listerien können zu einer Listeriose führen. Die Infektionskrankheit äußert sich mit Grippeähnlichen Symptomen wie Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Durchfall und Bauchschmerzen. Im weiteren Verlauf können Fieber und Lähmungserscheinungen dazu kommen. In einigen Fällen führte die Erkrankung bereits zum Tode. Während gesunde Menschen die Listerien-Keime meist ohne Komplikationen ausscheiden, sind allerdings Personengruppen mit einem geschwächten Immunsystem im besonderen Maße gefährdet. Dazu gehören auch Schwangere, Kinder und ältere Menschen. Schwangeren ist sowieso generell davon abzuraten, rohes Fleisch oder Fisch zu essen, da sie besonders anfällig für schwerwiegende Krankheiten sind.

Wie das Unternehmen betonte, ist lediglich die benannte Charge von dem Rückruf betroffen. Alle anderen Sorten und Chargen können ohne Probleme konsumiert werden. Der Räucherlachs wird insbesondere in den Bundesländern Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz vertrieben. „Andere Codierungen können sorglos konsumiert werden.“ (sb)

Bild: Henrik Gerold Vogel / pixelio.de