Sommergrippe: Nicht gleich zu Antibiotika greifen

Sebastian

Internisten-Verband: Bei einem grippalen Infekt oder einer Bronchitis sind nicht immer Antibiotika Arzneien sinnvoll.

(27.07.2010) Der Verband der Deutschen Internisten weist darauf hin, dass bei einem sog. Sommergrippe Antibiotika nicht immer sinnvoll sind. Denn bei hohen, sommerlichen Temperaturen werden solche Infekte zumeist von Viren ausgelöst, gegen die sowieso keine Antibiotika Medikamente helfen. Ärzte sollen deshalb bei einem Verdacht auf einen grippalen Infekt oder einer Bronchitis nicht sofort Antibiotika verschreiben.

Dr. Wolfgang Wesiack vom Berufsverband Deutscher Internisten erläutert, dass diese Erkrankungen typisch für die warmen Jahreszeiten sind. Gegen virale Infekte helfen sowieso nur sogenannte Virustatika. Werden dennoch Antibiotika Medikamente verordnet, können diese der Gesundheit des Patienten sogar mehr schaden, als nutzen. Möglich sind u.a. Allergien oder entsprechende Nebenwirkungen wie Magenschmerzen, Bauchschmerzen, Durchfall, Sonnenlicht-Empfindlichkeit bis hin zu Leber- und Nierenschädigungen.

Mehr zum Thema:

Ob es sich um eine bakterielle oder virale Infektion handelt, könne der Arzt am abgehusteten Sekret erkennen. Ist das Sekret durchsichtig oder weiß, sind Viren die Krankheitsverursacher. Auch schnell ansteigendes Fieber weist auf Viren als Verursacher hin. Ist das abgehustete Sekret eher grün- oder gelblich, liegt eine bakterielle Infektion vor. Hierbei steigt das Fieber nur langsam.

Hierzu eine Hinweis von Heilpraxisnet.de: Bei einem Viren-Infekt ist in der Regel der Verlauf der Krankheit komplikationslos und die Symptome klingen nach ein bis zwei Wochen ab. Um eine Genesung des Patienten zu unterstützen, sind auch Naturheilkunde Behandlungen sinnvoll. Diese Behandlungsweisen können selbstständig in Absprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker durchgeführt werden. (sb)