Warnung vor Schlankheitsmittel „Pure Caffeine 200“

Sebastian

NRW Gesundheitsministerium warnt vor gefährlichem Schlankheitmittel

26.04.2013

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium warnt vor dem Konsum des angeblichen Schlankheitsmittels „Pure Caffeine 200mg“. Das Mittel, dass vornehmlich in Onlineshops im Internet vertrieben wird, enthält toxische Stoffe und sei zudem krebserregend. Schon geringe Mengen des enthaltenen giftigen Stoffes kann tödlich wirken. Das Mittel, das angeblich schlank machen soll, wird als Nahrungsergänzungsmittel verkauft.

Krebs oder plötzlicher Herztod
„Die Substanz DNP ist giftig und steht im Verdacht, Krebs auszulösen. Besonders gefährlich ist, dass sich die Substanz im Körper anreichert (Kumulation) und somit auch geringe Dosierungen schwerwiegende und lebensbedrohliche Wirkungen, wie zum Beispiel Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen, rasante Überhitzung des Körpers, Atemnot, Multiorganversagen und vieles mehr hervorrufen können“, schreibt das Ministerium in einer aktuellen Stellungnahme. In der jüngeren Vergangenheit sei es zu „mehreren Todesfällen in Zusammenhang mit dem Wirkstoff DNP“ gekommen. DNP reichert sich im Laufe der Zeit im Körper an. Im weiteren verlauf kommt es dann zum Abfall des Blutdrucks sowie zu Atemnot, erläuterte auch die Giftnotrufzentrale in Bonn.

Hypermetabolischer Zustand
Die Substanz DNP versetzt den Körper in einer Art „hypermetabolischen Zustand“. Die mit der Nahrung aufgenommenen Kalorien werden in Wärme (künstliches Fieber) umgewandelt, weshalb Konsumenten nicht selten eine bedrohlich hohe Körper-Temperatur erreichen und daran versterben. Erste Symptome sind Fieber, trockener Mund, Kreislaufprobleme, Herzrasen und Kopfschmerzen. Daraus folgend können auch ein plötzlicher Herztod oder ein Lungenödem sich ereignen.

Konsumenten sollen Arzt informieren
Auf Internetseiten wird das Mittel DNP als „Fettverbrenner“ angepriesen. Vor allem Bodybuilder verwenden das Mittel, ohne sich eingehend über die gesundheitlichen Gefahren zu informieren. Die Arzneimitteluntersuchungsstelle Nordrhein-Westfalen in Münster hatte einen Gehalt von etwa 300 mg 2,4-Dinitrophenol (DNP) je Pille ermittelt. Wer den Verdacht hegt, DNP bereits konsumiert zu haben, sollte auf dem schnellsten Wege „einen Arzt darüber in Kenntnis setzen oder die Giftnotrufzentrale anrufen“, warnte die Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Bündnis 90/Die Grünen). (sb)

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