Neue Fakten über die Parkinson-Krankheit

Alfred Domke

Informationen zur Parkinson-Erkrankungen

13.04.2014

Millionen Menschen weltweit leiden an der neurodegenerativen Erkrankung Morbus Parkinson. Die Krankheit ist zwar trotz aller medizinischen Fortschritte nicht heilbar, doch mittlerweile lassen sich die Symptome lindern. Anlässlich des Welt-Parkinson-Tages gibt es hier ein paar wissenswerte Informationen über die Erkrankung.

Über vier Millionen Menschen mit Parkinson
Der ehemalige Weltklasseboxer Muhammad Ali und der US-amerikanische Schauspieler Michael J. Fox sind nur zwei prominente Vertreter; mit ihnen leiden weltweit über vier Millionen Menschen an der neurodegenerativen Erkrankung Morbus Parkinson. In Deutschland sollen es bis zu 400.000 Betroffene sein. Laut Expertenschätzungen kommen jährlich bis zu 15.000 Patienten hinzu. Als Grund für die starke Zunahme wird vor allem die steigende Lebenserwartung angesehen. Am Freitag fand der Welt-Parkinson-Tag statt, ein guter Anlass, um sich etwas mehr über die Erkrankung zu informieren.

Eindeutige Ursache für Krankheit ist nicht belegt
Parkinson tritt nur in seltenen Fällen vor dem 40. Lebensjahr auf. Meist beginnt die Erkrankung zwischen dem 50. und 79. Lebensjahr, wobei Menschen zwischen Ende 50 und Anfang 60 am häufigsten betroffen sind. Bei der Krankheit, die im Gehirn beginnt, sterben in einem bestimmten Gehirnareal Nervenzellen ab, wodurch die Weiterleitung des Botenstoffes Dopamin, der für wichtige körperliche und geistige Mechanismen zuständig ist, eingeschränkt wird. Eine eindeutige Ursache für die Krankheit ist bis heute nicht belegt worden. In den meisten Fällen tritt sie ohne erkennbare Ursache auf. Es gibt jedoch Hinweise, dass Parkinson in seltenen Fällen vererbt werden könnte. Als eine weitere mögliche Ursache gilt die verstärkte Belastung mit Umweltgiften wie Pestiziden oder Schwermetallen. Nach heutigem medizinischen Wissensstand ist die Krankheit nicht ansteckend.

Keine verlässliche Diagnose nach ersten Symptomen
Zu den ersten möglichen Anzeichen der Krankheit zählen eine Verschlechterung des Riechvermögens, andauernde Verstopfung, Probleme beim Wasserlassen und Erektionsstörungen, depressive Verstimmungen, allgemeine Müdigkeit, Gedächtnisschwäche, Schweißausbrüche, Schlafstörungen und innere Unruhe. Da diese frühen Symptome jedoch auch bei zahlreichen anderen Krankheiten auftreten, lässt sich daraus keine verlässliche Diagnose stellen. Derzeit entwickelten Forscher sogenannte Biomarker, um Parkinson eindeutig erkennen zu können. Zu den späteren Symptomen zählen eine Verlangsamung der Bewegungs- und Handlungsabläufe sowie Schmerzen und Verspannungen am Bewegungsapparat, insbesondere Nackenverspannungen. Das Gesicht wird zu einer Art Maskengesicht. Außerdem treten Gleichgewichtsstörungen auf und das typische Zittern, das erst auf einer Körperseite und dabei meist in der Hand oder im Arm, beginnt.

Symptome der Krankheit lassen sich lindern
Auch wenn die Krankheit nicht heilbar ist, kann man doch oft die Symptome lindern, so dass den Patienten eine gute Lebensqualität ermöglicht wird. Dafür ist eine individuelle Behandlung nötig, die sich nicht nur auf die Hauptsymptome konzentriert, da Begleiterscheinungen wie Schluckstörungen, Schlafprobleme oder Übelkeit das Leben der Patienten häufig zusätzlich belasten. Therapiemöglichkeiten, die für Parkinson-Patienten zur Verfügung stehen, sind unter anderem Dopamin-Tabletten oder auch Medikamentenpflaster, die den Wirkstoff gleichmäßig über 24 Stunden direkt über die Haut unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes ins Blut abgeben.

Absterben der Gehirnzellen lässt sich nicht stoppen
Zudem gehören auch körperliche Aktivitäten wie Physiotherapie oder Sport, eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung oder Sprech- und Ergotherapien zu einer umfassenden Behandlung. Erst vor wenigen Wochen war bekannt gegeben worden, dass ein indisches Forscherteam herausgefunden habe, dass ein pflanzliches Extrakt aus Bockshornklee in Kombination mit Levo-Dopa-Gaben Parkinson-Symptome verbessern kann. Bekannt ist jedoch, das sich das Absterben der Gehirnzellen nicht stoppen lässt und deshalb Parkinson-Patienten im späteren Verlauf der Erkrankung meist zum Pflegefall werden. (ad)

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