Hängende Brust

Hängende Brüste

Hängende Brüste

Eine hängende Brust wird meist durch einen Verlust der Haut- und Bindegewebe Elastizität verursacht. Hauptgründe für hängende Brüste sind vor allem der natürliche Alterungsprozess, eine vorige Schwangerschaft sowie die natürliche Beschaffenheit (Form und Größe) der Brust. Mit einfachen Mitteln kann die Stabilität der Brust gestärkt werden. In diesem Artikel stellen wir verschiedene Übungen und Behandlungen vor.

Hängende Brust Inhalt:
Hängende Brust
Hängende Brust verantwortlich für seelische Leiden
Anatomie der weiblichen Brust
Hängende Brüste durch das Stillen?
Hängende Brust: Was tun?
Übungen gegen hängende Brust
Mittel der Naturheilkunde gegen hängende Brüste
Peeling hilft der Zellerneuerung

 

Hängende Brust verantwortlich für seelische Leiden

Das gesellschaftliche Schönheitsempfinden vermittelt Frauen und Männern ein körperliches Ideal, dass mit der eigenen Körper-Realität oftmals nicht übereinstimmt. Besonders der weiblichen Brust wird eine hohe Bedeutung zu teil. Die Brust einer Frau sollte nach dem allgemeinen Schönheitsideal straff, groß und fest sein. Da diese Idealwerte durch den Einfluss einer prägenden Umwelt das Selbstwertgefühl entweder steigern oder mindern, ist ein „schöner Busen“ vielmals mitentscheidend für das seelische Wohlempfinden. Viele Frauen leiden die unter einer „hängenden Brust“ leiden, zeigen Anzeichen von depressiven Episoden und suchen nach professioneller Hilfe. Eine ganze Medizinindustrie hat sich gebildet und bietet Brust-Schönheitsoperationen zählen heute beinahe zu den alltäglichen Eingriffen. In den seltensten Fällen ist aber aus medizinischer Sicht eine Operation notwendig. Zahlreiche nicht operative Behandlungen können dazu beitragen, die Straffheit zu fördern und somit das Phänomen „hängende Brust“ zu mindern.

Anatomie der weiblichen Brust

Der Busen einer Frau wird von Muskeln gehalten. Verantwortlich hierfür sind der große und der kleine Brustmuskel, die an den Schultern und den Oberarmen ansetzen. Die Brust erstreckt sich von der zweiten bis zur siebten Rippe. Die Brust selbst besteht aus Bindegewebe, Fett- und Drüsengewebe (Brustdrüse). Das Brustgewebe wird an der Hülle des großen Brustmuskels durch Bänder gehalten. Aus diesem Grund ist der Zustand der Brust hauptsächlich von der Beschaffenheit des Muskels abhängig. Ist der Muskel ausgeprägt, sind die Brüste meist straff. Biologisch gesehen dient die Brust dem Stillen von Babys. Durch die Brustdrüsen wird nach dem Gebären Muttermilch gespendet.

Hängende Brüste durch das Stillen?

Viele Mütter befürchten, dass die Brust nach dem Abstillen erschlafft. Bei zahlreiche Frauen ist die Furcht vor einem Hängebusen ausschlaggebend dafür, dass sie ihrem Kind die Flasche und nicht die Brust reichen. Eine Studie der US-Universität von Kentucky widerlegte allerdings dieses sehr weitverbreitete Vorurteil, dass sich auch unter Heilpraktikern und Ärzten hartnäckig hält. Statt dem Stillvorgang seien vielmehr das Alter, der BMI sowie der Zigarettenkonsum der Mutter ursächlich für spätere hängende Brüste, schreiben die US-Forscher. Während der Studie wurden fast 100 amerikanische Frauen zwischen 1998 und 2006 untersucht. Alle Frauen waren mindestens einmal in ihrem Leben schwanger und gut die Hälfte der Studienteilnehmerinnen hat durchschnittlich neun Monate (inklusive Abstillen) gestillt. Das Durchschnittsalter der Teilnehmerinnen lag bei 39 Lebensjahren. Faktoren, die mit in die Berechnung einflossen, waren Brustumfang vor und nach der Schwangerschaft, der BMI, der Zigarettenkonsum sowie die Einnahme verschiedener Arzneimitteln. Zwar konnte nach Beendigung der Studie festgestellt werden, dass mit der Anzahl der Schwangerschaften ein Durchhängen der Brüste gefördert wird, allerdings wird dieser Effekt nicht durch das Stillen selbst verursacht. Neben der Anzahl von Schwangerschaften war der größte Verursacher das Rauchverhalten der Frau. Denn Schadstoffe in Zigaretten verursachen einen Abbau des Proteins Elastin. Um so weniger das Protein vorhanden war, um so stärker war eine Veränderung der Elastizität der Brust zu beobachten. Demnach wird das Stillen ungerechtfertigt in Zusammenhang mit hängenden Busen gesetzt. Mit der Schwangerschaft an sich geht jedoch tatsächlich ein erhöhtes Risiko hängender Brüste einher, berichten die US-Wissenschaftler. Letztendlich bleiben hängende Brüste nach einer Schwangerschaft ein weitverbreitetes Phänomen sind.

Hängende Brust: Was tun?

Grundsätzlich erschlafft die Haut und Brust im Laufe eines Lebens. Lediglich unterstützende Maßnahmen zur Straffung der Haut und des Bindegewebes können den unwiderruflichen Prozess etwas verlangsamen. Zur Stärkung der Elastizität stehen dabei verschiedene Übungen zur Auswahl. Zusätzlich sollte auch auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung geachtet werden. Die Zufuhr von Giftstoffen in Form von Rauchen sollte - wie bereits im Abschnitt „Hängende Brust durch Stillen“ beschrieben - eingestellt oder zumindest eingeschränkt werden. Denn die im Tabakrauch enthaltenen Schadstoffe hemmen laut zahlreicher wissenschaftlichen Studien die Produktion des Strukturproteins „Elastin“. Dieses ist unter anderem für die Elastizität der Haut und des Bindegewebes zuständig. So macht sich das Hemmen des Proteins nicht nur an der Brust bemerkbar, sondern bei der Haut am ganzen Körper. Der Alterungsprozess der Haut zeigt sich beschleunigt.

Übungen gegen hängende Brust

Die effektivsten Übungen zur Straffung der Brust sind Liegestützen und Brustpressen. Die Brustpresse trainiert den unteren Brustmuskel. Bei den Liegestützen werden der obere und untere Brustmuskel sowie die Muskeln an Oberarmen und Schultern trainiert. Beim Brustpressen stellt man sich zu Beginn der Übung aufrecht hin. Die Beine werden in Breite der Hüfte parallel gestellt. Danach den Bauch anspannen und die Handflächen unterhalb der Brust gegeneinander pressen. Die Ellbogen zeigen dabei nach außen und die Fingerspitzen nach oben. Während der Anspannung weiter und normal ein und aus atmen. Ansonsten werden die Muskeln während der Anspannung nicht genügend mit Sauerstoff versorgt, was kontraproduktiv für die Übung ist. Diese Position sollte angespannt gut 15 Sekunden gehalten werden. Danach eine 15 Sekundenlange Pause einhalten und erneut anspannen. Das Brustpressen sollten täglich mit mindestens drei Wiederholungen angewendet werden. Während der gesamten Übung sollten die Körperposition gerade sein, Po und Bauch müssen leicht angespannt und die Füße leicht gebeugt sein.

Eine weitere effektvolle Übung sind Liegestützen. Dabei werden der obere Brustmuskel sowie der Trizeps trainiert. Bei der Übung stützt man sich auf Händen und Füßen. Schulter, Hüfte, Füße und Knie bilden dabei möglichst eine gerade Linie. Wichtig ist kein Hohlkreuz zu bilden, sondern einen geraden Rücken zu behalten. Streckt sich der Po in die Höhe, so wird die Übung falsch angewandt. In der beschriebenen Haltung wird der Oberkörper langsam abgesenkt, bis der Oberarm und der Unterarm einen 90-Grad-Winkel bilden. In dieser Stellung wird ein paar Sekunden verharrt um im Anschluss langsam wieder die Ausgangsposition zu erlangen. Beim Ansenken des Oberkörpers einatmen und beim Heben wieder langsam ausatmen. Zu Beginn schaffen die meisten untrainierten Menschen nur wenige Wiederholungen. Durch das mehrmalige Üben können aber schon nach kurzer Zeit 15 Wiederholungen und mehr erreicht werden. Wichtig ist, dass es im Grundsatz nicht auf die Geschwindigkeit ankommt, sondern auf die korrekt ausgeführten Liegestützen. Wiederholen Sie die Übungen alle zwei Tage, um den Körper Zeit zum Regenerieren zu geben.

Mittel der Naturheilkunde gegen hängende Brüste

Neben den typischen Sportübungen können auch Mittel der Naturheilkunde zur Vermeidung hängender Brüste zum Einsatz kommen. Die Haut der Brust und des Dekolletees benötigt eine besondere Pflege. Viele im Handel erhältliche Cremes setzen daher auf die Kraft von Heilpflanzen. Insbesondere Algenextrakte, Fettstoffe der Olive und der Avocado sowie Extrakte des Grünen Tees können die Haut vor den schädlichen Wirkungen von UV- Sonnenstrahlen schützen. Zudem werden den Substanzen Wirkungsweisen gegen freie Radikale nachgesagt. Freie Radikale beschleunigen nämlich den Alterungsprozess und sind für Schädigungen der Körper- und Hautzellen verantwortlich. Zusätzlich empfehlenswert ist die Gabe von Vitamin A. Gerade ältere Haut benötigt zusätzliche Vitamine, da sich der Stoffwechsel mit der Alterung der Haut verlangsamt. Durch die regelmäßige Vitaminzufuhr wird die Zellteilung beschleunigt und die Haut kann sich besser erneuern. Der positive und gewünschte Nebeneffekt: Die Faltenbildung der Haut wird verlangsamt. Da der Körper allerdings Vitamin A (Carotine) kaum abbauen kann, wird überschüssiges Vitamin A in der Leber gespeichert. Daher ist anzuraten, nur mäßig und in Absprache eines ausgebildeten Heilpraktikers oder Arztes entsprechende Präparate zu verwenden. Besser als zusätzliche „Pillen“ ist die natürliche Aufnahme in Form von geeigneten Lebensmitteln. Carotine sind unter anderem in Karotten, Mangos, Grünkohl, Süßkartoffeln und Spinat enthalten.

Peeling hilft der Zellerneuerung

Damit äußerliche Anwendungen zur Vermeidung hängender Brüste auch von Erfolg gekrönt sind, empfiehlt es sich, ab und zu die Haut zu peelen. Ein Peeling regt die Zellerneuerung an und die Haut erlebt dadurch mehr Spannkraft. Zwar sorgt die Haut etwa alle 30 Tage selbst für eine Erneuerung, ab dem mittleren Alter kann jedoch etwas nachgeholfen werden. Statt chemische Produkte aus dem Handel zu verwenden, sollten entweder Naturkosmetik-Artikel zum Einsatz kommen oder ganz einfach selbst zubereitet werden. Hierzu können zum Beispiel Haferflocken und Traubenkernöl vermengt werden. Das Öl pflegt die Haut und die Haferflocken peelen sanft die Brusthaut. Die Masse sollte leicht ein-massiert und nach gut 15 Minuten mit lauwarmen Wasser abgespült werden. (sb)


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