Hausmittel gegen Cellulite

Nina Reese
Fast jede Frau leidet mehr oder weniger stark an Cellulite. Diese ist zwar medizinisch unbedenklich, stellt aber für viele Betroffene ein kosmetisches Problem dar, weshalb immer wieder versucht wird, mit aller Kraft die Dellen an Beinen, Bauch und Gesäß zu bekämpfen. Doch die so genannte „Orangenhaut“ ist oft sehr hartnäckig und lässt sich nur schwer beseitigen, weshalb auch extrem sportliche und schlanke Menschen betroffen sind. Möglich ist es jedoch, die Ausprägung der Dellen zu beeinflussen und dadurch das persönliche Wohlbefinden zu steigern. Wir zeigen Ihnen, welche Hausmittel gegen Cellulite einfach und effektiv eingesetzt werden können, um Ihrem Körper sowohl von außen als auch von innen etwas Gutes zu tun.


Wodurch entsteht Cellulite?

Mindestens 80 Prozent der Frauen zeigen in verschiedener Ausprägung die typischen „Orangenhaut-Dellen“ an Oberschenkeln, Po, Bauch oder Oberarmen. Dabei stellt die Cellulite kein medizinisches Problem dar, sondern ein ganz natürliches Phänomen des weiblichen Körpers – weswegen Männer normalerweise nicht betroffen sind. Grund hierfür sind bestimmte anatomische Gegebenheiten, denn Frauen haben eine deutlich dünnere Haut als Männer. Zudem ist das Bindegewebe bei ihnen schwächer ausgeprägt, da es dehnbarer sein muss, um durch eine Schwangerschaft nicht geschädigt zu werden.

Hausmittel der Naturheilkunde können bei Cellulite helfen. Bild: Syda Productions - fotolia
Hausmittel der Naturheilkunde können bei Cellulite helfen. (Bild: Syda Productions/fotolia.com)

Hinzu kommt eine unterschiedliche Fettverteilung: Während Männer vor allem am Bauch Fett ansetzen („Bierbauch“), sammeln sich bei Frauen Extrapfunde meist an den Hüften, am Gesäß und an den Oberschenkeln. Durch das lockere Bindegewebe werden die häufig vergrößerten Fettzellen bei Frauen schneller nach oben gedrückt und zeigen sich schließlich in Form von Dellen an der Hautoberfläche. Selbst Frauen, die immer sehr schlank waren, sind nicht vor Cellulite geschützt, wenn sie ein schwaches Bindegewebe haben. Dieses ist in den meisten Fällen genetisch bedingt, weshalb durch eine Mutter mit starker Orangenhaut das eigene Risiko erheblich steigt.

Risikofaktoren vermeiden

Auch wenn fast jede Frau mehr oder weniger stark betroffen ist, gibt es einige Faktoren, die die Entstehung der Orangenhaut begünstigen können. Zu diesen zählen beispielsweise eine genetische Vorbelastung, Übergewicht, Bewegungsmangel, ein niedriger Blutdruck, Venenerkrankungen, Durchblutungsstörungen oder hormonelle Veränderungen. Auch Wassereinlagerungen in den Beinen tragen zur optischen Erscheinung der Cellulitis bei. Dementsprechend ist es zum Beispiel in Hinblick auf erbliche Aspekte für das eigene Wohlbefinden hilfreich, das typische „Frauenproblem“ in gewisser Form zu akzeptieren. Bei anderen Bereichen kann hingegen stark selbst beeinflusst werden, in welcher Form die unschönen Dellen zu Tage treten. Als besonders effektiv gilt normalerweise eine Kombination aus Bewegung, gesunder Ernährung und äußerlichen Anwendungen, wobei verschiedene Hausmittel gegen Cellulite unterstützend und wirkungsvoll eingesetzt werden können.

Die richtige Ernährung

Um die lästige Orangenhaut zu minimieren, ist eine ausgewogene, gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse unerlässlich. Vermieden werden sollte hingegen unbedingt eine schnelle Gewichtsabnahme, da sich das Fett nach einer solchen „Crash-Diät“ erfahrungsgemäß umso schneller wieder einlagert. Da Cellulite auch infolge einer Übersäuerung des Körpers entsteht, sollte darauf geachtet werden, möglichst wenig säurebildende Lebensmittel wie zum Beispiel Alkohol, Kaffee, stark gesüßte Getränke (Softdrinks, Limonaden), tierisches Eiweiß, fettige Speisen wie Pommes oder Chips sowie weißes Mehl, Reis, Nudeln und Zucker zu verzehren. Zucker destabilisiert die Zellwände im Bindegewebe. öchte man die Cellulite wirklich los werden, so sollte daher die Zuckeraufnahme möglichst gering gehalten werden.

Eine basenreiche Ernährung mit viel Gemüse hilft dabei, den Stoffwechsel anzukurbeln und somit Cellulite zu verhindern. (Bild: minoandriani/fotolia.com)

Stattdessen empfiehlt es sich, die Ernährung so weit wie möglich auf basische Lebensmittel umzustellen, durch welche die Struktur und Funktion des Bindegewebes gestärkt wird. Wertvoll sind dabei vor allem die Nahrungsmittel, die einen hohen Gehalt an Silizium haben. Mehr zur Wirkung von Silizium findet sich hier. Denn dieses Spurenelement unterstützt zum einen die Festigung und Flexibilität des Bindegewebes und hat zudem ein hohes Wasserbindungsvermögen. Dadurch steigt die Spannkraft der Haut und Stoffwechselprodukte werden besser abtransportiert. Besonders geeignet sind daher unter anderem Kartoffeln, Mais, Hirse, Karotten und Bohnen sowie Aprikosen und Kirschen.

Generell sollte viel frisches, reifes Obst und Gemüse mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt (Ascorbinsäure) gegessen werden. Denn dieses ist unverzichtbar für die Produktion von Kollagen, einem wesentlichen organischen Bestandteil des Bindegewebes und der Haut. Als besonders Vitamin-C-reich gelten zum Beispiel Hagebutten, Sanddornbeeren, Paprika, Zitrus- und Beerenfrüchte sowie Brokkoli, Rosenkohl und Kartoffeln.

Hilfreiche Getränke

Neben einer gesunden Ernährung ist auch ausreichend Trinken im Kampf gegen die unschönen Dellen besonders wichtig. Als Faustformel gelten hier etwa 2,5 bis 3 Liter Wasser oder ungesüßter Tee. Soviel sollte getrunken werden, um Schlacken und Giftstoffe aus dem Körper zu schwemmen und die Haut praller wirken zu lassen. Fruchtsäfte oder Softdrinks wie Cola, Fanta etc. sind hingegen nicht geeignet, da die Cellulite durch den hohen Zuckergehalt noch begünstigt wird.

Der Schachtelhalm bietet durch seinen hohen Gehalt an Kieselsäure eine tolle Wirkung bei Haut- und Haarproblemen, auch bessert sich die Cellulite bei regelmäßiger Einnahme. (Bild: Ruckszio/fotolia.com)

Ein basischer Entschlackungs-Tee kann gute Dienste leisten. Für diesen werden ein Teelöffel Brennnessel- und Ackerschachtelhalm mit kochendem Wasser überbrüht und abgedeckt zehn Minuten stehen gelassen. Anschließend wird der Tee abgeseiht und über den Tag verteilt drei bis vier Mal getrunken. Neben diesem gibt es zahlreiche weitere Entschlackungstees, die sich auch zur Cellulite-Vorbeugung einsetzen lassen.

Bewegung muss sein

Wer die Dellen auf seiner Haut bekämpfen möchte, kommt um Sport nicht herum. Denn fehlt dem Körper Bewegung, führt dies zu einer Erschlaffung der Muskeln und einer schlechteren Durchblutung. Wer regelmäßig trainiert, aktiviert hingegen den Stoffwechsel und ermöglicht dadurch eine schnellere Entschlackung und damit ein festeres Bindegewebe. Ideal ist eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining, denn während zum Beispiel Joggen, Schwimmen oder Fahrradfahren die Fettverbrennung ankurbeln, werden durch Kraftübungen Muskeln aufgebaut und das Bindegewebe wird gestrafft. In Kombination mit Bewegung kann auch eine Entschlackungskur helfen.

Wirksame Übungen

Eine gute Übung bei Cellulite sind beispielsweise Kniebeugen, um den Po und die Beine zu straffen. Diese sollten langsam mit geradem Rücken durchgeführt werden, wobei die Füße hüftbreit auseinander gestellt sind. Die Arme werden nach vorne gestreckt, während Bauch und Po angespannt bleiben. Eine weitere wirksame Po-Übung wird im so genannten „Vierfüßlerstand“ ausgeführt. Für diesen gehen Sie am Boden „auf alle Viere“, wobei Ober- und Unterarme einen rechten Winkel sowie Kopf und Rücken eine gerade Linie bilden. Nun strecken sie beim Ausatmen zuerst das linke Bein nach hinten und senken es beim Einatmen langsam wieder ab. Anschließend wird die Übung mit dem zweiten Bein durchgeführt und insgesamt pro Seite etwa zehn Mal wiederholt.

Yoga ist bei Cellulite gut geeignet, um das Bindegewebe von innen zu straffen und zu trainieren – ebenso gut geeignet ist Pilates. (Bild: fizkes/fotolia.com)

Um Cellulite am Bauch zu bekämpfen, können so genannte „Crunches“ („Bauchpressen“) eine sehr effektive Übung sein. Für diese wird sich auf den Rücken gelegt und die Arme werden hinter dem Kopf verschränkt. Die Beine sollten so aufgestellt werden, dass Ober- und Unterschenkel etwa einen rechten Winkel bilden. Nun werden die Hände an die Schläfen gelegt und der Oberkörper langsam mit Hilfe der Bauchmuskeln hoch gerollt, dabei wird sich jedoch im Gegensatz zu den klassischen „Sit-Ups“ nicht vollständig aufgerichtet. Stattdessen reichen einige Zentimeter bei gehaltener Muskelspannung aus.

Anschließend kehren Sie fast bis in die Ausgangslage zurück, wobei der untere Rücken nicht wieder ganz auf den Boden abgelegt wird, um die Muskelspannung zu erhalten. Nach etwa 15 Wiederholungen wird für circa eine Minute pausiert. Insgesamt sollten Anfänger drei Serien der Übung durchführen. Im weiteren Trainingsverlauf empfiehlt es sich, die Sätze und Wiederholungen weiter zu erhöhen. Generell sollte jedoch immer auf ausreichend Pausen und Entspannung geachtet werden, um den Körper nicht zu überlasten und den Spaß am Training zu bewahren.

Faszien trainieren

Die hässlichen Dellchen auf der Haut sind umso sichtbarer, je verhärteter die Faszien (also Sehnen, Bänder und Bindegewebe) sind. Glücklicherweise können die Faszien mit einer Art Schaumstoffrolle massiert werden. Dadurch lösen sich Verklebungen und Verhärtungen in diesen Körperfasern. Weiterhin wird die Durchblutung verbessert und die Flüssigkeitsversorgung des Gewebes wird insgesamt erhöht. Durch diese Vorgänge kann wichtiges Kollagen für die Hautneubildung eingelagert und die Entschlackung von Giftstoffen beschleunigt werden. Jeden Tag wird das Gewebe sorgfältig mit Druck über den betroffene Stellen gerollt, jeweils drei Minuten lang für Po, Oberschenkel und Schenkel. Davor empfehlen sich einige Dehnübungen für die betroffene Muskulatur. Nach dem Rollen der Faszien lohnt sich ein zehnminütiges Krafttraining. Kniebeugen und Ausfallschritte – am nächsten Tag dann drei Sätze Liegestützen (so viele Wiederholungen wie möglich) und zehn Minuten fixes Seilspringen. Das strafft die Haut und erhöht die Beweglichkeit im Unterkörper enorm, nach spätestens drei Wochen Training sieht man die ersten Erfolge.

Eine Faszienrolle kann nicht nur bei Muskelverspannungen hilfreich sein, sie lockert auch das Bindegewebe und vermindert so bei regelmäßigem Gebrauch die Orangenhaut. (Bild: Printemps/fotolia.com)

Massagen gegen die Dellen

Unterstützend kann eine regelmäßige Massage ein wirksames Mittel sein. Denn bei dieser wird die Blutzirkulation verbessert und der Stoffwechsel wird angeregt, wodurch Giftstoffe und Schlacken im Körper freigesetzt und einfacher ausgeschieden werden können. Für den bestmöglichen Effekt sollte die Anwendung nicht zu sanft erfolgen, sondern kräftig durchgeführt werden, um auch die unteren Hautschichten zu stimulieren.

Zupf-Massage

Eine einfache und effektive Methode stellt die so genannte „Zupf-Massage“ dar, bei der die Haut nach und nach zwischen Daumen und Zeigefinger geklemmt, angehoben und wieder losgelassen wird. Dabei werden die Stellen an den Beinen nacheinander so lange bearbeitet, bis die Wärme durch die gesteigerte Durchblutung überall zu spüren ist.

Straffungsmassage

Alternativ bietet es sich an, zur Förderung der Durchblutung und Straffung der Haut die betroffenen Bereiche zum Beispiel mit einem Sisalhandschuh, einem Massageroller oder einem Luffa-Schwamm kreisförmig zu massieren. Verstärkt wird der Effekt, wenn ein Öl verwendet wird, welches zudem die Massage der Haut erleichtert und für eine ausreichende Versorgung mit Fett und Feuchtigkeit sorgt.

Massagen lindern Dellen in der Haut. Bild: puhhha - fotolia
Massagen lindern Dellen in der Haut. (Bild: puhhha/fotolia.com)

Schröpfmassage

Mit einem sogenannten Schröpfglas können die betroffenen Körperregionen nach und nach selbst behandelt werden. Die Behandlung sollte dabei jeden Tag erfolgen, nach wenigen Wochen schon zeigen sich überzeugende Resultate. Die Haut samt Bindegewebe wird dadurch optimal durchblutet, kleine Dellen verschwinden nach mehrmaliger Anwendung. Dazu wird in kleinen Kreisen über die Hautstellen gekreist. Der wiederholte leichte Unterdruck führt das Blut durch alle Hautschichten. Am nächsten Tag kann es kleine blaue Flecken geben. Das Schröpfen hilft nicht nur gegen die Orangenhaut, es kurbelt unseren Stoffwechsel auch positiv an.

Massageöl

Ein passendes Öl kann schnell selbst hergestellt werden, indem 100 Milliliter neutrales Trägeröl wie zum Beispiel Mandel-, Oliven- oder Weizenkeimöl mit 20 bis 30 Tropfen ätherischem Öl vermengt werden. Dabei eignen sich vor allem straffend und stoffwechselanregend wirkende Zitrusöle wie zum Beispiel Grapefruit, Limette oder Orange. Als „Spezialist“ bei schwachem Bindegewebe gilt in der Aromatherapie zudem der so genannte „Virginiawacholder“, vor allem wenn er in Verbindung mit Zypressenöl zum Einsatz kommt.

Eine gute Wahl kann zudem das so genannte „Arganöl“ sein, welches aus den Samen der gelben Beerenfrucht des Arganbaums gewonnen wird und dafür bekannt ist, die Haut glatt und geschmeidig zu halten. Auch ätherisches Rosmarinöl wird gerne für die Massage genutzt, da es die Durchblutung anregt und hautstraffend wirkt. Generell sollten die Öle jedoch zur Vermeidung von Hautirritationen nicht pur verwendet, sondern stattdessen immer mit einem neutralen Basisöl verdünnt werden.

Efeu für das selbstgemachte Cellulite-Öl kann in der Natur gepflückt werden, die giftigen Bestandteile werden dabei nicht extrahiert. (Bild: agneskantaruk/fotolia.com)

Efeu-Öl

Ein Efeu-Öl lässt sich kostengünstig selbst herstellen, es benötigt lediglich einige Wochen Ziehzeit. Dazu ein handgroßes Büschel der Ranken entlauben, die Blätter dann im Haushaltsmixer oder mit einer Kräuterhacke zerkleinern. Den Haushaltsmixer anschließend gründlich reinigen, da Efeu nicht roh verzerrt werden darf. Den zerkleinerten Efeu mit 350 MIlliliter Pflanzenöl vermengen, für vier Wochen abgedunkelt in einem Schraubglas ziehen lassen. Bei fettiger Haut wird Sonnenblumenöl, bei trockener Haut Olivenöl gewählt. Das Öl anschließend abseihen, beispielsweise durch einen Kaffeefilter oder eine ausrangierte Feinstrumpfhose. Efeu wirkt durchblutungsfördernd, hautstraffend und entschlackend. Als Öl kann er wunderbar zur Massage genutzt werden.

Kieselsäure

Diese wird äußerlich in Form einer Salbe oder eines Gels direkt auf die betroffenen Hautbereiche aufgetragen und hilft dadurch nicht nur bei Cellulite und Schwangerschaftsstreifen, sondern zum Beispiel auch gegen Falten und bei blauen Flecken. Um die Elastizität der Haut zu verbessern, hat sich Kieselerde auch als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tabletten oder Kapseln bewährt. Zudem können auf diesem Wege viele weitere Probleme wie zum Beipsiel brüchige Nägel oder spröde Haare behoben werden.

Wechselbäder

Ebenso können Anwendungen aus der Hydrotherapie wie einfache Wechselduschen nach Kneipp zu einer Verbesserung der Hautstruktur beitragen. Denn der Wechsel zwischen warmem und kaltem Wasser hat einen durchblutungsfördernden Effekt und lässt die Haut straffer und praller wirken. Wichtig ist dabei jedoch ein bedachtes Vorgehen, um den Kreislauf nicht unnötig zu strapazieren und negative Folgen für die Gesundheit zu vermeiden. Bei einem Infekt sollte man darauf verzichten. Zudem sollte die Temperatur weder zu kalt noch zu heiß sein, um das geschwächte Bindegewebe nicht noch zusätzlich zu belasten.

Neben Wechselduschen und Kneipp-Fußbädern ist auch basisches Badesalz sehr empfehlenswert gegen die Orangenhaut. (Bild: Prikhodko/fotolia.com)

Stattdessen sollte mit kühlem Wasser begonnen werden, wobei ausgehend vom rechten Fuß zunächst das rechte Bein langsam bis zur Hüfte hoch abgeduscht wird. Anschließend wird auf die gleiche Weise die linke Seite bearbeitet. Dann wird das Ganze mit warmem Wasser durchgeführt. Insgesamt sollte der Wechsel drei bis fünf Mal wiederholt und mit einem kalten Guss beendet werden, damit sich die Gefäße am Schluss wieder zusammenziehen können.

Neben dem bieten basische Bäder ein wirkungsvolles Hausmittel bei Cellulite und werden schon seit Jahrhunderten eingesetzt, um auf natürliche und sanfte Weise den Körper von Giftstoffen und Schlacken zu befreien. Häufig wird hier Natron eingesetzt, da dieses den pH-Wert des Badewassers erhöht und dadurch den Körper zur Entsäuerung anregt. Dementsprechend kann die basische Körperpflege schon nach kurzer Zeit dazu führen, dass die betroffenen Bereiche an Oberschenkeln und Po glatter erscheinen und sich die Haut insgesamt weicher anfühlt.
Die Anwendung erfolgt schnell und unkompliziert, indem 100 Gramm Natron-Pulver in ein Vollbad mit maximal 37 Grad warmem Wasser gegeben werden. Nun sollte für mindestens 40 Minuten bei gleichbleibender Temperatur gebadet werden, da der Prozess der Entsäuerung erst nach etwa 30 Minuten beginnt. Auch wenn das Bad einen sehr wohltuenden Effekt hat, bedeutet es für den Körper eine gewisse Anstrengung. Daher empfiehlt es sich, im Anschluss etwas auszuruhen und reichlich Wasser oder Tee zu trinken. Generell ist es ratsam, nicht häufiger als ein- bis zweimal pro Woche basisch zu baden, wer unter Bluthochdruck, Herzerkrankungen oder Diabetes leidet, sollte sich zudem unbedingt im Vorhinein mit einem Arzt absprechen.

Die Birke ist ein markanter Baum, die Blätter enthalten wertvolle Flavonoide und Gerbstoffe. Diese aktivieren den Hautstoffwechsel und verbessern die Durchblutung des Bindegewebes. (Bild: Prikhodko/fotolia.com)

Birke

Die Birke ist eine altbewährte Heilpflanze, die schon vor Tausenden von Jahren genutzt wurde. Die in dem Baum enthaltenen Saponine, Salicylsäureverbindungen, Flavonoide und Gerbstoffe reinigen das Blut und entwässern den Körper.

Als Badezusatz können 100 Gramm der frischen Blätter mit einem Litern Wasser aufgebrüht werden. Diesen Tee für mindestens 15 Minuten ziehen lassen. Nun ins pure Badewasser geben und das Kräuterbad für maximal 20 Minuten genießen.

Als Teekur (eine kleine Handvoll frischer Blätter auf einen Liter Wasser) kann die Birke – über mehrere Wochen getrunken – das Hautbild deutlich verbessern. Außerdem ist Birken-Öl gegen die unschönen Dellen im Handel erhältlich.

Birkensaft

Besonders wertvoll ist sogenannter „Birkensaft“, welcher ähnlich wie Ahornsirup aus Ahornbäumen gewonnen wird. Dazu wErden ein Holzbohrer, ein zum Durchmesser passender Strohhalm, ein Auffanggefäss (kein Metall) sowie Baumwachs benötigt. Eine stattliche Birke wird horizontal zwei bis drei Zentimeter tief eingebohrt, das Bohrloch frei pusten. Der Strohhalm dient dort platziert als Leitung für den Baumsaft zum Sammelgefäß. Es sollten maximal 2,5 Liter der Flüssigkeit aus dem Baum entnommen werden, damit dieser keinen Schaden nimmt.

Ist genug Saft ausgetreten, muss die Baumwunde sorgfältig mit geeignetem Baumharz verschlossen werden. Während ausgeprägter Trockenzeiten sollte die Birke nicht angebohrt werden, da sie daran eingehen könnte. Dieser Saft kann innerlich angewendet werden. Dabei werden pro Tag maximal 100 Milliliter getrunken. So hilft er nicht nur zur Hautentschlackung, sondern auch gegen Rheuma. Ebenso kann der Saft mit einem Lappen oder Wattebausch äußerlich auf die mit Cellulite betroffenen Stellen aufgetupft werden.

Ein Peeling mit Meersalz hat einen durchblutungsfördernden Effekt, die Haut wird desinfiziert und die Wundheilung wird gefördert. Auch Salzwasser kann das Hautbild verbessern. (Bild: Stocked House Studio/fotolia.com)

Meersalz als Bad und Peeling

Ein Meersalzbad aktiviert Durchblutung und Stoffwechsel und entzieht dem Gewebe überflüssiges Wasser. Hierfür lassen Sie ein 38 Grad warmes Vollbad einlaufen, rühren in dieses etwa ein Kilo Meersalz aus der Drogerie oder Apotheke ein und baden circa 15 bis 20 Minuten darin.

Alternativ stellt auch ein Meersalz-Peeling eine bewährte Anwendung bei Orangenhaut dar, denn durch das Salz können alte Hautschuppen entfernt und Giftstoffe entzogen werden und die Haut wird sichtbar geglättet. Hierfür werden vier Esslöffel Meersalz von guter Qualität mit einem Esslöffel Öl (zum Beispiel Oliven- , Kokos- oder Mandelöl) vermengt. Das Peeling wird anschließend während des Duschens mit den Händen oder einem speziellen Handschuh kreisförmig in die betroffenen Hautpartien einmassiert und mit warmem Wasser gründlich abgespült.

Petersilientee

Für den Stoffwechsel wirkt die Petersilie entwässernd. Eingelagertes Wasser kann mit ihrer Hilfe wirkungsvoll aus dem Körper geleitet werden. Für einen solchen Tee einen kleinen Löffel gehackter Petersilie mit 250 Milliliter Wasser aufgießen. Der Tee sollte über einen längeren Zeitraum getrunken werden.

Die Petersilie ist ein vollkommen unterschätztes Kraut: Als Heilpflanze hilft sie auch bei Cellulite, das enthaltene Lysin bewirkt eine Straffung des Bindegewebes. (Bild: nblxer/fotolia.com)

Apfelessig-Kur

Obstessig ist ein Allround-Hausmittel. Ein Teelöffel guter Apfelessig mit einem Glas lauwarmen Wasser vermischt und morgens vor dem Frühstück getrunken – das kurbelt den Stoffwechsel an. Der Essig hat eine entgiftende und entschlackende Wirkung, die im Bindegewebe angesammelten Giftstoffe werden durch ihn quasi ausgespült. Zwei bis drei Mal pro Tag sollte so ein Glas Essigmischung getrunken werden. Sie enthält viele basische Mineralien. Die Kur muss über mindestens einen Monat kontinuierlich angewendet werden, um Erfolge zu sehen.

Ebenso ist der Obstessig zur äußerlichen Anwendung geeignet. Dazu werden drei Teelöffel davon mit einem Teelöffel Körpercreme vermischt und ein darin getauchtes Wattepad wird zur Befeuchtung der betroffenen Stellen genutzt. Die Mischung muss nicht abgewaschen werden, der Geruch sollte nach kurzer Zeit an der Luft verfliegen.

Kartoffel-Wickel

Ein warmer Kartoffel-Wickel kann ebenfalls hilfreich zur Verminderung der störenden Dellen sein. Für diesen werden drei bis vier gekochte Kartoffeln zerdrückt und je nach Bedarf auf Oberschenkeln, Po, Oberarmen oder Bauch verteilt. Dann wird die Masse mit Frischhaltefolie oder einem Baumwollhandtuch fixiert, für etwa eine Stunde auf der Haut belassen und am Schluss ebenfalls gründlich abgewaschen.

Kaffeesatz gegen Cellulite. Bild: Petra Nowack - peno - fotolia
Kaffeesatz gegen Cellulite. (Bild: peno – penofoto.de/fotolia.com)

Kaffeesatz

Ein bewährtes und preiswertes Hausmittel stellt kalter bzw. lauwarmer Kaffeesatz dar, denn dieser regt ebenfalls die Durchblutung an und wirkt entwässernd. Zudem aktiviert Kaffee den Stoffwechsel, was den Fettabbau begünstigt und dadurch bei Cellulite eine sinnvolle Unterstützung sein kann. Für die Anwendung werden drei Esslöffel Kaffeesatz mit einem Esslöffel Olivenöl vermengt und nach dem Duschen kreisförmig in die Haut der betroffenen Körperstellen einmassiert. Nach etwa drei Minuten wird die Mischung abgespült, wobei kaltes und warmes Wasser im Wechsel die Durchblutung zusätzlich ankurbeln.

Wer die Wirkung verstärken möchte, kann die mit Kaffeesatz bedeckten Körperbereiche mit Klarsichtfolie einwickeln. Dbei sollte jedoch unbedingt beachtet werden, dass die Wickel nicht zu fest angelegt werden. Nach etwa 30 Minuten wird die Folie entfernt und der Kaffeesatz wird abgespült. Je nach Belieben kann der Vorgang mehrmals wiederholt werden.

Ingwerwasser

Ein Wunderwaffe im Kampf gegen die Cellulite ist auch der Ingwer. Als Tee oder Wasseraufguss hilft er uns dabei, den eingerosteten Stoffwechsel wieder auf Touren zu bringen. Durch den erhöhten Stoffwechsel kann sich die Orangenhaut langsam zurück bilden und durch den erhöhten Verbrennungseffekt lassen sich überflüssige Pfunde besser abbauen. Der Ingwer kann frisch in Scheiben mit heißem Wasser übergossen werden, ebenso gibt es Extrakte und puren Ingwersaft im Handel. Natürlich kann die wertvolle Knolle auch einfach nur beim Kochen verwendet werden und reichlich frisch zu den Mahlzeiten genossen werden.

Neben Bewegung und äußerlichen Massagen sollte der Stoffwechsel auch von Innen angeregt werden. Das Bindegewebe verstärkt sich und das mindert die Orangenhaut. Ingwer kurbelt zum Beispiel den Stoffwechsel kräftig an. (Bild: Angela Rohde/fotolia.com)

Schüßler Salze bei Cellulite

Um die Dellen an Beinen, Bauch, Hüften und Armen zu bekämpfen, können Schüßler Salze eine wirksame Unterstützung sein. Da in vielen Fällen eine Bindegewebsschwäche vorliegt, sollte bei der Auswahl des richtigen Salzes darauf geachtet werden, dass dieses eine festigende und straffende Wirkung hat. In Frage kommt daher vor allem Silicea (Nr. 11), welches in der Schulmedizin auch als „Kieselerde“ bekannt ist und als das Salz der Haut, Haare, Nägel und des Bindegewebes gilt.

Neben Silicea eignen sich Salze gut, die positiv auf den Stoffwechsel wirken. Hierzu zählt insbesondere Natrium phosphoricum (Salz Nr. 9), welches bei gesundheitlichen Problemen infolge einer Übersäuerung zum Einsatz kommen kann. Es sorgt für ein Gleichgewicht von Säuren und Basen und regt den Stoffwechsel an. Zudem soll es unter anderem den Heißhunger auf Süßes und Fettiges mindern und gilt daher als gute Unterstützung beim Abbau von Übergewicht und erhöhten Blutfettwerten.

Wichtig für eine straffe, glatte Haut sind darüber hinaus Salze, die den Flüssigkeitshaushalt regulieren können wie zum Beispiel Natriumchlorid beziehungsweise Kochsalz (Nr. 8) oder Natrium sulfuricum (Nr. 10). Für den Aufbau von Kollagen und Elastin im Bindegewebe eignet sich das Salz Nr. 19 (Cuprum arsenicosum). Zusätzlich können zum Beispiel Calcium fluoratum (Nr. 1) für die Elastizität der Fasern sowie Calcium sulfuricum (Nr. 12) für eine verbesserte Durchlässigkeit des Bindegewebes eingesetzt werden.

Überflüssige Pfunde verlieren

Verliert man einige überflüssige Kilo, so vermindert sich auch die Cellulite. Das Übergewicht sollte dabei allerdings nicht durch Hungern, sondern durch eine gesunde Ernährung mit viel Sport abgebaut werden. (nr, dp; aktualisiert am 03.20.2018)