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Erziehung: Bestimmte Regeln schützen Kinder vor Übergewicht

Alexander Stindt
Verfasst von Alexander Stindt, Fachredakteur für Gesundheitsnews
26. April 2017
in News
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Wie wirken sich Routinen auf das Gewicht unserer Kinder aus?
Viele Eltern kennen dieses Problem sicher: Kinder möchten am Abend immer noch etwas wach bleiben und am besten so spät wie möglich ins Bett gehen. Forscher fanden jetzt heraus, dass unregelmäßige Bettzeiten dazu beitragen können, dass Kinder im späteren Leben Übergewicht entwickeln.

Die Wissenschaftler der Ohio State University stellten bei ihrer Untersuchung fest, dass Kinder jeden Abend regelmäßig rechtzeitig zu Bett gehen sollten. Dadurch verringert sich das Risiko im späteren Leben übergewichtig zu werden. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „International Journal of Obesity“.

Routinen wirken sich auf das spätere Gewicht aus
Für ihre Studie untersuchten die Forscher die Gewohnheiten von fast 11.000 britischen Kindern, welche alle zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2002 geboren worden. Die Experten fanden dabei eine Verbindung zwischen täglichen Routinen, Emotionen und Gewicht. So wurde beispielsweise festgestellt, dass das Essen von Mahlzeiten zur gleichen Zeit jeden Tag und weniger als eine halbe Stunde Fernsehen täglich dazu beitragen, dass Betroffene im späteren Leben ein verringertes Risiko für die Entstehung von Fettleibigkeit haben, erklären die Wissenschaftler in einer Pressemitteilung.

Auswirkungen der Routine bei den Mahlzeiten, beim Schlafen und Fernsehen untersucht
Die aktuelle Studie untersuchte als erste die potenzielle Assoziation zwischen den Routinen in der frühen Kindheit und späterem Übergewicht oder Fettleibigkeit. Bei der Untersuchung wurden die Auswirkungen von drei Routinen in Haushalten bei dreijährigen Kindern überprüft, sagen die Forscher. Zu diesen gehörten eine regelmäßig Bettzeit, regelmäßige Mahlzeiten und Zeiten vor dem Fernseher von weniger als einer Stunde täglich.

Kinder mit geringer emotionaler Regulierung leiden später häufiger unter Fettleibigkeit
Alle drei untersuchten Routinen waren klar mit einer besseren emotionalen Selbstregulierung verbunden. Diese gilt als ein Maß dafür, wie leicht ein Kind frustriert oder überreizt reagiert. Kinder mit einer geringeren emotionaler Regulierung litten im späteren Leben eher unter Fettleibigkeit, erläutern die Mediziner.

Unregelmäßige Schlafzeiten von Kindern erhöhen das Risiko für Fettleibigkeit
Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass unregelmäßige Bettzeiten in der Schulzeit dazu führen, dass Kinder mit elf Jahren ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Fettleibigkeit aufweisen. Uns fiel auf, dass Kinder mit den meisten Schwierigkeiten bei der Regulierung ihrer Emotionen im Alter von drei Jahren, häufiger im Alter von elf Jahren unter Fettleibigkeit litten, erklärt die Autorin Dr. Sarah Anderson von der Ohio State University.

Untersuchung führt zu besserem Verständnis, wie sich Routinen auswirken können
“Die aktuelle Untersuchung ermöglicht es uns, besser zu verstehen, wie sich Routinen rund um Schlaf, Mahlzeiten und Fernsehverhalten auf die Regulierung von Emotionen und Verhalten auswirken”, fügt die Expertin hinzu.

Forscher finden immer mehr Verbindungen zwischen Fettleibigkeit und schlechtem Schlaf
Schlaf ist generell sehr wichtig für den Menschen und für Kinder ist Schlaf besonders wichtig. Es gibt viele unbekannte Faktoren, wie Schlaf genau den Stoffwechsel beeinflussen kann und in den letzten Jahren fanden Forscher zunehmend mehr Verbindungen zwischen Fettleibigkeit und schlechtem Schlaf. (as)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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