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Selbstfürsorge an heißen Tagen: Tipps für den Sommer

Katja Helbig
Verfasst von Katja Helbig, Systemische Gesundheitscoachin
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21. Juni 2026
in News
Frau fährt mit dem Rad durch sommerliches Feld
Für viele Menschen ist der Sommer die schönste Jahreszeit, allerdings stellen die warmen Monate uns auch vor manche Herausforderung. (Bild: Jankovoy/stock.adobe.com)
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Der Sommerzeit und die hohen Temperaturen eröffnen viele angenehme Freizeitmöglichkeiten, stellen uns manchmal aber auch vor Herausforderungen. Mit unseren saisonalen Alltagstipps kommt ihr gut durch die heißen Tage und könnt den Sommer in vollen Zügen genießen.

Grundlagen

Bei Hitze gilt: Luftige, atmungsaktive Kleidung wählen, Sonnenschutz nach Bedarf verwenden, die pralle Sonne und die Mittagssonne meiden, genug Wasser trinken und wenn nötig für Abkühlung sorgen. Damit hast du die Basics der Selbstfürsorge im Sommer bereits abgedeckt.

Ernährung anpassen

Wenn es warm ist, haben wir meist eher Lust auf leichte, erfrischende Kost. Salate in allen möglichen Variationen oder Sandwiches mit frischem Belag kommen jetzt gerade recht.

Wasserreiche Lebensmittel wie Tomaten oder Melone helfen, zusätzliche Flüssigkeit aufzunehmen. Joghurt, Gurke oder Minze wirken zudem kühlend.

Saisonales, regionales Obst wie Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren oder Brombeeren liefert eine Extraportion Vitamin C und Energie.

Genug Wasser trinken – mit diesen Tricks klappt‘s

Genug Wasser zu trinken, ist an heißen Tagen essentiell. Doch manche Menschen mögen kein Wasser. Wenn du auch dazu gehörst, bietet sich die Zugabe von Zutaten wie einer Gurkenscheiben, Wassermelonenstückchen, Minzblättern oder Zitrone an, um dem Wasser auf ein wenig Geschmack zu verleihen

Diese Beigaben haben außerdem kühlende Eigenschaften und man kann die Zutaten einzeln zugeben oder verschiedene Kombinationen ausprobieren.

Eiswürfel machen die Erfrischung perfekt. So wird das langweilige Leitungswasser ruck-zuck zu einem köstlichen, gesunden Lieblingssommergetränk.

Cool bleiben durch die richtige innere Einstellung

Die meiste Zeit des Jahres beschweren sich viele Menschen in Deutschland über das Wetter und warten sehnsüchtig auf den Sommer. Ist er dann da, ist es plötzlich zu heiß, zu schwül, zu anstrengend.

Jede Jahreszeit hat Vor- und Nachteile, doch den Fokus wählen wir selbst. Also sollten wir uns bewusst machen, was wir an dieser Jahreszeit mögen und welche Möglichkeiten sie uns schenkt. Mitunter hilft es, sich kurz zu erinnern, wie wir im Winter über Kälte, Eis und Schnee geschimpft und uns den Sommer herbeigesehnt haben.

Mach dir den Sommer schön

Gute saisonale Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung bieten im Sommer zum Beispiel:

  • Zelten (im Garten oder auf dem Zeltplatz),
  • ins Schwimmbad oder an den See fahren,
  • ein Picknicken im Park, im Garten oder auf einer Wiese,
  • köstliches Sommerobst wie Erdbeeren, Melone oder Kirschen genießen,
  • Grillen,
  • Boot fahren,
  • ein Lagerfeuer machen,
  • ins Outdoor-Kino gehen oder selbst eins veranstalten,
  • ein gutes Buch in der Hängematte lesen,
  • ein Open-Air-Konzert besuchen,
  • Glühwürmchen anschauen,
  • eine Radtour unternehmen,
  • durch ein Sonnenblumenfeld laufen,
  • Sternschnuppen gucken,
  • barfuß laufen,
  • an Blüten schnuppern,
  • (Eis-)Kaffee in der Sonne trinken,
  • Eis essen.

Tipp: Mach dir deine eigene Liste mit Aktivitäten, die du diesen Sommer gern erleben möchtest. Dann plane jede Woche eine oder mehrere davon fest in deinen Kalender ein. So stellst du sicher, dass du sie auch wirklich umsetzt, und kannst am Ende des Sommers zufrieden auf diese zurückblicken.

Kühles Fußbad

Wenn du die Möglichkeit dazu hast, bietet ein kühles Fußbad eine willkommene Erfrischung. Achte auf eine angenehme Temperatur. Kühl, aber nicht zu kalt, lautet die Devise.

Body Positivity als Philosophie

Besonders im Sommer quälen sich viele Menschen mit Selbstzweifeln in Bezug auf ihren Körper. In unserer Gesellschaft gilt leider noch viel zu oft, dass ein „Bikini-Body“ eine schlanke, besonders trainierte Körperform mit makelloser Haut ist und nicht einfach ein Körper in einem Bikini.

Es ist schwer, diese Prägungen hinter sich zu lassen. Aber es lohnt sich. Menschen kommen in allen möglichen Formen, Farben und Größen daher. Wäre es nicht schade, wenn du im Alter zurückschaust auf all die Gelegenheiten, die du verpasst hast? Denk immer dran, dass das Meer sich nicht darum schert, wie du beim Baden aussiehst.

Du bist okay, so, wie du bist. Schluss mit der Selbstoptimierung á la: „Wenn ich erst fünf Kilo abgenommen habe, gehe ich wieder ins Freibad“ oder „Vielleicht nächsten Sommer.“

Das Leben findet jetzt statt und es ist zu kurz, um es mit erlernter Körperscham zu verschwenden. Du hast ein Recht auf Lebensfreude, ganz egal, wie du aussiehst!

Und die von der Werbung postulierten angeblichen Ideale erreicht ohnehin kaum jemand. Ab sofort gilt: Jeder echte Körper ist ein guter Körper.

Wasserspray

Ein Schweißfilm auf der Haut verschafft unserem System Abkühlung. Dem können wir aktiv nachhelfen, und zwar mit aufgesprühtem, kühlem Wasser.

Du kannst dafür einen Blumensprüher verwenden (regelmäßig reinigen und immer frisches Wasser verwenden) oder ein gekauftes Spray. Wenn du es im Kühlschrank aufbewahrst, sorgt das für einen zusätzlichen Frischekick.

Falls du kein Spray zur Hand hast, kannst du ein sauberes Tuch mit Wasser tränken und deine Haut regelmäßig abtupfen. Oder deine Hände und Arme kurz in oder unter kühles Wasser halten und an der Luft trocknen lassen.

Beine hochlegen

Die Füße und Beine regelmäßig hochzulegen, kann an heißen Tagen unseren Kreislauf entlasten. Besonders abends vor dem Schlafengehen ist das eine wahre Wohltat.

Häufigere Pausen

Bei großer Hitze benötigen wir mehr Pausen als sonst. Vielleicht kannst du auch dein Arbeitstempo und/oder deine Arbeitszeiten anpassen.

Sei nachsichtig mit dir, wenn du dich ein wenig schlapp fühlst oder für dein übliches Pensum länger brauchst als sonst. Das ist völlig normal.

Körperliche Aktivitäten anpassen

Bewegung ist wichtig für uns, auch an heißen Tagen. Schau aber, dass du es ruhiger angehen lässt und deine Trainingszeiten und -intensität den Temperaturen anpasst.

Vielleicht kannst du auch die eine oder andere Bewegungseinheit im Schwimmbad absolvieren oder deine Joggingrunde so anpassen, dass sie eher im Schatten verläuft. An besonders heißen Tagen ist ein Spaziergang am Morgen oder Abend die sicherere Wahl.

Achte immer gut darauf, wie du dich fühlst, und brich im Zweifel das Training ab. Selbstfürsorge im Sommer bedeutet, dich nicht zu überlasten und deine körperlichen Grenzen zu respektieren.

Haare lufttrocknen lassen

Frisch gewaschene Haare bieten im Sommer eine Extraportion Kühlung, da Verdunstungskälte beim Trocknen entsteht. Für denselben Effekt wickeln sich daher manche Menschen ein feuchtes Tuch oder T-Shirt um den Kopf.

Wenn du empfindlich auf Kälte im Kopfbereich reagierst, dich schnell erkältest und/oder zu Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich neigst, solltest du damit allerdings vorsichtig sein. Gleiches gilt für Zugluft.

Genussmomente einbauen

Wie hast du dich als Kind im Sommer gefühlt und verhalten? Kannst du einiges davon in deinen Sommer-Alltag einbauen?

Wie würdest du die Hitze im (Sommer-)Urlaub in einem warmen Land empfinden? Wie würdest du dort damit umgehen? Vielleicht kannst du einiges davon auch in deinen Alltag in der Heimat übertragen. (kh)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Katja Helbig
Quellen:
  • Umweltbundesamt: Gesundheitsrisiken durch Hitze, (Abruf: 19.06.2026), Umweltbundesamt

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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