Aktuelle Studie: Die Regelmäßige Nutzung eines Laufbands reduziert Menstruationsschmerzen

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Wie lassen sich Schmerzen während der Periode abschwächen?

Während der Periode leiden Frauen häufig unter Schmerzen und anderen Beschwerden. Eine aktuelle Forschungsarbeit hat jetzt ergeben, dass dreimal wöchentliches Laufen auf einem Laufband bei Frauen Menstruationsbeschwerden deutlich reduzieren kann.


Bei der aktuellen Untersuchung der Anglia Ruskin University wurde festgestellt, dass die Nutzung eines Laufbands bei Frauen die Menstruationsbeschwerden reduzieren kann. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem englischsprachigen Fachblatt „Contemporary Clinical Trials“ publiziert.

Schmerzen gehören für manche Frauen leider zur Periode dazu. Regelmäßige Bewegung kann hier Abhilfe schaffen. (Bild: vegefox.com/fotolia.com)

Wie entstehen Schmerzen während der Periode?

Wenn Frauen dreimal in der Woche ein Laufband nutzten, hatten sie nach sechs Monaten 22 Prozent weniger Menstruationsschmerzen als Frauen, die nicht trainierten. Regelschmerzen oder primäre Dysmenorrhoe betreffen die Hälfte der Frauen und werden vermutlich durch einen Zufluss von sogenannten Prostaglandinen verursacht, berichten die Forschenden. Prostaglandine verursachen eine Verengung der Blutgefäße in der Gebärmutter, wodurch verhindert wird, dass Sauerstoff in das Gewebe der Gebärmutter gelangt, und Schmerzen entstehen. Allgemein wird vermutet, dass körperliche Betätigung diese Prostaglandine ausspült. So wird eine Versorgung des Uterus mit sauerstoffreichem Blut gefördert. Häufig vemeiden Frauen, die unter Schmerzen während der Periode leiden, allerdings Bewegung.

70 Frauen mit primärer Dysmenorrhoe nahmen an der Studie teil

Für die Studie wurden 70 Frauen im Alter zwischen 18 und 43 Jahren untersucht, bei denen primäre Dysmenorrhoe diagnostiziert wurde. Die primäre Form der Erkrankung ist dadurch gekennzeichnet, dass während jedes Zyklus Schmerzen auftreten und keine andere Störung vorliegt. Jüngere Frauen sind am stärksten von primärer Dysmenorrhoe betroffen, die auch Stimmungsschwankungen, Durchfall und sogar Übelkeit und Erbrechen verursachen kann. Sogenannte nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente wie Aspirin werden normalerweise als Behandlung empfohlen, gefolgt von der Pille. Sekundäre Dysmenorrhoe wird hingegen per Definition durch eine Erkrankung der Fortpflanzungsorgane einer Frau verursacht wie beispielsweise Endometriose oder Myome.

Nach vier Wochen waren Schmerzen um sechs Prozent reduziert

Die Teilnehmerinnen mussten bei der Untersuchung sechs Monate lang dreimal pro Woche mit 70 bis 85 Prozent ihrer maximalen Herzfrequenz auf einem Laufband laufen. Ihre Ergebnisse wurden dann mit einer Kontrollgruppe verglichen, die keine solchen Übungen durchführte. Die Forschenden fanden heraus, dass Frauen, welche ein Laufband nutzten, nach vier Wochen sechs Prozent weniger Schmerzen hatten. Die Schmerzreduktion verstärkte sich im weiteren Verlauf der Untersuchung. Die Studie hat gezeigt, dass körperliche Betätigung die Schmerzen der am Programm teilnehmenden Frauen erheblich linderte, nach vier und sieben Monaten lag jeweils eine deutliche Reduzierung der Schmerzen vor, berichten die Autoren. Die Verbesserung der Lebensqualität nach sieben Monaten sei bemerkenswert gewesen. (as)

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Autor:
Alexander Stindt
Quellen:
  • Priya Kannan, Cathy M. Chapple, Dawn Miller, Leica Claydon-Mueller, G. David Baxter: Effectiveness of a treadmill-based aerobic exercise intervention on pain, daily functioning, and quality of life in women with primary dysmenorrhea: A randomized controlled trial, in Contemporary Clinical Trials, Contemporary Clinical Trials