Ein Glas Milch zum Frühstück zum Schutz vor Fettleibigkeit und Diabetes?

Alexander Stindt

Kann der Konsum von Milch vor Diabetes schützen?

Es gibt teilweise sehr widersprüchliche Bewertungen, wenn es darum geht, ob Milch gesund oder ungesund für den menschlichen Körper ist. In einer aktuellen Studie sind Wissenschaftler der Frage nachgegangen, wie sich sich der Konsum von Milch auf eine Diabetes-Erkrankung auswirkt. Die Forscher fanden heraus, dass ein Glas Milch zum Frühstück den Blutzuckerspiegel senkt und zusätzlich auch den Appetit in der Mittagspause reduziert.


Die Wissenschaftler der University of Guelph in Kanada stellten bei ihrer aktuellen Untersuchung fest, dass ein Glas Milch zum Frühstück Menschen vor der Entstehung von Diabetes und der Entstehung von Fettleibigkeit schützen kann. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in dem englischsprachigen Fachblatt „Journal of Dairy Science“.

Kann der Konsum von Milch uns wirklich vor Diabetes schützen? (Foto: Jenny Sturm/fotolia.com)

Trinken Sie ein Glas Milch zum Frühstück

Die Experten aus Kanada fanden heraus, dass ein morgendliches eiweißreiches Milchgetränk den Blutzucker senken und zusätzlich den Appetit in der Mittagspause reduzieren kann. Demnach sollten Diabetiker vielleicht darüber nachdenken, gerade morgens ein Glas Milch zum Frühstück zu konsumieren. So kann der Blutzuckerspiegel unter Kontrolle gehalten werden und der verminderte Appetit führt dazu, dass seltener Übergewicht oder Fettleibigkeit entstehen.

Hoher Proteingehalt von Milch lässt Menschen sich länger satt fühlen

Milch enthält sogenannte Molken- und Kaseinproteine, welche dann Hormone im Magen freisetzen, die die Verdauung verlangsamen. Ein Glas Milch zum Frühstück kann also durchaus gesund für uns sein und der Verzehr führt dazu, dass wir weniger Hunger haben und somit seltener Fettleibigkeit und Übergewicht entwickeln. Denn die eiweißreiche Milch verschafft ein relativ lange anhaltendes Sättigungsgefühl.

Typ-2-Diabetes und Fettleibigkeit bedrohen unsere Gesundheit

Metabolische Erkrankungen sind weltweit auf dem Vormarsch, wobei Typ-2-Diabetes und Fettleibigkeit die Hauptsorgen für die menschliche Gesundheit darstellen, erläutert der Studienautor Professor Douglas Goff von der University of Guelph gegenüber britischen Medien. Daher bestehe natürlich ein Anreiz, Ernährungsstrategien für die Risikominimierung und das Management von Fettleibigkeit und Diabetes zu entwickeln, um die Verbraucher in die Lage zu versetzen, ihre persönliche Gesundheit zu verbessern, fügt der Experte hinzu.

Milch kann einen niedrigeren Blutzuckerspiegel unterstützen

Diese Studie verdeutlicht die Vorteile des Milchkonsums beim Frühstück. So werden eine langsamere Verdauung von Kohlenhydraten und ein niedrigerer Blutzuckerspiegel erreicht, erklärt Professor Goff weiter. Demnach sei es ratsam, dass Menschen Milch zu einem kohlenhydratreichen Frühstück konsumieren. Um die Wirkung zu verstärken, könne besonders eiweißreiche Milch genutzt werden. (as)