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Kaffee senkt Leberkrebs-Risiko

Volker Blasek
Verfasst von Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek, Medizinischer Fachredakteur
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12. Juni 2026
in News
Eine Tasse Kaffee steht auf einer hölzernen Oberfläche.
Kaffee entfaltet auf verschiedenen Ebenen eine nachweisbare Wirkung gegen Leberkrebs. (Bild: amenic181/Stock.Adobe.com)
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Kaffee enthält verschiedene bioaktive Verbindungen, die eine nachweisbare Wirkung gegen Leberzellkarzinome entfalten. Sie wirken wie ein koordiniertes epigenetisches Abwehrsystem und zeigen damit sowohl einen präventiven als auch einen therapeutischen Nutzen.

Über welche Mechanismen bioaktive Kaffeeinhaltsstoffe eine Wirkung gegen Leberzellkarzinome entfalten, haben Forschende des Kansai Medical University in einer aktuellen Übersichtsarbeit zusammengefasst. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Targets“ veröffentlicht.

Kurzübersicht der wichtigsten Inhalte

  • Regelmäßiger Kaffeekonsum steht in einem starken, dosisabhängigen Zusammenhang mit einem geringeren Risiko für Leberzellkarzinome (Leberkrebs).
  • In einzelnen Studien war der Konsum von drei oder mehr Tassen Kaffee pro Tag mit einer Risikoreduktion von über 50 % verbunden.
  • Die Inhaltsstoffe wirken über verschiedene epigenetische Mechanismen krebshemmend, darunter Einflüsse auf DNA-Methyltransferasen, die Darm-Leber-Achse und tumorunterdrückende microRNA-Netzwerke.
  • Der Gehalt der schützenden Verbindungen hängt auch von der jeweiligen Zubereitungsmethode des Kaffees ab.

Kaffeekonsum senkt Leberkrebs-Risiko

Leberzellkarzinome (hepatozelluläre Karzinome) entstehen oft aus chronischen Entzündungen infolge von Fettlebererkrankungen und Leberzirrhosen und sie bilden eine relativ häufige Krebstodesursache, erläutert das Forschungsteam.

Durch frühere epidemiologische Untersuchungen sei zudem ein starker, dosisabhängiger inverser Zusammenhang zwischen regelmäßigem Kaffeekonsum und dem Auftreten von Leberzellkarzinomen belegt. Dabei habe der Konsum von drei oder mehr Tassen Kaffee pro Tag das Risiko in einzelnen Studien um mehr als 50 Prozent reduziert.

Welche Mechanismen spielen eine Rolle?

Über welche konkreten molekularen Mechanismen regelmäßiger Kaffeekonsum vor Leberkrebs schützen kann, sei bisher allerdings unklar. Diese Lücke versuchten die Forschenden daher in der neuen Übersichtsarbeit zu schließen.

Dabei setzten sie den Fokus auf die sogenannte Nutriepigenomik beziehungsweise den Einfluss des Kaffees auf epigenetische Mechanismen, die eine Schutzwirkung vor Leberzellkarzinomen entfalten.

Koordiniertes epigenetisches Abwehrsystem

Die Fachleute berichten, dass die Verbindungen im Kaffee wie Chlorogensäuren und Diterpene und die mikrobiell gebildeten kurzkettige Fettsäuren über ihren Einfluss auf die DNA-Methyltransferasen, die Darm-Leber-Achse und die tumorunterdrückenden microRNA-Netzwerke eine Wirkung gegen Leberkrebs entfalten.

„Wir konnten zeigen, wie bioaktive Kaffeeinhaltsstoffe als koordiniertes epigenetisches Abwehrsystem wirken“, erläutert das Forschungsteam. Dabei hänge der Gehalt an den entsprechenden Verbindungen im Kaffee jedoch stark von der Zubereitungsmethode ab.

Zubereitung beeinflusst Schutzwirkung

Ungefilterte Zubereitungsmethoden wie zum Beispiel bei Espresso oder Kaffee aus der French Press enthalten deutlich höhere Konzentrationen der leberschützenden, fettlöslichen Diterpene (Cafestol und Kahweol), so die Fachleute weiter.

Insgesamt biete die vielschichtige Analyse der epigenetischen Auswirkungen des Kaffeekonsums eine solide Grundlage für die Integration gezielter Ernährungsinterventionen in die Prävention und Therapie von Leberzellkarzinomen. (vb)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek
Quellen:
  • Nobuyuki Toshikuni, Masaaki Shimatani: Brewing Epigenetic Defense: Mechanisms of Coffee Bioactives in the Chemoprevention of Hepatocellular Carcinoma; in: Targets 29.04.2026), mdpi.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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