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Krankheitserreger: Lammfleisch häufig mit E-coli-Bakterien kontaminiert

Alfred Domke
Verfasst von Alfred Domke, Redakteur für Gesundheits-News
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13. November 2021
in News
Mutter und Tochter mit Mund-Nasen-Bedeckung beim Einkaufen im Supermarkt
In Proben von Fleisch wurden Shiga-Toxin bildende E. Coli (STEC) nachgewiesen. Diese Bakterien können beim Menschen akute Darmentzündungen hervorrufen, die zum Teil einen schweren Verlauf nehmen. (Bild: Halfpoint/stock.adobe.com)
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STEC-Bakterien in Lammfleisch

E-coli-Bakterien können bei Menschen Durchfallerkrankungen mit zum Teil schwerwiegenden Komplikationen verursachen. Vor allem bestimmte Personengruppen sind durch die Krankheitserreger gefährdet. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat nun mitgeteilt, dass die gesundheitsgefährdenden Keime in zahlreichen Proben von frischem Fleisch nachgewiesen wurden.

Laut einer aktuellen Mitteilung wurden im Rahmen des Zoonosen-Monitorings 2020 in 13,2 Prozent der untersuchten Proben von frischem Lammfleisch Shiga-Toxin bildende E. Coli (STEC) nachgewiesen. Diese Erreger können beim Menschen akute Darmentzündungen hervorrufen, die zum Teil einen schweren Verlauf nehmen. Vor allem bestimmte Personengruppen wie Kleinkinder, ältere und immungeschwächte Menschen sowie Schwangere sollten Lammfleisch deshalb nur ausreichend durchgegart verzehren.

Grundregeln der Küchenhygiene einhalten

„Eine Infektion mit STEC-Bakterien ist nicht zu unterschätzen“, so BVL-Präsident Friedel Cramer. „Insbesondere bei Kindern kann sie zur Ausbildung eines hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) führen, das oftmals mit einem akuten Nierenversagen einhergeht.“

Daher sollten die Grundregeln der Küchenhygiene, wie die Verwendungen von unterschiedlichen Schneidebrettern für rohes Fleisch und Salat, unbedingt eingehalten werden.

Zudem sollte rohes Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln gelagert und zubereitet werden und vor dem Verzehr mindestens zehn Minuten lang auf mindestens 70 Grad Celsius erhitzt werden, erklärt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf ihrem Portal „infektionsschutz.de“.

Nachweise auch in Weizenmehl

Im Zoonosen-Monitoring werden Daten über das Auftreten von Erregern in Tieren, Schlachtkörpern sowie Lebensmitteln erfasst, die auch beim Menschen Krankheiten auslösen können.

Für das Zoonosen-Monitoring 2020 haben die Überwachungsbehörden der Bundesländer insgesamt 6.807 Proben auf allen Ebenen der Lebensmittelkette genommen und untersucht.

Dabei wurden auch STEC-Bakterien in 9,1 Prozent der Proben von Weizenmehl aus Mühlenbetrieben nachgewiesen. Verbraucherinnen und Verbraucher können diesem Risiko begegnen, indem sie zum Beispiel Teig nicht roh, sondern nur nach vollständiger Durcherhitzung verzehren.

Auch pflanzliche Lebensmittel kontaminiert

Wie die Fachleute erklären, kommen STEC-Bakterien vor allem im Darm von Wiederkäuern vor und werden über den Kot ausgeschieden. Sie können bei der Schlachtung auf das Fleisch übertragen werden.

Durch die Ausscheidungen von Wildwiederkäuern auf dem Feld, verunreinigtes Bewässerungswasser sowie organische Düngung können auch pflanzliche Lebensmittel mit STEC kontaminiert werden. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Alfred Domke
Quellen:
  • Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: Zoonosen-Monitoring weist gesundheitsgefährdende STEC-Bakterien nach, (Abruf: 13.11.2021), Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
  • Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: Zoonosen-Monitoring, (Abruf: 13.11.2021), Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: EHEC, (Abruf: 13.11.2021)

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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