Risiko für Kinder – Rückrufaktion wegen Erstickungsgefahr durch Babyshorts

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Textildiscounter Zeeman: Babyshorts entsprechen nicht den Sicherheitsanforderungen

Die Billigtextilkette Zeeman hat einen Rückruf für Babyshorts gestartet, da diese nicht den Sicherheitsanforderungen entsprechen. Laut dem Unternehmen könnten sich Kleinteile lösen und möglicherweise zu Erstickungsgefahr führen.


Metallkappen können sich lösen

Der Textildiscounter Zeeman ruft Babyshorts mit der Artikelnummer 60743 zurück, weil diese nicht den Sicherheitsanforderungen des Unternehmens entsprechen. „Die Metallkappen an den Enden der Kordel können sich in einigen Fällen lösen und möglicherweise zu Erstickungsgefahr führen“, heißt es in einer Mitteilung, die vom Internetportal „produktwarnung.eu“ veröffentlicht wurde.

Das Unternehmen Zeeman ruft Babyshorts zurück, weil diese nicht den eigenen Sicherheitsanforderungen des Unternehmens entsprechen. (Bild: Zeeman)

Kosten werden zurückerstattet

Den Angaben zufolge wurde die Short mit Tunnelzug von Mai bis Juni 2019 verkauft. Der Artikelcode C47796 / A60743 ist auf dem eingenähten Etikett zu finden.

Der betroffene Artikel kann gegen Kostenrückerstattung in Zeeman-Filialen zurückgegeben werden.

Der Original-Rückruf in niederländischer Sprache ist auf der Webseite des Unternehmens zu finden.

Gegebenenfalls einen Arzt aufsuchen

Egal ob Metallkappen, eine Murmel oder anderes Spielzeug: Verschluckte Kleinteile können im Magen-Darm-Trakt zu schweren Schädigungen führen.

Wenn es sich dabei um Batterien, Magnete oder spitze, lange Gegenstände wie zum Beispiel einen Nagel oder eine Nähnadel, handelt, sollten Betroffene nicht zögern, sondern unbedingt zu einem Arzt gehen.

Bei weniger gefährlichen Teilen muss der Mediziner oft nichts weiter unternehmen.

„Rund 80 bis 90 Prozent der Fremdkörper finden gemeinsam mit dem Nahrungsbrei den Weg ins Freie“, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), Professor Dr. med. Alexander Meining in einer älteren Mitteilung.

Manche könnten endoskopisch entfernt werden und nur in seltenen Fällen sei eine Operation notwendig. (ad)

Autor:
Alfred Domke
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Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.