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Schlafmangel beeinflusst Darmflora & Darmkrebsverlauf

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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22. April 2026
in News
Frau liegt im Bett mit einem Wecker im Vordergrund.
Schlafmangel verändert die Zusammensetzung der Darmflora und kann auch den Verlauf von Krebserkrankungen beeinflussen. (Bild: Graphicroyalty/stock.adobe.com)
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Chronischer Schlafmangel kann die Zusammensetzung der Darmflora verändern, wodurch wiederum das Immunsystem beeinträchtigt und das Fortschreiten von Darmkrebserkrankungen gefördert wird. Dies ist besonders kritisch, da Krebspatientinnen und -patienten häufig unter Schlafstörungen leiden.

Welche Auswirkungen chronischer Schlafmangel auf die Darmflora hat und wie dies wiederum das Immunsystem und den Verlauf von Darmkrebs beeinflusst, haben Forschende des University of Florida College of Medicine in einer aktuellen Studie untersucht. Die Ergebnisse wurden auf der Jahrestagung 2026 der American Association for Cancer Research vorgestellt.

Schlafstörungen & Darmflora verbunden

Dass Schlafmangel unser Immunsystem schwächt, ist seit langem bekannt, und auch die Zusammenhänge zwischen Schlafstörungen und der Zusammensetzung des Darmmikrobioms wurden bereits in verschiedenen früheren Studien thematisiert.

Beispielsweise berichteten Forschende Ende letzten Jahren in einer Übersichtsarbeit, wie Schlafstörungen über die Darm-Hirn-Achse mit der Darmflora verbunden sind und eine kürzlich veröffentlichte Studie bestätigt ebenfalls eindeutige Zusammenhänge zwischen der Darmflora und Schlafstörungen.

Die Forschenden vermuteten daher, dass die Beeinträchtigungen des Immunsystems bei Schlafmangel möglicherweise über eine veränderten Darmflora vermittelt werden und dass dies auch den Verlauf und den Erfolg von Krebstherapien beeinflussen könnte.

Einfluss auf Darmflora & Krebstherapien?

Welchen Einfluss chronischer Schlafentzug auf die Darmflora und die Behandlung von Darmkrebs mittels 5-Fluorouracil (5-FU; gängiges Chemotherapeutikum) hat, überprüfte das Team nun anhand von Mäusen.

Die Forschenden analysierten die Stuhlproben von krebskranken Mäusen mit und ohne Schlafentzug, um den Einfluss der Mikrobiota auf das Tumorwachstum und das Ansprechen auf 5-FU zu ermitteln.

Auch analysierten sie die Präsenz von Immunzellen in der Tumormikroumgebung, wichtige Gene, die an der Regulation des zirkadianen Rhythmus beteiligt sind, sowie verschiedene Biomarker des Immunsystems in beiden Maus-Gruppen.

Zudem verabreichten die Fachleute Mäusen ohne Schlafentzug, deren Darmflora vollständig beseitigt wurde, fäkale Mikrobiota-Transplantationen auf Basis von Stuhlproben der Tiere mit Schlafentzug, um den konkreten Einfluss der Darmflora auf den Krebsverlauf und die -therapie zu bestimmen.

Veränderte Darmflora, verstärktes Tumorwachstum

Bei den Mäusen mit Schlafentzug zeigte sich nicht nur eine veränderte Zusammensetzung der Darmflora, sondern auch ein verstärktes Tumorwachstum (gemessen am Tumorvolumen) sowie eine geringere Wirksamkeit der Chemotherapie, berichten die Forschenden.

Zudem waren laut den Fachleuten Veränderungen bei den Genen feststellbar, die den zirkadianen Rhythmus regulieren. Nach der fäkalen Mikrobiota-Transplantation beobachteten die Forschenden die genannten Auswirkungen auch bei den Tieren ohne Schlafentzug.

„Schlafentzug veränderte die Zusammensetzung der Darmflora und darüber hinaus, wie wir vermuten, das Verhalten der Bakterien“, erläutert die Studienautorin Maria C. Hernandez. Die Studie zeige, dass diese Veränderungen funktionelle Auswirkungen sowohl auf das Fortschreiten von Krebserkrankungen als auch auf Krebstherapien haben können.

Schlafmangel bei Krebs stärker berücksichtigen

Schlafprobleme und entsprechender Schlafmangel sind bei Krebspatientinnen und -patienten sehr häufig, werden aber in der Patientenversorgung oft vernachlässigt, so Hernandez weiter. Dies sei ein modifizierbarer Faktor, der die Entwicklung von Krebs, den Krankheitsverlauf und den Therapieerfolg beeinflussen könne, wobei die Darmflora einen wichtigen Mediator der Wirkung bilde.

Natürlich sei guter Schlaf nicht immer möglich, insbesondere wenn man über längere Zeit im Krankenhaus liege oder sich einer Krebsbehandlung unterziehen müsse, doch könne möglicherweise die Wiederherstellung einer „gesunden“ Darmflora den Krebspatientinnen und -patienten helfen.

„Wir wissen so viel über das Mikrobiom, dass wir anfangen müssen, es zu pflegen und ihm mit Respekt zu begegnen“, resümiert der Studienautor Dr. Christian Jobin. Neben ausreichend Schlaf bilde vor allem die Ernährung einen wesentlichen Faktor für die Etablierung einer gesunden Darmflora. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • Maria C. Hernandez, Y. Yang, Christian Jobin: The gut microbiota influences chronic sleep deprivation-induced colorectal cancer progression and treatment response; in: Proceedings of the 117th Annual Meeting of the American Association for Cancer Research, April 2026, abstractsonline.com
  • University of Florida: Sleep deprivation disrupts gut microbiota, worsening colorectal cancer outcomes (veröffentlicht 16.04.2026), eurekalert.org
  • Zhe Wang, Tingting Wu, Juan Li, Tangsheng Lu, Yifan Yu, Zichun Guan, Guohao Yuan, zhaoyan Lv, Yiming Shan, Wei Yan, Xiaoxinng Liu, Micheal V. Vitiello, Qingqing Yin, Jie Sun, Lin Lu: Brain-gut-microbiota interactions in sleep disorders; in: Brain Medicine (veröffentlicht 04.11.2025), kglmeridian.com
  • Yaxi Liu, Yixian Cai, Xian Shi, Mei Fan, Xiaotao Zhang, Jingjing Lin, Xiaoxuan Fan, Bingdong Liu, Jiyang Pan: Distinct Gut Microbiota Profiles Reflect Severity in Chronic Insomnia Disorder; in: Brain an Behavior (veröffentlich 31.12.2025), onlinelibrary.wiley.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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