Schwangerschaft trotz Antibabypillen: Rückruf von beliebten Verhütungsmitteln eingeleitet

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Rückrufaktion der Anti-Baby-Pille Drospirenon und Ethinyl Estradiol des Arznei-Herstellers „Apotex Corporation“

Aktuell warnt die US-Gesundheitsbehörde FDA zur Überwachung von Lebensmitteln gleich vor zwei Anti-Baby-Pillen mit verschiedenen Chargen. Der Hersteller hat unterdessen einen Rückruf veranlasst, um ungewollte Schwangerschaften zu verhindern.

Hersteller ruft Anti-Baby-Pille aus dem Handel. (Bild: Wolfilser/fotolia.com)

Wichtiger Rückruf eingeleitet

Schnell, sicher und bequem: Viele Frauen greifen auf hormonelle Verhütungsmethoden zurück. Kein Wunder – sorgt die Antibabypille bei richtiger Einnahme und Anwendung normalerweise für zuverlässigen Schutz vor Schwangerschaften. Allerdings sollte dieser Rückruf beachtet werden!

Unsichere Verhütungsmethode durch Herstellerfehler

Die US-Behörde FDA zur Überwachung von Lebensmitteln ruft aktuell Chargen von Antibabypillen zurück. Es können ungewollte Schwangerschaften erfolgen, da die Wirkung abgeschwächt sein könnte. Betroffen sind vier Chargen Drospirenon und Ethinyl Estradiol des Herstellers „Apotex Corporation“, wie die Plattform für Gesundheit „gehealthnews.com“ berichtet. Laut der Gesundheitsbehörde wurden die Pillen falsch angeordnet. In einige Pillenverpackungen seien zudem nur leere Blisterhüllen enthalten. Dadurch kann es passieren, dass Patienten eine Pille nicht nähmen und dadurch ungewollt eine Schwangerschaft durch Nicht-Verhütungseffekt auslösen.

Nach Angaben der US-Behörden sei ein solcher Fall bislang noch nicht aufgetreten. Allerdings sollten sich Frauen, die bereits die Pille einnahmen bzw. sich nicht sicher sind, ob sie eine Pille ausließen, sich an ihren Frauenarzt oder mindestens an den Hausarzt wenden. In der lokalen Apotheke kann auch das Produkt zurück gegeben werden.

Gegen Erstattung des Kaufpreises oder einer neuen Packung einer anderen Charge. Die Firma „Apotex Corporation“ schreibt auf ihrer Website: „Personen sollten ihre Therapie nicht unterbrechen, eine nicht-hormonelle Methode zur Verhütung von Geburten anwenden, sich an ihren Arzt wenden, um medizinischen Rat zu erhalten, und die betroffenen Pakete an ihren Apotheker zurückgeben”.

Nebenwirkungen aller Antibabypillen

Die Einnahme der Pille ist immer-auch unabhängig vom Rückruf- mit Nebenwirkungen verbunden. So kann das Hormonpräparat unter anderem zu Gewichtszunahme und Kopfschmerzen führen. Bekannt ist außerdem, dass durch Antibabypillen ein hohes Thrombose-Risiko droht. Die Pille ist eine hormonelle Verhütungsmethode, die Folgen für die Psyche der Anwenderinnen haben kann. (sb)