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Superfoods kaum gesund? Öko-Test findet in fast allen Produkten schädigende Stoffe

Sebastian Bertram
Verfasst von Sebastian Bertram
4. April 2016
in News
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Superfoods sind in aller Munde. Ob Chiasamen oder Moringablätter, gesunde Foods sind voll im Trend. Dieexotischen Nahrungsmittel sind besonders reich an wertvollen Inhaltsstoffen und Vitaminen. Sie halten uns gesund, fit und stärken unser Immunsystem. Das Verbrauchermagazin “Öko-Test” 22 dieser Produkte genau unter die Lupe genommen – und kam zu einem ernüchternden Ergebnis. Demnach fielen mehr als zwei Drittel der Proben durch, zwei Bio-Marken wurden sogar als „nicht verkehrsfähig“ eingestuft.

Superfoods werden immer beliebter
Ob Chiasamen, Carob, Goji- oder Açaí-Beeren: Superfoods sollen sich diese nicht nur positiv auf unsere Figur und Laune auswirken, sondern auch besonders gut für die Gesundheit sein. So sollen beispielsweise Chiasamen den Blutzucker senken sowie das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt minimieren. Hanfsamen werden gegen Müdigkeit und Abgeschlagenheit empfohlen, das Grünteepulver Matcha ist für seine große Menge an Antioxidantien, wichtigen Vitaminen und Mineralien bekannt. Doch sind die Pulver, Samen oder Extrakte tatsächlich so gesund wie dem Verbraucher suggeriert wird? Das Verbrauchermagazin “Öko-Test” hat sich die Superfoods genauer angeschaut und kam zu einem enttäuschenden Ergebnis.

Viele Produkte stark mit Schadstoffen belastet
Laut einer aktuellen Mitteilung hatten die Experten des Magazins insgesamt 22 Produkte getestet, darunter Acai, Spirulina, Gerstengras und Weizengraspulver aus Bio-Läden, Reformhäusern, Supermärkten und Discountern. Es zeigte sich, dass zwei Drittel der Proben derartig mit Schadstoffen belastet waren, dass sie mit “ungenügend” oder “mangelhaft” durchfielen. Zwei Bio-Marken erwiesen sich demnach sogar als „nicht verkehrsfähig“, so der Bericht.

Chiasamen enthalten hochgiftige Pestizide
Die Tester fanden eine Vielzahl an Stoffen, die für den Verbraucher unter Umständen eine massive Gesundheitsgefahr darstellen können. In einer Probe der “Dragon Superfoods Gojibeeren” konnten sie beispielsweise 16 verschiedene Pestizidrückstände nachweisen – ein deutlicher Hinweis darauf, dass konventionell erzeugte Gojibeeren nach wie vor mit Vorsicht genossen werden sollten. Aber auch bei den Bio-Produkten kamen die Experten leider nicht an Pestiziden vorbei, denn die Chiasamen von Alnatura und Basic überschritten beide gesetzliche Rückstandshöchstmengen. Die Basic Chiasamen erreichten dem Magazin zufolge sogar nach Abzug der Messunsicherheit noch zu hohe Werte, weswegen die Probe als „nicht verkehrsfähig“ eingestuft werden musste. Der Grund für die Überschreitungen waren die Unkrautvernichtungsmittel Diquat und Paraquat – Substanzen, die als hochgiftig gelten.

Zu viel Cadmium und Insektenabwehrmittel im Kakao
In dem „Bio Rohkakao Pulver“ der Marke „Feinstoff“ fand sich zum einen mehr als die zugelassene Höchstmenge des chemischen Insektenabwehrmittels Diethyltoluamid (DEET). Außerdem enthielt der Kakao viel zu viel Cadmium, welches die Nieren schädigen kann und unter Krebsverdacht steht. Das Pulver enthielt so viel von dem Stoff, dass bereits mit einem Esslöffel die empfohlene Tageshöchstmenge aufgenommen wird, so die Mitteilung weiter. Zwei Aspekte, die dazu führten, dass die Tester auch dieses Produkt als nicht verkehrsfähig einstuften.

Acht Proben mit aromatischen Mineralölen belastet
Ein Spirulina-Pulver enthielt der Analyse zufolge zu viel Blei, welches sich schädigend auf das zentrale Nervensystem, Herz, den Kreislauf sowie die Nieren auswirken kann. Bis auf fünf Proben fanden die Tester außerdem in allen getesteten Produkten Mineralölkohlenwasserstoffe, wobei es sich vor allem um gesättigte Mineralöle (MOSH) handelte, welche sich im Körperfett und einigen Organen anreichern können. Acht Proben waren zusätzlich mit aromatischen Mineralölen (MOAH) belastet, die teilweise als krebserregend gelten. (nr)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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