Vitaminbomben: Johannisbeeren sind extrem reich an Vitaminen und Mineralstoffen

Johannisbeeren: Die Vitamin C-Stars unter den Beerenfrüchten

Johannisbeeren zählen für viele Deutsche zu den besten sommerlichen Lebensmitteln. Sie sind die Vitamin C-Stars unter den Beerenfrüchten, insbesondere die Schwarze Johannisbeere. Zudem enthalten die Beeren viele gesunde Mineralstoffe. Vor dem Verzehr sollte man sie immer richtig säubern und lagern.


Lecker und gesund

Johannisbeeren sind super lecker. Die kleinen Beeren sind sauer und gesund. Sie enthalten unter anderem viel Vitamin C, das im Zusammenspiel mit den ebenfalls in Johannisbeeren enthaltenen Phenolsäuren und Flavonoiden auch der Ablagerung von Cholesterin an den Arterienwänden vorbeugen und so das Risiko von Bluthochdruck und Herzinfarkten reduzieren kann. Da die Früchte auch reich an verschiedenen Mineralstoffen sind, wird die Johannisbeere in der Naturheilkunde unter anderem als Hausmittel bei Eisenmangel eingesetzt. Experten erklären, was noch so alles in den leckeren Beeren steckt.

Johannisbeeren sind ein absolut gesundes Vergnügen. Das Beerenobst ist nicht nur reich an Vitamin C, sondern enthält auch viele Mineral- und Ballaststoffe. (Bild: okrasyuk/fotolia.com)

Geschmack von eher süßlich bis sehr sauer

Johannisbeeren sind ein absolut gesundes Vergnügen, egal, ob Schwarz, Rot, Rosa oder Weiß. Der persönliche Geschmack entscheidet, welcher Farbe der Vorzug gegeben wird. Von eher süßlich oder mild säuerlich bis sehr sauer und herb ist alles dabei.

Besonders lecker sind vor allem die Rote Johannisbeere Ribes rubrum und die Schwarze Johannisbeere Ribes nigrum.

Auch die Sorten mit rosafarbenen, zartgelben und weißen Früchten gehören zu den Roten Johannisbeeren. Ihnen fehlt lediglich der Pflanzenfarbstoff Anthocyan, der in den roten Sorten vorhanden ist, erklärt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).

Die rund fünf bis zehn Millimeter kleinen glatten Früchtchen sitzen in Trauben mit jeweils bis zu 15 Stück zusammen; bei der Schwarzen Johannisbeere sind es wenige bis einzelne Beeren.

Wie das BZfE erklärt, sind die Früchte „echte“ Beeren, das heißt, die Samen sind im saftigen Fruchtfleisch eingebettet. Gut erkennen kann man das bei den weißen Sorten, deren Haut fast durchscheinend ist.

Das ernährungsphysiologisch wertvollste Beerenobst

Johannisbeeren sind reich an Fruchtsäuren wie Zitronen- und Apfelsäure. Zudem haben sie viele Ballast- und Mineralstoffe sowie Vitamine – insbesondere die Schwarze Johannisbeere.

Laut den Experten ist sie sogar das ernährungsphysiologisch wertvollste Beerenobst – ein echtes heimisches Superfood.

Mit 177 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm verfügt sie über die fünffache Menge im Vergleich zur Roten Johannisbeere, beim Vitamin A ist es knapp viermal so viel. Der Mineralstoffgehalt ist ebenfalls deutlich höher, unter anderem von Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen.

Das Gleiche gilt für den Gehalt an Zuckern, Fruchtsäuren und Ballaststoffen. Weil der Gehalt an Anthocyanen das Zehnfache beträgt, sind die Früchte so dunkel schwarz-violett.

Die beiden Arten unterscheiden sich auch geschmacklich. Während die rosafarbenen und weißen Sorten mild säuerlich bis süß schmecken, sind die roten säuerlich bis sauer und die schwarzen vorwiegend herb und – je nach Sorte – mehr oder weniger aromatisch.

Vielseitig zu verwenden

Sowohl die Roten als auch die Schwarzen Johannisbeeren eignen sich sehr gut für den Frischverzehr, auch wenn viele Menschen den herben Geschmack der schwarzen Früchte nicht so mögen.

Es lohnt sich aber, immer mal wieder zu probieren. Es gibt zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den Sorten und neuere Züchtungen sind geschmacklich verbessert.

Johannisbeeren lassen sich sehr vielseitig in der Küche verwenden. Vollreife rote, rosa oder weiße Früchte kann man einfach pur genießen. Sie werden auch gerne zu Saft, Sirup, Konfitüre, Gelee, Roter Grütze, Eis oder Sorbet verarbeitet.

Als Kuchenbelag oder im Obstsalat sowie für den Rumtopf machen sie sich ebenfalls hervorragend. Die Schwarze Johannisbeere kennen die meisten eher verarbeitet, vor allem als Saft, Sirup, Gelee, Mischkonfitüren oder als Likör „Cassis“.

Das BZfE hat noch einen Tipp parat: Die Früchte beider Arten haben eine relativ feste Außenhaut, sodass sie sich im Kühlschrank ein paar Tage lang aufbewahren lassen.

Man sollte sie vor dem Waschen noch einmal prüfen und gegebenenfalls matschige Früchte aussortieren. Am besten wäscht man die ganzen Trauben und streift dann nach Bedarf die einzelnen Früchte mit einer Gabel ab. (ad)