Vorm Sport besser dehnen – nach Verletzungen „PECH“-Regel beachten

Alfred Domke

Expertentipps für ein dauerhaft bewegtes und gesünderes Leben

Bewegungsmangel und langes Sitzen machen krank. Gesundheitsexperten betonen daher immer wieder, wie wichtig regelmäßige körperliche Aktivitäten für unseren Körper sind. Vor allem Menschen, die erst (wieder) mit dem Sport beginnen, sollten einige Tipps beachten.


Krankheiten vorbeugen und Gewicht reduzieren

Ausreichende Bewegung und sportliche Aktivität tragen dazu bei, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck zu mindern. Zudem hilft Sport beim Abnehmen und Kondition aufbauen. Doch wer gerade erst mit dem Training beginnt oder sich dies vorgenommen hat, sollte einige Sportratschläge für Anfänger beachten.

Vor dem Training sollte man sich stets aufwärmen und die Muskeln dehnen. Wenn man beim Sport dennoch Verletzungspech hat, kann die sogenannte „PECH“-Regel bei der Heilung helfen. (Bild: Paolese/fotolia.com)

Nicht übermotiviert mit dem Training beginnen

Untersuchungen haben leider gezeigt, dass die Mehrheit der Deutschen ungesund lebt und sich zu wenig bewegt.

Doch eigentlich gibt es im Alltag immer wieder Anregungen für Sport, etwa durch den Start der Fußball-Bundesliga.

„Wer sich mehr Sport in den Alltag holt, hat gesundheitlich schon viel gewonnen“, meint Klaus Möhlendick, Sportwissenschaftler bei der Barmer, in einer Mitteilung der Krankenkasse.

„Allerdings sollten insbesondere Anfänger nicht übermotiviert an den Start gehen, um die eigene Gesundheit nicht zu gefährden“, warnt der Experte, der einige Tipps für ein dauerhaft bewegtes und gesünderes Leben parat hat.

Passende Sportart finden

Möhlendick rät gerade Personen, die längere Zeit keinen Sport betrieben haben, zu einem geruhsamen Start ins sportlichere Leben.

Wichtigster Punkt vor der ersten Sportstunde sei demnach ein Check beim Hausarzt. „Sportanfänger können mit dem ärztlichen Check sicherstellen, dass sie sich nicht falsch oder zu stark belasten.“

Zudem könne der Arzt helfen, sich realistische Ziele zu setzen. Zu hohe Erwartungen führten rasch zu Ernüchterung und zu einem vorschnellen Ende des sportlichen Treibens.

Nicht zuletzt erspare man sich mit der Wahl der passenden Sportart auch unnötige Kosten. „Sport lässt sich mit einfachen Mitteln treiben, dafür braucht man keine teure Ausrüstung“, so Möhlendick.

„Wichtiger ist, dass Lauf- oder Fußballschuhe passen oder ein Fahrrad verkehrssicher ist und der eigenen Größe entspricht.“

Belastung langsam steigern

Wie es in der Mitteilung der Krankenkasse heißt, sei es aus sportmedizinischer Sicht sinnvoll, langsam zu beginnen und die Belastung je nach Trainingsfortschritt zu steigern.

Um die Verletzungsgefahr zu reduzieren, sollte vor jeder Einheit gründliches Dehnen und Aufwärmen stehen.

Wer dennoch nach dem Sport ein wenig Muskelkater hat, sollte sich laut Fachleuten keine großen Sorgen machen, sich danach aber besser nicht erneut zu stark anstrengen.

„PECH“-Regel hilft bei der Heilung

Doch manchmal haben Sporttreibende beim Training Verletzungspech und es kommt zu Problemen wie Kreuzbandschmerzen, einer Knieschwellung oder auch nur blauen Flecken.

In solchen Fällen kann die sogenannte „PECH“-Regel helfen, um die Heilung zu beschleunigen.

Die Barmer weist zwar darauf hin, dass die Regel ärztliche Hilfe nicht ersetzen könne, doch helfen P wie Pausen, E wie Eis zur Kühlung, C wie Kompression und H wie Hochlagern beispielsweise gut gegen Prellungen, Zerrungen oder Dehnungen.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass man sich beim Sport draußen wettergercht kleiden sollte. Das heißt, beispielsweise bei Hitze mit Kopfbedeckung zu laufen und Kälte durch mehrere Schichten Kleidung auszugleichen.

Außerdem haben das Wetter auch Einfluss darauf, wie viel man beim Sport trinken sollte. (ad)