Hausmittel bei Sonnenbrand

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Heilpraxisnet

Eigentlich sollte die Haut immer geschützt werden, sodass kein Sonnenbrand entsteht. Ist dies jedoch passiert, existieren einige gute Hausmittel, die lindernd, kühlend und heilend wirken. Ein Sonnenbrand sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da, je häufiger die Haut durch zu viel Sonnenbestrahlung verbrannt wird, das Hautkrebsrisiko steigt. Gerade dann, wenn Kinder vor ihrem sechsten Geburtstag schon häufiger einen Sonnenbrand hatten, sind diese später stärker gefährdet, an Hautkrebs zu erkranken.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Sonnenbrand
Symptome
Komplikationen
Hausmittel bei einem Sonnenbrand
Prävention

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Ein Sonnenbrand wird verusacht durch übermäßige UV-Strahlung. (Bild: Rostislav Sedlacek/fotolia.com)

Was ist ein Sonnenbrand

Das Sonnenbrandrisiko hat sich weltweit in den vergangenen Jahren deutlich erhöht, da die Ozonschicht immer dünner geworden ist und die gefährlichen UV-Strahlen (ultraviolette Strahlung) nicht mehr genügend abfangen kann, so dass diese ungefiltert die Erdoberfläche erreichen und dann ungehindert in die Haut eindringen können.

Sonnenbrand ist eine akute Entzündungsreaktion, ausgelöst durch das Eindringen von Sonnenstrahlen in die Haut. Das Gefährliche der Sonne ist deren UV-Anteil. Wenn die Haut mit ihrer Eigenpigmentierung nicht mehr auf die Strahlung reagieren kann, entsteht eine Entzündung mit Rötung, Überwärmung und eventuell auch Blasenbildung. Die Symptome entstehen schon nach drei bis sechs Stunden. Die Sonnenstrahlen können so tief in die Haut eindringen, dass das Zellgewebe geschädigt wird. Damit steigt von Sonnenbrand zu Sonnenbrand das Risiko, Hautkrebs zu bekommen. Je häufiger die Haut ungeschützt der Sonne ausgesetzt wird, desto eher setzt zudem die Hautalterung ein. Auch kann ein schwerer Sonnenbrand sogar dazu führen, dass die Oberhaut an den verbrannten Stellen völlig zerstört wird.

Symptome

Grad I eines Sonnenbrandes ist erreicht, wenn Juckreiz, Rötung und Brennen einsetzen. Bei Grad II setzt die Blasenbildung ein, bei Grad III wird die obere Hautschicht zerstört. Grad II und Grad III gehören in die Hände eines Arztes. Gerade dann, wenn begleitend Symptome wie Fieber, Ohrensausen, Kopfschmerzen, Kreislaufschwäche, Übelkeit und Erbrechen hinzu kommen, ist nicht mehr von einem ganz normalen Sonnenbrand die Rede. Hier muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Gerade bei kleinen Kindern, die einen Sonnenbrand erlitten haben, sollte mit einem Arztbesuch nicht allzu lange gewartet werden.

Komplikationen

Je nach Heftigkeit und Ausmaß der Verbrennung und der dazukommenden Allgemeinsymptome kann der Sonnenbrand zu einem Sonnenstich führen, der unbedingt fachmännisch behandelt werden muss. Ist die Haut stärker verbrannt, können sich bleibende Narben entwickeln. Sonnenbrände können dazu führen, dass die Haut dicker wird, sich die Gefäße erweitern, die Haut schneller altert, Alters- und Pigmentflecken entstehen. Ebenso steigt das bereits erwähnte Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Aus gutem Grund gehören die schweren Fälle eine Sonnenbrandes zweiten und dritten Grades in die Hände ärztlicher Versorgung.

Hausmittel bei einem Sonnenbrand

Um Sonnenbrand zu behandeln, existieren die vielfältigsten Hausmittel. Bei den ersten Anzeichen sollte auf alle Fälle die Sonne verlassen werden. Die betroffenen Stellen sind in den nächsten Tagen, bis der Sonnenbrand vollkommen abgeheilt ist, unbedingt mit geeigneter Kleidung abzudecken. Auch ist an eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu denken. Die Haut benötigt jetzt noch mehr Feuchtigkeit und zwar von innen zugeführt.

Je schneller die Haut nach einem Sonnenbrand gekühlt wird, desto besser ist dies. Gekühlt werden sollte aber nie mit eiskalten Substanzen, sondern die Temperatur sollte im Bereich von 15°C bis 20°C sein. Zu massive Kälte würde den Heilungsprozess sogar verlängern. Kühle Duschen oder Auflagen mit nassen Tüchern beruhigen die Haut un nehmen etwas das brennende Gefühl. Die Tücher werden erneuert, sobald diese sich erwärmt haben. Die Heilung kann noch unterstützt werden, indem dem Wasser, mit dem die Tücher getränkt werden, etwas Obstessig hinzugefügt wird. Das Abtupfen der betroffenen Stellen mit in Essigwasser getränkten Wattebäuschen ist ebenso hilfreich.

Selbstgemachter Quark
Quark ist ein vielfach bewährtes Hausmittel gegen Sonnenbrand. (Bild: rainbow33/fotolia.com)

Ein einfaches, wirksames Hausmittel bei Sonnenbrand ist das Aufbringen von Quark. Dabei werden Geschirrtücher mit einfachem Magerquark bestrichen, zusammengefaltet und auf die betroffenen Stellen gelegt. Dies kühlt und wirkt gleichzeitig antientzündlich. Ist der Quark warm geworden, wird dieser erneuert. Steht kein Quark zur Verfügung helfen auch Joghurt oder Kefir. In Buttermilch getränkte Tücher sind eine gute Alternative. Wichtig ist dabei, falls auf der Haut noch Rückstände des Milchproduktes haften bleiben, diese großzügig abzuwaschen, um eine eventuelle Infektionsgefahr zu bannen.

Ein tolles Hausmittel gegen Sonnenbrand ist die Aloe, die jedoch nicht immer in Reichweite ist. Wenn vorhanden, wird von der Aloe-Vera Pflanze ein Stück abgeschnitten und der austretende Saft auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Die Substanzen der Aloe wirken kühlend und heilend, weil die Pflanze entzündungshemmende Stoffe enthält.

Ein weiteres bekanntes Hausmittel ist schwarzer Tee. Für kleine Stellen eigenen sich Teebeutel, die schon einmal aufgebrüht und dann anschließend etwas im Kühlschrank aufbewahrt wurden. Bei größeren Stellen werden Tücher mit starkem, gekühltem schwarzen Tee getränkt und dann aufgelegt. Auch hier werden die Auflagen erneuert, sobald sie warm geworden sind. Anstatt des schwarzen Tees ist die Anwendung auch mit Kamillentee möglich.

Heilerde ist ein bekanntes Hausmittel bei stumpfen Traumen. Aber auch bei Sonnenbrand kann diese gute Dienste leisten. Dafür wird aus kühlem Wasser und Heilerde ein Brei angerührt und auf die „besonnten“ Stellen aufgetragen. Ist das Ganze trocken, wird dies vorsichtig mit kühlem Wasser abgeduscht.

Das gute alte Natron, ein altbekanntes Hausmittel, kommt bei Sonnenbrand wieder zum Einsatz. Dafür wird ein Teelöffel Natron mit einem Liter kühlem, aber nicht zu kaltem Wasser vermischt, am besten das Ganze in eine Sprühflasche gefüllt und immer wieder auf die betroffenen Stellen gesprüht.

Wer sich etwas mit Pflanzen beschäftigt, kennt die wohltuende Wirkung der Eichenrinde. Ein Sud davon ist ein bewährtes Hausmittel bei sonnengeschädigter Haut. Dafür werden zwei Esslöffel Eichenrinde in einem viertel Liter Wasser, circa eine viertel Stunde lang gekocht und dann abgeseiht. Der abgekühlte Sud mit Wasser vermischt, kann mit Hilfe einer Sprühflasche aufgetragen werden. Aber auch Tücher, die damit getränkt werden, verschaffen Linderung.

Gurkenscheiben kennt jeder aus der Kosmetik. Diese helfen aber auch bei Sonnenbrand. Auf die verbrannten Stellen aufgebracht und immer wieder erneuert kühlen sie und unterstützen somit den Heilungsprozess.

Ein australisches Hausmittel ist das Aufbringen von geraspelten Auberginen mit etwas Naturjoghurt. Dafür wir eine Aubergine, komplett mit Schale, klein geraspelt, mit etwas Naturjoghurt vermischt auf auf den Sonnenbrand aufgetragen. Das nimmt die Hitze und trägt zur Heilung bei. Wichtig ist hierbei das vollständige Entfernen des Joghurts von der Haut, am besten mit klarem Wasser.

Auf jeden Fall sollten Fette, Salben und Öle bei Sonnenbrand nicht angewandt werden, da sie die Wärmeabgabe über die Haut beeinträchtigen und somit eine Verschlechterung des Hautzustandes bedingen können. Apotheken halten gegen einen Sonnenbrand die verschiedensten Gels bereit.

Prävention

Prävention ist natürlich besser, als sich mit einem schmerzenden Sonnenbrand herum zu ärgern. So ist die Haut mit einem geeigneten Sonnenschutzmittel zu schützen und dies auch regelmäßig zu wiederholen. Besser noch als das Eincremen ist passende Kleidung, die vor der Sonne schützt. Am Wichtigsten ist eine geeignete Kopfbedeckung, die auch dem Nacken Schutz bietet. Kinder sollten ohne Bekleidung gar nicht in der Sonne sein. Selbst für das Baden im Meer oder das Spielen am Strand ist eine Sonnenschutzbekleidung angesagt.

Zur Prävention gehört auch eine ausgewogene Ernährung, reich an Antioxidantien. Das sind Stoffe, die in der Lage sind, die im Körper gebildeten freien Radikale abzupuffern. Gerade durch die Sonnenbestrahlung produziert der Körper eine Menge davon. Das Betacarotin gehört zu den Antioxidantien und schützt die Haut. Dies ist vor allem enthalten in Tomaten, roter und gelber Paprika, Karotten, Süßkartoffeln, Kohl und Fenchel. Ein Glas Karottensaft am Tag, als Kur vor dem Sommerurlaub, bereitet die Haut recht gut auf die kommende Sonneneinstrahlung vor. Weitere Radikalfänger sind Vitamin C, Vitamin E, Selen und Zink. Eine ausgewogene Ernährung, reich an frischem Obst und Gemüse ist wichtig, um besser mit den gefährlichen Sonnenstrahlen umgehen zu können.

Die Haut sollte auf alle Fälle ganz langsam an die Sonne gewöhnt werden. Auch lange Sonnenbäder sind kontraproduktiv. Eine geeignete Sonnenschutzbekleidung und ein Sonnenschutz in Form der, zum Hauttyp passenden Sonnencreme, sind wichtig. Fazit: Braun zu sein ist zwar schön, jedoch nicht immer gesund. (sw)

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