Hausmittel gegen eine verstopfte Nase

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Fabian Peters

Hausmittel gegen verstopfte Nasen

Eine verstopfte Nase ist in der Regel recht unangenehm. Gerade in der Nacht wird durch die behinderte Nasenatmung der Schlaf gestört, der Hals trocken und der Morgen beginnt unausgeschlafen mit trockenem Hals und eventuellen Schluckbeschwerden. Die häufigste Ursache für eine verstopfte Nase ist Schnupfen, im Rahmen einer Erkältung  oder einer Allergie. Hier können Hausmittel durchaus die gewünschte Hilfe bringen.

Eine behinderte Nasenatmung kommt aber auch vor bei einer Nasennebenhöhlenentzündung, Verkrümmung der Nasenscheidewand, trockener Luft, Staub oder anderen Reizstoffen, häufigem Verwenden eines Nasensprays, Nasenpolypen, Verletzungen im Bereich der Nase und bei Nasentumoren.

Genügend Trinken

Unsere Nase hat die Aufgabe, die Einatemluft zu säubern. Dazu besitzt sie eine ganz besondere Schleimhautoberfläche. Wenn kalte Luft oder Fremdkörper eindringen, kann sie durch Anschwellen ihre Oberfläche vergrößern und vermehrt Flüssigkeit und Schleim produzieren. In diesem Fall ist aber der Nachschub an Flüssigkeit sehr wichtig. So ist bei Schnupfen ausreichend Trinken angesagt und zwar in Form von stillem Wasser oder Kräutertee. Je mehr die Schleimhaut geschwollen ist, desto mehr Flüssigkeit muss „nachgefüllt“ werden. Dadurch wird der Schleim verflüssigt, kann sich besser lösen und die Nase wird wieder frei.

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Nasenspray ist für die Betroffenen oft das Mittel erster Wahl gegen eine verstopfte Nase, doch können zahlreiche andere Hausmittel ähnlich gut helfen. (Bild: Dan Race/fotolia.com)

Inhalieren

Inhalieren ist bei verstopfter Nase ein einfaches, aber wirkungsvolles Hausmittel. Hierfür  wird am besten Salz verwendet. Salz wirkt desinfizierend, Schleim verflüssigend und befeuchtend auf die Schleimhaut.  Am wirkungsvollsten ist eine 0,9 %-ige Salzwasserlösung, und zwar mit Himalaja- oder Meersalz. Das bedeutet, dass neun Gramm Salz mit einem Liter kochendem Wasser in einer Schüssel vermischt werden. Ist das Wasser nicht mehr zu heiß, wird der Kopf über das Gefäß gebeugt und darüber ein Handtuch gelegt, so dass der Dampf unter dem Tuch bleibt. Das Inhalieren sollte fünf  bis zehn Minuten lang durchgeführt werden. Bei Unwohlsein wird der Vorgang sofort abgebrochen. Nach der Dampfinhalation sind Ruhe und Wärme wichtig.

Nasenspray auf Meersalzbasis

Nasensprays auf Meersalzbasis können über einen längeren Zeitraum hinweg täglich benutzt werden, ohne dabei Gefahr zu laufen, dass die Schleimhäute austrocknen und eine Abhängigkeit einsetzt. Gerade trockene Schleimhäute sind ein Nährboden für Erreger. Feuchte Schleimhäute hingegen können sich selbst reinigen und sich vor Eindringlingen schützen. Ein Meersalzspray heilt, befeuchtet und verflüssigt den Schleim und ist somit ein empfehlenswertes Hausmittel bei verstopfter Nase.

Ätherische Öle

Ätherische Öle, richtig angewandt, sind wirkungsvolle Hausmittel. Ein paar Tropfen Eukalyptus, Cajeput oder Teebaum in der Aromalampe zum Verdampfen gebracht, riechen nicht nur gut, sondern können bei verstopfter Nase durchaus Erleichterung bringen. Wichtig dabei ist, auf gute Qualität der Öle zu achten. Unterwegs hilft das Riechen an einem Taschentuch, das mit ein bis zwei Tropfen des gewünschten Öls beträufelt wird. Ein mit ätherischem Öl präpariertes Tuch neben das Kopfkissen gelegt, kann zudem nachts für ein gutes Durchatmen sorgen. Dies ist nicht für kleine Kinder geeignet. Erst ab dem Schulalter dürfen diese Öle verwendet werden.

Olivenöl

Olivenöl pflegt und schützt die Nasenschleimhaut. Angereichert mit einem Tropfen hochwertigem Pfefferminzöl, kann dies das Atmen erleichtern. Zwanzig Milliliter kaltgepresstes Olivenöl werden mit einem Tropfen ätherischem Pfefferminzöl gemischt und in ein kleines Braunglasfläschchen gefüllt. Empfehlenswert ist, eine kleine Menge von der Mischung an den Naseneingang zu geben. Vorsicht : Weniger hilft hier mehr. Olivenöl, ganz ohne Zusätze, kann aber auch verwendet werden. Dies wirkt vor allem heilend und pflegend auf die Nasenschleimhäute. Zweimal täglich ein wenig Olivenöl auf den Finger und damit die Nasenwände eingerieben – dies tut wohl und schützt zusätzlich noch vor Allergenen. Das Olivenöl legt einen Schutzfilm auf die Nasenschleimhaut und wehrt so die winzigen Eindringlinge ab.

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Nasenspülungen sind ein vielach bewährtes Hausmittel, das auch gegen eine verstopfte Nase hilft. (Bild: Dan Race/fotolia.com)

Nasenspülungen

Nasenspülungen gehören zu den einfachen, leicht durchführbaren, jedoch recht effektiven Hausmitteln gegen verstopften Nasen. Verwendet wird dafür eine 0,9 %-ige Kochsalzlösung (9 Gramm Kochsalz – 1 Liter Wasser). Dazu wird noch eine Nasenspülkanne benötigt und schon kann es los gehen. Mit dem Kopf leicht schräg über dem Waschbecken soll die Nasenspüllösung in das eine Nasenloch fließen und dann durch das andere wieder heraus. Wichtig ist, dabei den Mund weit zu öffnen, damit das salzige Gemisch nicht in den Rachen läuft. Anschließend werden die Seiten gewechselt. Der fest sitzende Schleim löst sich und auch Borken oder andere Ablagerungen werden aus der Nase entfernt. Im Handel sind fertige Sets erhältlich, die sowohl eine Nasendusche als auch die fertige Spüllösung  und zusätzlich noch eine genaue Anleitung enthalten.

Raumluft befeuchten

Allein trockene Luft kann schon zu einer verstopften Nase führen. Mit Schnupfen ist das aber noch schlimmer. Deshalb sollte die Raumluft mit geeigneten Methoden befeuchtet werden. Da hilft das Aufhängen feuchter Tücher oder aber ein spezieller Raumluftbefeuchter. Zimmerbrunnen sehen nicht nur hübsch aus, sondern klimatisieren die Luft und sorgen für ein angenehmes Raumklima. Bei einigen Modellen ist auch die Zugabe von ätherischen Ölen möglich, was die Wirkung noch unterstützen kann. Welche Öle hierfür geeignet sind, lesen Sie unter „Ätherische Öle“.

Akupressur

Die Akupressur ist leicht und vor allem überall, ohne irgendwelche Hilfsmittel, durchzuführen. Bei verstopfter Nase sind fünf Punkte wichtig. Die Falte zwischen den beiden Augenbrauen wird mit Zeigefinger und Daumen zwanzig Sekunden lang zusammengedrückt. Zwei weitere Punkte sind dort, links und rechts auf der Nase, wo normalerweise die Brille sitzt. Die Punkte werden mit den Zeigefingern massiert, ebenso zwanzig Sekunden lang. Links und rechts neben den Nasenlöchern befinden sich noch zwei wichtige Akupressurpunkte.  Die Akupressur kann mehrmals täglich wiederholt werden.

An einer Zwiebel riechen

Die Zwiebel hat sowohl antienzündliche, als auch abschwellende Eigenschaften. Mehrmals am Tag an einer aufgeschnittenen Zwiebel zu riechen, kann helfen. Eine weitere Variante ist, eine Zwiebel nachts neben das Kopfkissen zu legen. Dies ist zwar vom Geruch her nicht wirklich angenehm, erleichtert jedoch das Durchatmen.

Heiße Suppen

Wer unter einer verstopften Nase leidet, sollte so oft wie möglich heiße Suppen essen. Welche Art von Suppe ist nicht so wichtig, Hauptsache schön heiß. Ein uraltes Hausmittel unter den Suppen ist die Hühnersuppe. Diese hilft bei allen Erkältungen und kann durch die Zugabe von Chili und Ingwer noch in ihrer Wirkung verstärkt werden.

gelbes Senfmehl
Ein Fußbad mit Senfmehl befreit die Nase. (Bild: Birgit Kutzera/fotolia.com)

Senfmehlfußbad

Das Senfmehlfußbad hilft bei chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen, aber auch bei akuten Erkältungen. Dieses Fußbad macht die Atemwege frei. Für das Senfmehlbad werden 100 Gramm frisch gemahlenes Senfmehl mit einem halben Liter lauwarmem Wasser verrührt. Für das Fußbad wird eine kleine Wanne bis zur Wadenhöhe mit 36 bis 37°C warmem Wasser gefüllt. Das angerührte Senfmehl wird durch ein Tuch gepresst und das Senfmehlwasser dem Badewasser zugegeben. Damit der Senfmehlgeruch nicht zu sehr die Nase reizt, wird die Wanne mit einem Handtuch abgedeckt. Die Badetemperatur beträgt zwischen fünf und fünfzehn Minuten, je nach Hautverträglichkeit. Nach dem Baden sollten Unterschenkel und Füße lauwarm abgespült und dann mit einem Oliven- oder Mandelöl eingecremt werden. Das Senfmehlbad ist ein hervorragendes Hausmittel, sollte jedoch sehr vorsichtig durchgeführt werden und dies nur einmal täglich. Solange noch Rötungen vorhanden sind, darf keine Wiederholung folgen. Das Senfmehlbad ist für größere Kinder und Erwachsene geeignet.

Meerrettich-Auflagen

Bei verstopfter Nase ist Meerrettich empfehlenswert, sowohl innerlich, als auch äußerlich als Auflage. Jedoch ist hier ebenso Vorsicht geboten, wie bei der Anwendung von Senfmehl. Ein frisches Stück Meerrettichwurzel wird gerieben, auf ein dünnes Baumwolltuch aufgebracht, fest von allen Seiten zugepackt und mit dem Messerrücken kräftig ausgeklopft. Diese Meerrettichauflage wird auf die Stirn gelegt. Die Augen sollten dabei unbedingt geschlossen bleiben oder mit einem feuchten Tuch abgedeckt sein.  Beim ersten Mal darf die Anwendung auf keinen Fall länger als vier Minuten dauern. Wird die Haut rot, wird das Päckchen sofort entfernt. Nach der Anwendung muss die Haut unbedingt mit einem guten Oliven- oder Mandelöl gepflegt werden. Die nächste Anwendung darf erst erfolgen, wenn sich die Haut komplett erholt hat. Meerrettichauflagen sind nichts für kleine Kinder.

Kräutertee

Tee, hergestellt aus Holunder- oder Lindenblüten oder auch aus beidem, hilft bei Erkältungen und bei Fieber. Sie sind schweißtreibend, fiebersenkend und verflüssigen den Schleim. Demnach sind beide  Teesorten gute Hausmittel bei verstopfter Nase. Von den Blüten, einzeln oder gemischt, wird ein Teelöffel pro 250 Milliliter kochendem Wasser benötigt. Der Tee sollte dann acht bis zehn Minuten ziehen und kann gerne noch mit einem Teelöffel Honig verfeinert werden. Der Tee wird dreimal am Tag, Schluck für Schluck, getrunken

Manuka Honig

Die Bienen sammeln die Südseemyrte, aus der dann schließlich der Manuka Honig hergestellt wird. Dies ist kein „normaler“ Honig, sondern etwas ganz Besonderes. Er enthält ätherische Öle, die entzündungshemmend und antibakteriell wirken. Vor dem Schlafengehen etwas Manuka Honig auf die inneren Nasenwände aufgebracht, klingt vielleicht etwas befremdlich, wirkt sich aber äußerst positiv auf die Nasenschleimhaut auf.

Wenn nichts hilft

Wenn alle erwähnten Hausmittel nach ein paar Tagen gar nicht helfen und die Nasenatmung schon länger behindert ist, sollte Hilfe beim Arzt oder Heilpraktiker gesucht werden. Denn auch aus einem harmlosen Schnupfen kann ein chronisches Beschwerdebild hervorgehen und dies sollte auf jeden Fall vermieden werden. (sw)