Loch in der Netzhaut – Netzhautlöcher

Heilpraxisnet

Netzhautlöcher im Auge können nahezu unbemerkt entstehen und unbehandelt zu einer Netzhautablösung (Amotio retinae; Ablatio retinae) führen.Wird vom Augenarzt ein Loch in der Netzhaut entdeckt, sollte es umgehend mit Laser oder einer Kältesonde abgedichtet werden.

Die Entstehung der Netzhautlöcher bleibt meist unbemerkt.
Meist entstehen die Löcher oder Einrisse an Kontaktstellen zwischen Glaskörper und Netzhaut. Der Glaskörper, der zu 98% aus Wasser besteht und im Kindesalter das Augeninnere ausfüllt, schrumpft mit fortschreitendem Lebensalter, sinkt im Auge herab und übt dabei Zug auf die Bereiche der Netzhaut aus, an die er geheftet ist (sog. Glaskörper-Abhebung). So kommt es zu kleinen Einrissen und Löchern, deren Entstehung nur selten durch Wahrnehmung eines „Blitzes“ oder von „Rußregen“ bemerkt wird und die in der Regel ohne Sehverschlechterung vonstatten geht. Selten sofort, häufiger nach Tagen, Wochen oder Monaten entsteht in 10-20% der Fälle aus dem Loch in der Netzhaut eine echte Netzhautablösung, nämlich wenn Augenflüssigkeit unter die Netzhaut gelangt. Dann droht ein Verlust der Sehkraft.

Die umgehende Behandlung verhindert eine Netzhautablösung.
Wird ein Loch in der Netzhaut bei einer augenärztlichen Untersuchung entdeckt, sollte umgehend eine Behandlung eingeleitet werden. Kleinere Netzhautlöcher werden meist mit dem Laser versiegelt. Dabei wird das Netzhautgewebe rund um das Loch erhitzt, damit die entstehenden Narben die Netzhaut auf ihrer Unterlage festhalten. Große Löcher hingegen werden unter örtlicher Betäubung mit einer Kältesonde an den Rändern stark abgekühlt, sodass größere Narben die Ränder versiegeln. Die Behandlungen verlaufen durch den spürbaren Druck und die hellen Laserstrahlen etwas unangenehm, sind aber schmerzlos und bleiben ohne Folgen für die Sehkraft.

Mehr zum Thema:

Netzhaut-Loch

Konventionell werden keine vorbeugenden Maßnahmen empfohlen. Aus dem Bereich der Naturheilkunde hält vor allem die orthokulare Medizin Mineralstoffe und Vitaminpräparate bereit, die einen unterstützenden und stärkenden Einfluss auf Auge und Netzhaut haben. Darüber hinaus ist auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr (in Form von Wasser) zu achten. (Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin)

Bildnachweis: Lupo  / pixelio.de