Netzhautablösung im Auge

Redaktion Heilpraxis.de

Ablösung der Netzhaut – unmittelbare Gefahr für das Augenlicht

Eine Netzhautablösung im Auge (Amotio retinae, Ablatio retinae) ist immer ein augenärztlicher Notfall, unabhängig von der Ursache und Ausprägung. Löst sich die Netzhaut (Retina) von ihrer Versorgungsschicht, dem retinalen Pigmentepithel, kommt es aufgrund einer Unterversorgung der betroffenen Areale zu beträchtlichen Funktionsverlusten. In schweren Fällen kann dies eine Erblindung zur Folge haben. Eine schnelle Diagnose und Behandlung durch einen operativen Eingriff, ist entscheidend für den bestmöglichen Erhalt der Netzhaut und damit der Sehkraft.


Ein kurzer Überblick

Eine Netzhautablösung ist ein ärztlicher Notfall und eine schnelle Untersuchung und Behandlung ist entscheidend, um dauerhafte Sehschädigungen oder eine Erblindung zu verhindern. Die folgende Übersicht fasst zunächst die wichtigsten Fakten zu den Symptomen, den Ursachen und den möglichen Behandlungsmethoden zusammen. Der anschließende Artikel enthält detaillierte Informationen zu diesen und weiteren Aspekten einer Amotio retinae.

Eine Netzhautablösung ist eine große Bedrohung für das Augenlicht. (Bild: Patrick Daxenbichler/fotolia.com)

Wie erkennt man eine Netzhautablösung?

  • Es werden keine Schmerzen wahrgenommen und auch andere Symptome können (zunächst) ausbleiben, was nicht selten zu einer späten Diagnose führt.
  • Vorboten sind oft Symptome für ein Netzhautloch oder einen -riss, wie schwarze, umhertanzende Punkte („fliegende Mücken“) vor den Augen oder Blitze bei geschlossenen Augen.
  • Anzeichen für eine stattfindende Ablösung der Netzhaut sind vermehrt auftretende schwarze Punktewolken oder herabsinkende schwarze Punkte („Rußregen“), Sehstörungen durch Schattengebilde, Rauch- oder Nebelerscheinungen, Schleier vor den Augen oder ein unscharfes Sehen.

Mögliche Ursachen

Unter den vielfältigen Auslösern sind die wichtigsten in die drei folgenden Gruppen eingeteilt:

  • Rhegmatogene Netzhautablösungen entstehen durch ein vorheriges Einreißen der Retina und sind die häufigste Ursache.
  • Seröse Netzhautablösungen kommen durch Flüssigkeitsansammlungen unter der Netzhaut zustande, sind aber eher selten.
  • Traktive Netzhautablösungen werden durch Vernarbungsprozesse und damit einhergehenden Zugkräften an der Retina verursacht, wie sie insbesondere bei einer diabetischen Retinopathie auftreten.
Mögliche Anzeichen für eine Ablösung der Retina sind verschiedene Beeinträchtigungen des Sehvermögens bis hin zu einem unscharfen Sehen. (Bild: schankz/fotolia.com)

Therapie

Bei einer Netzhautablösung muss immer ein operativer Eingriff erfolgen, um diese wieder anzulegen. Folgende versierte Verfahren werden dabei ursachenspezifisch durchgeführt:

  • Aufnähen einer Kunststoffplombe (Eindellung der Augenwand),
  • Anbringen eines Kunststoffbands (Cerclage),
  • Entfernung des Glaskörpers (Vitrektomie) und Ersatz durch Gas oder Silikonöl,
  • Einbringen eines Gasgemischs ins Augeninnere.

Definition

Die Netzhaut (Retina) befindet sich auf der Augeninnenseite beziehungsweise im hinteren Bereich des Auges. Sie wird durch den Glaskörper an die Aderhaut gedrückt, wo kleine Blutgefäße die Versorgung sicherstellen. Diese beiden Strukturen liegen nur lose aneinander, einzig im Bereich des Sehnervs und der äußeren Netzhautzirkumferenz finden sich Verwachsungen zwischen Netz- und Aderhaut. Im Zentrum der Retina, genau gegenüber der Pupille, liegt die Makula. Dieser sogenannte „Gelbe Fleck“ ist, mit der mittig platzierten Fovea, der Ort des schärfsten Sehens.

Die Retina ist komplex aufgebaut und besteht aus mehreren Schichten. Die dem Licht zugewandten Schichten, schützen die nachranging gelagerten Sinneszellen vor einer Überreizung. Die hintersten, lichtabgewandten Schichten bilden zum einen die Fotorezeptoren (Sinneszellen in Form von Stäbchen und Zapfen) und zum anderen das retinale Pigmentepithel. Letzteres absorbiert das Restlicht und trennt die Netzhaut von der Aderhaut.

Die verschiedenen Schichten gewährleisten eine Vielzahl an Funktionen. Die Retina absorbiert das eintreffende Licht, sortiert die komplexen Informationen und wandelt sie in entsprechende elektrische Impulse um. Diese werden über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet. Damit ist die Netzhaut maßgeblich an einer effektiven visuellen Wahrnehmung beteiligt und letztendlich entscheidend für ein scharfes und fokussiertes Sehen.

Der komplexe Aufbau und die verschiedenen Schichten der Netzhaut gewährleisten vielfältige Funktionen für ein scharfes und fokussiertes Sehen. (Bild: sakurra/fotolia.com)

Kommt es zu einer Netzhautablösung, werden die betroffenen Stellen nicht mehr ausreichend mit Blut, Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Damit gehen ein Abstreben von Gewebe und ein Funktionsverlust einher. Das Sehvermögen kann dann dauerhaft beeinträchtigt werden und es kann zu einer vollständigen Erblindung kommen. Unterteilt nach den Ursachen, kommen verschiedene Formen einer Netzhautablösung vor. Dabei kann sich die Retina nur teilweise oder vollständig vom darunter liegenden Gewebe trennen. Besonders gefährlich sind großflächige oder vollständige Ablösungen, sowie ein Einbezug der Makula als Zentrum der stärksten Sehkraft.

Etwa einer von 10.000 Menschen ist von einer Ablösung der Retina betroffen, damit ist dies eher eine seltene Erscheinung. Vielfach existieren davor bereits andere Netzhautschäden, welche nicht oder zu spät bemerkt werden. Gelangt Flüssigkeit des benachbarten Glaskörpers durch die geschädigten Stellen zwischen die Netzhaut und ihre Unterlage, löst sie sich unterschiedlich schnell ab.

Symptome

Eine Netzhautablösung ist normalerweise schmerzfrei, da die Retina keine Schmerzfasern aufweist. Auch andere typische Symptome können (zunächst) fehlen, weshalb ein Ablösen oft erst spät bemerkt wird. Dadurch steigt die Gefahr einer Beeinträchtigung des Augenlichts an.

Erste Beschwerden, die bei kleineren Löchern oder Rissen auftreten, verursachen zumeist schwarze, umhertanzende Punkte („fliegende Mücken“) vor den Augen oder es werden Blitze bei geschlossen Augen wahrgenommen. Neben Punkten, Linien und Lichtblitzen werden hingegen bei einer Netzhautablösung meist noch auffälligere visuelle Veränderungen wahrgenommen. Häufig berichten Betroffene von den folgenden Erscheinungen:

  • herabsinkende schwarze Punkte („Rußregen“),
  • Rauch- oder Nebelerscheinungen durch eine massive Vermehrung von kleinen schwarzen Punkten,
  • Sehausfall und Einengung des Blickfelds durch dunkle, sich ausdehnende Schatten,
  • Schleier vor den Augen,
  • unscharfes Sehvermögen (wenn die Makula betroffen ist).
Häufig verursachen eine altersbedingte Schrumpfung des Glaskörpers und damit einhergehende Zugkräfte an der Retina ihre Ablösung. (Bild: Henrie/fotolia.com)

Ursachen

Die Ursachen für eine Amotio retinae sind vielfältig. Eine grundsätzliche Einteilung in drei Formen basiert auf den unterschiedlichen Auslösern einer Ablösung.

Rhegmatogene (rissbedingte) Netzhautablösung

Die häufigste Variante entsteht durch ein vorheriges Einreißen der Retina. Oft sind ein altersbedingtes Schrumpfen des Glaskörpers (Glaskörperabhebung) und die dabei entstehenden Zugkräfte ausschlaggebend. Nicht selten entstehen dadurch zunächst nur kleine Löcher oder Risse. Bleiben diese jedoch unerkannt und werden nicht behandelt, kann sich im weiteren Verlauf Flüssigkeit aus dem Glaskörper zwischen der Netzhaut und dem Pigmentepithel ansammeln. Dies verursacht dann letztlich die allmähliche Ablösung. Besonders Menschen mit Augenproblemen, wie beispielsweise einer starker Kurzsichtigkeit oder einem vorangegangenen Grauen Star (Katarakt), haben ein erhöhtes Risiko hieran zu erkranken. Auch ab einem höheren Lebensalter von circa 60 Jahren steigt das Risiko deutlich an.

Seröse Netzhautablösung

Bei dieser eher seltenen Form der Netzhautablösung ist eine Flüssigkeitsansammlung unter der Netzhaut der Grund für deren Abhebung. Meist tritt dies in Verbindung mit entzündlichen Prozessen auf, weshalb man in diesem Zusammenhang auch von einer exsudativen (entzündlich bedingten) Netzhautablösung spricht. Verschiedene Erkrankungen können den Flüssigkeitsaustritt hervorrufen, oder aber es handelt sich um eine angeborene Augenerkrankung (zum Beispiel Morbus Coats).

Traktive Netzhautablösung

Ursächlich für diese Variante sind Vernarbungsprozesse und dadurch ausgebildete, sich zusammenziehende Bindegewebsmembranen, die an einigen Stellen fest mit der Retina verbunden sind. Durch ein Schrumpfen dieser Membranen werden Zugkräfte verursacht, die die Netzhaut regelrecht von ihrer Unterlage abziehen. Dies ist eine besonders komplizierte und nur schwer behandelbare Form. Als Auslöser gilt vor allem die diabetische Retinopathie. Bei einer langjährigen Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) kommt es häufig zu Vernarbungen am Glaskörper und an der Netzhaut. Aber auch eine Vererbung oder Komplikationen einer vorausgegangenen Netzhautoperation können hiermit in Verbindung stehen.

Eine besonders komplizierte Form ist die traktive Netzhautablösung, häufig ausgelöst durch Diabetes mellitus. (Bild: koolsabuy/fotolia.com)

Des Weiteren können Augentumore (zum Beispiel Retinoblastom oder Aderhautmelanom) oder ein Trauma, durch einen Unfall oder eine Verletzung, eine Amotio retinae bedingen. Andere Risikofaktoren, die in Betracht kommen, sind häufiges Fliegen, lange Arbeiten am Bildschirm sowie ein erhöhtes Stressniveau.

Diagnose

Da das Ausmaß der Netzhautablösung und die damit verbunden Schäden am Auge abhängig sind von der Dauer zwischen einer beginnenden Ablösung und deren Behandlung, verbessert eine frühzeitige Diagnose die Prognose für die Sehkraft erheblich. Menschen mit erhöhtem Risiko wird daher auch empfohlen, regelmäßige augenärztliche Kontrollen durchführen zu lassen. Oftmals erkennen Betroffene die Anzeichen erst zu spät und schwerwiegende Sehstörungen oder sogar eine Erblindung sind dann mögliche Folgen.

Aus diesem Grund ist schon bei den geringsten Anzeichen eine umgehende Untersuchung der Augen notwendig. Werden Vorstufen wie Netzhautlöcher oder Einrisse bei einer Untersuchung ausgeschlossen und der Verdacht auf eine Netzhautablösung wird bestätigt, handelt es sich immer um einen augenärztlichen Notfall, der einen operativen Eingriff erfordert.

Bei der Untersuchung wird, wie bei der Feststellung anderer Netzhautschäden, zunächst die Pupille medikamentös durch Augentropfen erweitert, um den Augenhintergrund einsehen zu können. Mit Hilfe einer Lichtquelle, eines Augenspiegels, einer Lupe oder eines sogenannten Kontaktglases können die Retina und deren Veränderungen in vergrößerter Ansicht genau beurteilt werden. Werden graue Falten sichtbar, deutet dies auf eine Netzhautablösung hin. Diese Art der Untersuchung ist eine klassische Augenspiegelung (Ophthalmoskopie oder Funduskopie). Auch eine digitale Netzhautuntersuchung kann heutzutage durchgeführt werden und bietet einige Vorteile gegenüber der herkömmlichen Methode. Eine Ultraschalluntersuchung kann ebenfalls zur Untersuchung eingesetzt werden. Liegen zum Beispiel Blutungen vor, die die Augenspiegelung erschweren, wird meist ein Ultraschall durchgeführt.

Eine Ablösung der Retina erfordert immer einen chirurgischen Eingriff, um möglische Sehschäden zu verhindern. (Bild: 2707195204/fotolia.com)

Behandlung

Während bei Netzhautlöchern oder Rissen eine Laser-oder Kältetherapie oft ausreichend ist, erfordert eine Ablösung immer eine Operation. Je eher eine Operation durchgeführt werden kann, desto besser ist die Prognose für das Augenlicht. Allerdings gelingt es nicht immer einen Sehverlust zu verhindern.

In der Regel werden die chirurgischen Eingriffe von Spezialisten und unter Vollnarkose durchgeführt. Bei der Operation soll der Kontakt zwischen Retina und der darunter liegenden Schicht wieder hergestellt werden, wodurch die Ursachen entsprechend behoben werden. Für dieses Anlegen der Netzhaut kommen folgende Verfahren, entweder von der Innenseite des Glaskörpers (Vitrektomie) oder von außen, zum Einsatz:

  • Eindellung der Netzhaut mittels einer Kunststoffplombe,
  • Anbringen eines Kunststoffbands (Cerclage) um den Augapfel,
  • Entfernung des Glaskörpers (Vitrektomie) und der Flüssigkeitsansammlung (Ursache: Glaskörperabhebung), Ersatz durch Gas oder Silikonöl,
  • Einbringen eines Gasgemischs ins Augeninnere.

Das Aufnähen einer Kunststoffplombe oder einer Cerclage von außen auf die Lederhaut verursacht eine dauerhafte Eindellung der Augenwand. Dies ist das älteste Verfahren und kommt nicht mehr so häufig zum Einsatz.

Die Vitrektomie ist das modernere und schonendere Standardverfahren, bei dem die Netzhaut von innen angelegt wird. Feine Instrumente werden in das Augeninnere eingeführt, um den Glaskörper zu entfernen. Nachfolgend wird in der Regel zur Narbenbildung an der Netzhaut eine Lasertherapie (Laserkoagulation) oder eine Kältebehandlung (Kryokoagulation) durchgeführt. Dadurch soll eine stabile Verbindung zwischen der Netzhaut und ihrer Unterlage wiederhergestellt werden. Diese Methoden werden sonst zur Behebung kleinerer Schäden eingesetzt. Meist wird die Netzhaut noch vorübergehend durch das Einbringen einer Gasblase abgedichtet. In komplizierten Fällen kann hierfür auch Silikonöl zum Einsatz kommen. Manchmal reicht auch alleine das Einbringen eines bestimmten Gasgemischs in das Augapfelinnere aus, um die Retina wieder anzulegen. Allerdings wird dies dann immer mit einer Laser- oder Kältetherapie kombiniert. Das Gas wird nach einer gewissen Zeit resorbiert.

Sind andere Grunderkrankungen, wie beispielsweise ein Tumor, für die Amotio retinae verantwortlich, steht die Behandlung dieser Ursache im Vordergrund.

In den meisten Fällen (90 Prozent) führt eine, durch Experten vorgenommene, Operation beim ersten Eingriff zum gewünschten Erfolg. Ohne Behandlung riskieren die Betroffenen zu erblinden.

Bleibt eine Netzhautablösung ohne Behandlung, besteht die Gefahr einer Erblindung. (Bild:photocrew/fotolia.com)

Komplikationen und Spätfolgen

Eine Netzhautoperation birgt, wie andere chirurgische Eingriffe, gewisse Risiken. Eine Netzhautablösung kann nicht in allen Fällen (dauerhaft) verhindert werden, was unter Umständen weitere Eingriffe notwendig macht. Es können außerdem Blutungen, Infektionen, Entzündungen oder unerwünschte Narbenbildungen, beziehungsweise Membranen auf der Netzhaut, auftreten. Bei der Verwendung eines Kunststoffbands oder einer Plombe können nach dem Eingriff Doppelbilder auftreten. Weitere mögliche Beeinträchtigungen des Sehvermögens umfassen beispielsweise eine Kurzsichtigkeit oder eine Hornhautverkrümmung. Auch ein Grauer Star oder Grüner Star (Glaukom) zählen zu eventuellen Spätfolgen.

Verhalten nach der Behandlung

Nach jedem chirurgischen Eingriff ist das Auge sehr empfindlich. Auch bei einer erfolgreichen Behandlung sollte in den ersten Wochen eine generelle Schonzeit eingehalten werden. Körperliche Belastungen, bestimmte Sportarten und insbesondere Reize und Anstrengungen für das behandelte Auge sollten möglichst vermieden werden. Ein eingebrachtes Gas verbietet es, das Auge größeren Druckänderungen auszusetzen, was zum Beispiel bei Bergwanderungen oder beim Tauchen der Fall wäre. Auch muss meist eine bestimmte Kopfhaltung eingenommen werden. Manchmal bleibt eine gewisse Empfindlichkeit und Wetterfühligkeit des Auges über einen längeren Zeitraum bestehen.

Naturheilkundliche Behandlung

Eine Netzhautablösung ist ein medizinischer Notfall und bedarf einer schnellen ärztlichen Versorgung.

Im Zusammenhang mit Alterserscheinungen oder Diabetes mellitus, sind einige vorbeugende Maßnahmen für ein gesundes Auge aus dem Bereich der Naturheilkunde bekannt, die auch das Risiko für eine Netzhautschädigung verringern können. Neben einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr (Wasser) bietet vor allem die orthomolekulare Medizin (OM) Möglichkeiten, die Augengesundheit möglichst lange zu erhalten. Dabei unterstützen bestimmte ergänzende Nährstoffpräparate den Erhalt der Augen und auch der Netzhaut. Vor der Einnahme solcher Produkte ist eine entsprechende Beratung angeraten.

Oft sind Spezialisten gefragt, um eine Ablösung der Netzhaut zu therapieren. (Bild: Vasyl/fotolia.com)

Aktueller Forschungsstand

Ein relativ neues und minimal-invasives Behandlungsverfahren stellt die suprachoroidale Hydrogelplombe dar, die entweder in Kombination mit der Vitrektomie oder als alleinige Therapieform in bestimmten Expertenzentren angewandt wird. Es ist nur ein sehr kleiner Schnitt notwendig, um mittels eines speziellen, quervernetzten Hydrogels einen Netzhautdefekt zu verschließen und die Retina der Aderhaut wieder anzunähern. Es werden aber noch weitere Untersuchungen mit Langzeiterfahrungen empfohlen, bevor diese Technik die Standardmethoden ablösen kann. Bisherige Kenntnisse wurden bereits über den Georg Thieme Verlag online publiziert (jvs, cs; aktualisiert am 10.09.2018)