Sakroiliitis

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Sakroiliitis: Entzündung der Gelenke

Kreuzschmerzen können sich als Entzündung der Gelenke zwischen dem Darmbein (welches die Beckenschaufeln bildet) und dem Kreuzbein (dem vorletzten Endstück der Wirbelsäule) herausstellen und Hinweise auf Krankheiten wie Morbus Bechterew darstellen.

Die Iliosakralgelenke haben eine Form wie ein Bumerang und sollen nur einen Bewegungsumfang von 5-7 Grad haben. Bei den meisten Menschen soll das Gelenk sowieso mit fortgeschrittenem Alter einsteifen oder nur noch ein Mindestmaß an Bewegung aufweisen.

Eine Entzündung der Iliosakralgelenke drückt sich meist in Kreuzschmerzen und einer Bewegungseinschränkung im Kreuz aus. Mediziner teilen die Sakroiliitiden in infektiös und nicht infektiös auf. Die Schmerzen können bis in das Gesäß (Gesäßschmerzen) oder in die Leiste (Leistenschmerzen) ausstrahlen und sind meist sehr intensiv.

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Die Gelenke zwischen den beiden Beckenknochen und dem Kreuzbein haben insofern eine große Last zu tragen, als hier die Last von zwei Säulen (Beine) und einer (Wirbelsäule) verteilt werden und die Last des Rumpfes über die Wirbelsäule und der Gegendruck von unten von den Beinen, kompensiert werden muss. Diese Gegebenheiten führen zu einem großen Druck in der Region. Da man die Beine mittlerweile nur noch als Verlängerung der Wirbelsäule ansieht (Biomechaniker, wie der in Kanada arbeitende Professor Serge Gracovetsky einer größeren Öffentlichkeit nahe gebracht, dass sich ein Mensch auch ohne Beine nur auf den Sitzbeinhöckern fortbewegen kann) bekommt das Becken eine noch grössere Bedeutung und Tragweite. Es scheint der hauptsächliche Faktor für die Druckverteilung und vor allem für die Statik zu sein- das Fundament unseres Hauses (Körpers).

Schmerzen bei Sakroiliitis

So kommt es für Betroffene bei Schmerzen im Kreuzbereich meist zu großen Einschränkungen bei der Bewegung, die nur schwerlich kompensiert werden können und den Alltag sehr einschränken können. Da es beim Morbus Bechterew häufig zur Sakroiliitis kommt, sollte hier ein ärztlicher Ausschluss erfolgen. Auch eine Reiter- Trias sollte ausgeschlossen werden. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie)