Sulcus Ulnaris- oder Kubitaltunnelsyndrom
Das Sulcus Ulnaris- oder Kubitaltunnelsyndrom
Meist ausgelöst durch langes oder häufiges Aufstützen des Ellenbogens (Ellenbogenschmerzen) wird das sogenannte Kubitaltunnel- oder Sulcus Ulnaris- Syndrom
Am Ellenbogen verläuft ein Nerv der eher die Aussenseite der Hand versorgt, der Ellennerv (Nervus Ulnaris), in einer Rinne, dem sogenannten Kubitaltunnel. Beim Beugen unseres Armes wird der Nerv automatisch gegen die mittlere Wand des Tunnels gezogen. Zusätzlich wird der mittlere Kopf des Trizepsmuskels, der hier ansetzt, mit an den Nerven- Kanal gezogen. Ein Band (Lig. Collaterale ulnare), das über den Kanal und seitlich an ihm verläuft, verhindert, dass der Nerv ausweichen kann und übt somit gleichfalls Druck auf ihn aus.
Viele Menschen, die am PC arbeiten, stützen sich über lange Zeiträume mit dem Ellenbogen auf und schaffen eine Situation, in der der Nerv mit den oben beschriebenen Mechanismen dauerhaft abgedrückt wird. Äussern tut sich dies meist durch Probleme im Versorgungs- und Endgebiet des Nerven. Die äusseren zwei Finger (Kleiner Finger und Ringfinger) unserer Hand haben Sensibilitätsstörungen oder sind taub, bzw. wie eingeschlafen oder elektrisiert und die Kraft lässt nach in einigen Handmuskeln.
Neben der Engstelle am Ellenbogen sollte noch die Loge von Guyon mit ihrer Symptomatik (Loge-de- Guyon- Syndrom) untersucht werden und eventuelle Engstellen des Nerven vor dem Ellenbogen.
Häufig kann man bei Betroffenen das Rollen des Nerven im Kanal (Sulcus) und eine Verdickung bei der Beugung des Armes spüren. Es ist sinnvoll, als Prävention und während der Therapie, häufiger die Position des Armes zu wechseln und den Arm zu bewegen, damit der Nerv nicht dauerhaft abgeklemmt wird und dies zu den Beschwerden des Kubitaltunnelsyndroms führt. (Heilpraktiker Osteopathie Thorsten Fischer 15.12. 2009)