Erschöpft und müde – Jugendliche fühlen sich ausgebrannt

Fabian Peters
Viele junge Menschen sind regelmäßig erschöpft und müde
Ein aktuelle Studie der Schwenninger Krankenkasse zeigt, dass immer mehr junge Menschen ausgebrannt sind. Ursache des Trends seien Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung. Mehr als zwei Drittel der Befragten im Alter zwischen 14 und 34 Jahren habe sich tagsüber häufig müde und schlapp gefühlt.
Den Angaben der Schwenninger Krankenkasse zufolge waren 70 Prozent der 14- bis 34-Jährigen tagsüber oft müde und schlapp. Mädchen und Frauen seien dabei überdurchschnittlich häufig betroffen. „Wir sehen in unserer jährlichen Studie einen ganz deutlichen Trend: Die jungen Bundesbürger klagen immer häufiger über gesundheitliche Einschränkungen sowie mangelnde körperliche und geistige Fitness“, betont Thorsten Bröske vom Vorstand der Schwenninger Krankenkasse. Die Entwicklung sei besorgniserregend. Im Jahr 2013 hätten mit 62 Prozent noch deutlich weniger junge Erwachsene über entsprechenden Einschränkungen geklagt.

Viele junge Menschen fühlen sich ausgebrannt. (Bild: nenetus/fotolia.com)
Viele junge Menschen fühlen sich ausgebrannt. (Bild: nenetus/fotolia.com)

Nur vier von zehn jungen Menschen fühlen sich rundum gesund
Im Rahmen der repräsentativen Studie der Schwenninger Krankenkasse und der Stiftung „Die Gesundarbeiter“ wurde 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland im Alter zwischen 14 und 34 Jahren befragt. Dabei wurde deutlich, dass sich insgesamt lediglich vier von zehn Befragten rundum gesund fühlen. Die ungesunde Lebensweise mit zu wenig Bewegung und Sport sowie einer ungesunden Ernährung bilde vermutlich die Ursache. „Schon die jungen Menschen räumen selbstkritisch ein, dass sie deutlich mehr für ihre Gesundheit tun könnten“, berichtet die Schwenninger Krankenkasse. Rund 85 Prozent hätten angegeben, sie würden gerne mehr Sport treiben und sich gesünder ernähren.

Schnelles Gegensteuern erforderlich
Offensichtlich steht die „Gesundheitsvorsorge bei der jungen Generation, die aufgrund der demografischen Entwicklung im Arbeitsleben länger und stärker gefordert sein wird, noch nicht auf der Agenda“, erklärt Bröske. Dies werde sich später rächen. „Denn wer bereits als junger Mensch über Erschöpfung und gesundheitliche Einschränkung klagt, wird nach 30 Berufsjahren gänzlich ausgebrannt und krank sein“, prophezeit der Schwenninger-Vorstand. Hier sei schnelles Gegensteuern erforderlich, um den Trend zu stoppen. Beispielsweise könnten Präventionsmaßnahmen von früher Kindheit an eingeführt werden. (fp)