Norovirus-Infektion? Rund 40 Kinder im Krankenhaus

Sebastian

Verdacht auf Norovirus-Infektion: 39 Kinder wurden aus einem Ferienlager ins Krankenhaus eingeliefert.

(17.07.2010) In Straußberg bei Sondershausen wurden 39 Kinder aus einem Ferienlager ins örtliche Krankenkhaus gebracht worden. Es besteht der dringende Verdacht, die Kinder hätten sich mit dem gefährlichen Noro-Virus angesteckt. Die Kinder klagten über starken Durchfall, Übelkeit und Erbrechen.

Fast 40 Kinder wurden aus einem Ferienlager in das städtische Krankenhaus verbracht. Es bestehe der dringende Verdacht, die Kinder hätten sich im dem Norovirus infiziert. Gegenüber dem Radiosender "MDR 1" bestätigte die Amtsärztin Dr. Sabine Hausweiler, bei mindestens einem Kind konnte der Virus nachgewiesen werden. Bislang ist noch unbekannt, wie es zu der Infektion gekommen ist. Ergebnisse soll es dazu erst am Montag geben. Derzeit laufen noch die Untersuchungen. Ausgeschlossen wurde allerdings, dass die Infektion über verunreinigtes Trinkwasser oder das Wasser aus dem dem Ferienlager- Freibad entstanden sei, so der Betreiber des Ferienortes für Kinder. Auf Weisung der Amtsärzte wurde inszwischen das Ferienlager vorsorglich für einige Zeit geschlossen. Auch die nicht erkrankten, rund 350 Kinder, müssten das Ferienlager verlassen und von ihren Eltern abgeholt werden. Der Verein

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Nach Aussagen der Ärzte befinden sich die Kinder wieder auf dem Weg der Besserung. Laut Angaben der Klinik befände sich keiner der jungen Patienten in Lebensgefahr. Einige Kinder hätten eine Infusion bekommen. Wie lange die stationäre Behandlung noch anhält, ist bislang ungeklärt.

Noroviren verursachen Symptome wie Erbrechen und starke, durch schlagartigen Durchfälle (Gastroenteritiden). Eine Noro-Virus- Infektion führt zu einem erheblichen Flüssigkeitsverlust (Dehydratation) und Schwankungen im Elektrolythaushalt. Gefährlich ist die Erkrankung vor allem für ältere Patienten und Kinder, da durch den anhaltenen starken Durchfall sehr viel Flüssigkeit dem Körper entzogen wird. Daher ist es wichtig, den Flüssigkeitshaushalt des Körpers mit Infusionen und der Beigabe von Elektrolyten auszugleichen. Es ist daher wichtig, starke Durchfälle unbedingt ernst zu nehmen und einen Arzt aufzusuchen. Weltweit erkranken laut WHO etwa 300 Millionen Menschen an dieser Form des Magen-Darm-Infekts. In den meisten Fällen klingt die Krankheit nach 2 bis 3 Tagen ab. (sb)