Symptome & Impfung: Grippe oder Erkältung?

Alfred Domke

Infos zu Grippe und Erkältung Grippe oder Erkältung?

14.12.2013

Kratzen im Hals, eine laufende Nase und Kopfschmerzen: In der kalten Jahreszeit kommt es besonders häufig zu Erkältungen. Doch manchmal können dies auch Anzeichen einer Grippe sein. Hier ein paar Infos zu den Unterschieden der Erkrankungen:

Erkältungen zählen zu den häufigsten Infektionen des Menschen
Meist beginnt eine Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, mit einem leichten Kratzen im Hals. Darauf folgen Hals- und Kopfschmerzen, Husten und Schnupfen. Die Symptome der durch Viren und manchmal auch zusätzlich von Bakterien verursachten Infektionskrankheit treten in der Regel innerhalb von wenigen Tagen auf und klingen in ein bis zwei Wochen wieder ab, insbesondere bei unterstützender naturheilkundlicher Selbstbehandlung zur Linderung der Symptome. Ist jedoch das Immunsystem geschwächt, dann können die Symptome chronisch werden oder es kommt zu häufigen Rückfällen. Erkältungsinfekte zählen zu den häufigsten Infektionen des Menschen überhaupt. Am häufigsten sind davon Kleinkinder mit bis zu dreizehn Erkrankungen jährlich betroffen. Erwachsene erkranken im Durchschnitt etwa zwei- bis dreimal pro Jahr.

Erkältung kommt langsam und verschwindet schnell
Sowohl der Begriff grippaler Infekt, als auch Erkältung sind irreführend. Denn zum einen sollte die Erkrankung nicht mit einer Grippe verwechselt werden, die deutlich gefährlicher verlaufen kann. Und zum anderen wird eine Erkältung nicht allein durch Kälte ausgelöst. Man kann auch erkranken, ohne vorher Kälte ausgesetzt gewesen zu sein. Ein grippaler Infekt wird in der Regel nicht mit verschreibungspflichtigen Medikamenten behandelt, doch es stehen zahlreiche natürliche Hausmittel gegen die einzelnen Symptome zur Verfügung. Typisch für eine Erkältung ist, dass sie eher langsam kommt und schnell verschwindet.

Grippe kommt schlagartig
Ganz anders verhält es sich bei einer Grippe (Influenza), denn sie kommt schlagartig und klingt nur langsam ab. So treten oft schlagartig Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen oder Schüttelfrost auf. Anders als bei einer Erkältung, bei der nur die oberen Atemwege betroffen sind, erfasst eine Influenza den ganzen Körper. Betroffene haben häufig Fieber bis zu 41 Grad sowie Gelenk- und Muskelschmerzen. Bei Kindern verläuft eine Grippe manchmal mit untypischen Symptomen wie plötzlicher Übelkeit, Durchfall und Juckender Hautausschlag. Eltern sollten mit ihren Kindern deshalb in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Grippe-Patienten fühlen sich in der Regel sehr schwach und elend. Der Körper kann mehrere Wochen benötigen, um sich von der Erkrankung zu erholen und wieder zu Kräften zu kommen.

Grippe nicht unterschätzen
Weltweit sterben jährlich sterben rund 100.000 Menschen an den Folgen einer Grippe. Allein in Deutschland werden 5.000 bis 8.000 Influenza-Fälle mit tödlichem Ausgang pro Jahr registriert. Mediziner warnen deshalb davor, die Krankheit zu unterschätzen. Da eine Grippe jedoch häufig auch so leicht verläuft, dass sie mit einem grippalen Infekt verwechselt wird, kann ein vom Arzt durchgeführter Virentest Klärung schaffen. In manchen Fällen kommt es jedoch auch zu einem schweren Verlauf der Krankheit mit Folgeerkrankungen. So haben etwa insbesondere ältere Menschen ein hohes Risiko, sich zusätzlich noch eine Lungenentzündung einzufangen, da die Abwehrkräfte des Körpers durch das Grippevirus dramatisch geschwächt werden.

Menschen aus Risikogruppen wird zu Impfung geraten
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt deshalb eine Schutzimpfung in erster Linie älteren Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranken mit Grundleiden wie Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, medizinischem Personal und Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, denn diese zählen zu den Risikogruppen. In der Regel werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen. Grundsätzlich gilt jedoch bei der Grippe-Impfung Pro und Contra gegeneinander abzuwägen. Da der Körper etwa 14 Tage braucht, um nach einer Impfung den Schutz aufzubauen, könne eine Impfung ohnehin nur vor Beginn einer Erkrankung sinnvoll sein.

Ansteckungsrisiko verringern
Das Ansteckungsrisiko kann auch durch einfache hygienische Maßnahmen verringert werden. So empfiehlt etwa das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin, beim Niesen den Ellenbogen vor den Mund zu halten, regelmäßig die Hände zu waschen und gründliches Lüften. Außerdem sollten an Grippe Erkrankte engen Kontakt zu gefährdeten Personen möglichst meiden. (ad)

Advertising