Hausmittel gegen Husten

Eisenkraut ist gut für die Zubereitung von Teemischungen geeignet. (Bild: tunedin/fotolia.com)
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Natürliche Hausmittel bei Husten

Zahlreiche natürliche Hausmittel gegen Husten können für ein leichteres Abhusten und eine Linderung des husten-chronischHustreizes sorgen, doch sind diese nicht für alle Formen des Hustens gleichermaßen geeignet. Husten bildet neben Schnupfen und Heiserkeit eines der typischen Erkältungssymptome. Auch ist Husten Teil des Beschwerdebildes bei etlichen weiteren Erkrankungen, wie beispielsweise bei Raucherhusten (chronisch obstruktive Lungenerkrankung; COPD), Asthma, Tuberkulose und anderen Infektionskrankheiten. Husten bedeutet heftiges Ausatmen gegen die noch geschlossene Stimmritze, welche sich dann plötzlich öffnet. Der ausströmende Atem kann dabei Geschwindigkeiten bis hin zu 100 Kilometer pro Stunde erreichen. Husten ist ein Schutzreflex, der die Atemwege vor Inspiration von Fremdkörpern oder anderen eindringenden Reizenstoffen schützt. Das Aushusten von Sekret, das sich meist infolge einer Entzündung bildet, unterliegt ebenso dem natürlichen Reflexmechanismus. Husten kann gänzlich harmlos sein, hält dieses Symptom jedoch über mehrere Wochen an, sollte dringend ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Inhaltsverzeichnis

Husten kann viele Ursachen haben
Wickel und Auflagen bei Husten
Teerezepte bei Husten
Vollbäder mit Zusatz
Inhalieren mit Salz
Zwiebelsirup
Rettichsirup
Altes Hausmittel: Milch mit Honig
Steinheilkunde
Pflanzenheilkunde bei Husten
Weitere Hausmittel und Tipps
Abgehusteter Schleim

Husten kann viele Ursachen haben

Meist beginnt ein Infekt der Atemwege mit einem trockenen Reizhusten. In der Fachsprache wird hier von unproduktivem Husten gesprochen, da dieser noch ohne Auswurf ist. Schreitet die Entzündung weiter fort, so entsteht Schleim, der als Sekret abgehustet wird. Zu diesem Sputum (abgehustetes Sekret) wird der Patient normalerweise beim Arzt befragt. Ist das Sekret schon etwas grünlich geworden, liegt der Verdacht nahe, dass eine bakterielle Entzündung im Gange ist, welche eventuell den Einsatz eines Antibiotikums erfordert. Meistens liegt jedoch ein viraler Infekt vor, bei dem ein Antibiotikum nicht hilft.

In der Naturheilkunde existieren viele hilfreiche Hausmittel, die bei den verschiedensten Arten von Husten zum Einsatz kommen. Jedoch sind auch der Natur Grenzen gesetzt, selbst wenn die Evidenz pflanzlicher Extrakte durch zahlreiche Studien hinreichend bewiesen ist. Dauert der Husten schon mehr als drei Wochen, ist das Sekret grünlich und kommen Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Fieber und weitere Symptome hinzu, sollte unbedingt ein Arzt hinzugezogen werden. Wird mit Antibiotikum behandelt, bedeutet dies aber nicht, dass auf die Naturheilkunde komplett zu verzichten ist. Im Gegenteil, eine begleitende Behandlung mit Pflanzen aus der Natur, kann die Heilung meist sehr gut unterstützen. Zu beachten ist außerdem, dass nach einer Antibiotika-Therapie die Darmflora meist für viele Monate beschädigt ist, weshalb nach einer antibiotischen Arzneimitteltherapie die Darmflora wieder mit natürlichen Hilfsmitteln wieder aufgebaut werden sollte. Generell ist zwischen Husten am Morgen und ganztägigen Husten zu unterschieden

Wickel und Auflagen bei Husten

Wickel und Auflagen sind uralte Methoden, die schon unsere Großmütter und Urgroßmütter mit Erfolg angewandt haben. Ein warmer Reiz von außen regt die Durchblutung an, ein kalter Reiz wirkt antientzündlich und zusätzlich unterstützt die Substanz, mit der der Wickel oder die Auflage getränkt wird, die natürlichen Heilungsprozesse. Bei der Anwendung von Wickeln oder Auflagen dürfen Betroffene nicht frieren und müssen stets warm gehalten werden.

Quarkwickel
Der altbekannte Quarkwickel kommt vor allem bei Husten zum Einsatz, der gar nicht aufhören möchte. Zum Beispiel bei Kindern, die in der Nacht aufwachen und von einem unstillbquarkwickel-krampfadern_160aren Husten gequält werden. Hilfreich ist dieser Wickel auch bei verschleimten Bronchien. Der Magerquark wird in die Mitte eines Geschirrtuches aufgetragen, und zwar in der Größe des zu behandelnden Bereiches. Die beiden leeren Enden werden dann darüber geschlagen. Der Wickel wird anschließend auf Zimmertemperatur erwärmt – zum Beispiel mit einer Wärmeflasche – und auf die Brust gelegt. Darüber kommt ein Wollschal oder ein Seidentuch. Am besten eines in der Farbe Blau, da Blau in der Farbtherapie, eine kühlende und entzündungshemmende Wirkung zugesprochen wird. Der Wickel kann solange am Körper bleiben, bis der Patient dies nicht mehr möchte, also auch über Nacht.

Zitronenwickel
Der Zitronenwickel kommt eher bei festsitzendem Husten zum Einsatz. Dafür wird eine ungespritzte Zitrone zuerst gewaschen und dann in dünne Scheiben geschnitten. Diese werden in die Mitte eines Baumwolltuches gelegt, und zwar so viele, wie es der zu behandelnde Bereich erfordert. Die leeren Enden des Tuches werden darüber geschlagen und anschließend wird mit der Faust etwas auf die Zitronenscheiben geklopft, damit ein wenig Zitronensaft austreten kann. Dann kommt der Wickel auf die Brust und darüber noch ein Wolltuch. Falls der Patient ein Jucken der Haut verspüren sollte, was durch den Einsatz der Zitronen entstehen kann, muss der Wickel abgenommen werden. Ansonsten kann dieser solange dort bleiben, wie die Betroffenen dies möchten.

Brustwickel mit Öl
Ein äußerst wohltuender Wickel ist der Ölwickel. Die Wirkung richtet sich nach dem dafür verwendeten ätherischen Öl. Wichtig ist, beim Kauf eines ätherischen Öls, unbedingt auf die Reinheit zu achten. Auch das Trägeröl, welches das ätherische Öl aufnehmen soll, muss hochwertig sein. Dazu wird meist Oliven- oder Mandelöl verwendet. Auf einhundert Milliliter Trägeröl werden fünf bis sechs Tropfen ätherisches Öl gegeben. Die Wahl richtet sich nach der Art des Hustens. Bei verkrampfendem Husten ist Lavendelöl das Mittel der Wahl. Eukalyptusöl fördert das Abhusten, Thymian wirkt schleimlösend und hustenstillend und Myrre hat eine schleimlösende und entzündungshemmende Wirkung.

Zur Anwendung der Brutwickeln mit ätherischen Ölen wird brustbreites Baumwoll- oder ein Seidentuch mit der Ölmischung getränkt, in Alufolie einschlagen und zwischen zwei Wärmflaschen angewärmt. Die Kompresse kommt auf die Brust und wird hier wieder mit einem Wolltuch abgedeckt. Der Wickel bleibt dort normalerweise circa eine Stunde, kann jedoch auch über Nacht angewandt werden.

Kartoffelwickel
Kartoffelwickeln wird ebenfalls eine positive Wirkung bei Husten zugesprochen, wobei hier vor allem die langsame, kontinuierliche Wärmeabgabe als förderlich gilt. Die Kartoffeln werden weichgekocht, anschließend in einem Leinentuch eingeschlagen und zerquetscht. Um Verbrennungen zu vermeiden, sollte das Ganze noch kurz abkühlen (die Temperatur lässt sich gut mit den Händen kontrollieren) und kann dann auf die Brust aufgelegt werden. Hier verbleibt der Kartoffelwickel, bis er gänzlich abgekühlt ist. Solange sollten die Patienten sich möglichst entspannen und nicht bewegen.

Heublumensäckchen
Auch Auflagen aus Säckchen mit Heublumen sind als Hausmittel gegen Husten gut geeignet. Mittlerweile können fertige Heublumensäckchen problemlos im Handel erworben werden. Bei festsitzendem Husten sind sie eine wahre Wohltat. Das Säckchen wird über dem Wasserdampf erwärmt, so heiß wie möglich beziehungsweise erträglich auf die Brust gelegt und mit einem Wolltuch umwickelt. Circa eine dreiviertel Stunde hält das Säckchen seine Wärme. Danach wird die Brust mit einem guten Öl, zum Beispiel Mandelöl, eingerieben.

Teerezepte bei Husten

Mutter Natur hält zahlreiche Heilpflanzen gegen Husten bereit, wobei sich nicht nur Skeptiker darüber wundern, dass alleine durch einfache Teerezepte mit heimischen Heilpflanzen eine Wirkung zu erzielen ist. Wichtig ist allerdings, zu wissen, welches Kraut wofür und wogegen wirkt. Für alle Teesorten gilt, dass das schluckweise Trinken des lauwarmen Tees am hilfreichsten ist. Alle hier erwähnten Teesorten können, je nach Bedarf, mit etwas Honig verfeinert werden.

Anis, zum Beispiel ist bekannt zur Anwendung bei Blähungen, kommt aber auch in vielen Hustenteerezepten vor, da Anis eine schleimlösende Komponente enthält. Für die Zubereitung werden ein bis eineinhalb Teelöffel gequetschter Anis mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergossen und ungefähr 10 Minuten ziehen gelassen.

Eibisch wirkt reizlindernd bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, aber auch bei Husten. Von den Eibischwurzeln wird ein Teelöffel in ein Glas gegeben und mit kaltem Wasser übergossen. Nach eineinhalb Stunden Ziehzeit wird abgeseiht. Damit daraus ein gesundes Heilmittel ohne Verunreinigungen entsteht, sollte das Ganze vor dem Trinken unbedingt einmal erhitzt werden.

Fenchel ist vor allem für seine blähungshemmende Wirkung bekannt. Jedoch kommt Fenchel auch bei Husten, vor allem, wenn Schleim im Spiel ist, zum Einsatz. Zubereitet wird der Tee aus einem Teelöffel gequetschtem Fenchelsamen, der mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergossen und nach zehn Minuten abgeseiht wird.

Auch ein Tee aus Schlüsselblumen kann gegen Husten eingesetzt werden. Dieser wird entweder als Teeaufguss mit kochendem Wasser aus den Blüten der Schlüsselblumen erzeugt, der rund fünf Minuten ziehen muss und anschließend abgeseiht werden kann, oder aus den Wurzeln der Blume, die in Wasser rund 20 Minuten aufgekocht und anschließend abgeseiht werden. Insbesondere bei zähflüssigem Sputum soll der Schlüsselblumen-Tee einen positive Effekt haben, wobei der Tee aus den Wurzeln jedoch als deutlich wirksamer gilt, als die Aufguss aus den Blüten. Allerdings empfinden viele Menschen den Geschmack als unangenehm und bevorzugen daher den Tee aus Schlüsselblumenblüten.

Eine weit bekannte Heilpflanze, die auch als Tee gegen Husten Anwendung findet, ist der Thymian. Dieser wirkt krampf – und schleimlösend. Gerade bei Hustenattacken ist dies ein gutes Mittel. Für die Zubereitung werden ein bis zwei Teelöffel voll Thymiankraut verwendet, mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergossen und nach circa zehn Minuten durch ein Sieb gegeben.

Gerade bei trockenem Husten ist des Weiteren der Spitzwegerich als Heilmittel der Natur bekannt. Von dem Spitzwegerichkraut wird ein Teelöffel mit circa 250 Millilitern kochendem Wasser überbrüht und nach ungefähr acht bis zehn Minuten abgeseiht.

Insgesamt lässt sich aus einer Vielzahl von Heilpflanzen ein Tee zubereiten, der auch als Hausmittel gegen Husten seine Wirkung entfaltet. Welche Mischungen hier vorzugsweise Anwendung finden sollten, hängt von dem individuellen Beschwerdebild der Patienten und dem Stadium ihrer Erkrankung ab. Hier gilt allgemein, dass bei trockenem Reizhusten eher Mittel zur Linderung des Hustreizes beziehungsweise zur Abschwächung des Hustreflexes Anwendung finden, während bei vermehrter Sekretbildung eine Verflüssigung des Sekrets erreicht werden soll.

Vollbäder mit Zusatz

Vollbäder mit ätherischen Ölen als Zusatz wirken lindernd auf den Hustenreiz, können Verschleimungen lösen und tragen zur Entspannung der Bronchien, aber auch des ganzen Körpers, bei. Baden sollte nur, wer auch gerne in die Badewanne steigt. Solch ein Gesundheitsbad sollte außerdem insbesondere bei gesundheitlich angeschlagenen Patienten niemals ohne Aufsicht stattfinden. Hat der Patient Fieber oder ist dessen Kreislauf geschwächt, muss auf das Baden verzichtet werden.

Ein Thymianbad entspannt die Bronchialmuskulatur und löst den Schleim. Ein Fichtennadelbad kräftigt die Atmungsorgane und das Eukalyptusbad wirkt wohltuend auf die Atmung. Die Badezusätze sind als fertige Ölbademischungen im Handel erhältlich.

Inhalieren mit Salz

Inhalieren tut den Bronchien gut. Bei akutem Husten kann mindestens zweimal täglich inhaliert werden. Inhalieren mit Kochsalz ist eine einfache, jedoch äußerst wirksame Methode. Salz befeuchtet die Schleimhäute und löst festsitzendes Sekret. Zum Inhalieren wird gutes Meersalz oder Himalajasalz verwendet. In einen Topf kommen zehn Gramm Salz und ein Liter kochendes Wasser. Sobald die Mischung nicht mehr zu heiß ist, beugen sich Betroffene über den Topf und decken über Kopf und Gefäß ein Handtuch, damit die Wärme lange erhalten bleibt. Mit der Nase wird ein- und über den Mund ausgeatmet. Inhalieren ist nur für Erwachsene und größere Kinder geeignet. Kleine Kinder und Säuglinge sollten von dem heißen Dampf fern gehalten werden.

Inhalieren - am Besten mit Meersalz und Kamille - ist bei Husten ein sehr altes und bewährtes Hausmittel.  Bild: Martin Christ/fotolia.com
Inhalieren – am Besten mit Meersalz und Kamille – ist bei Husten ein sehr altes und bewährtes Hausmittel. (Bild: Martin Christ/fotolia.com)

Zwiebelsirup

Wenn kein Hustensaft mehr hilft, ist oft der selbst gemachte Zwiebelsirup die letzte Rettung. Dazu wird eine klein gehackte Zwiebel mit etwas Honig vermischt und in ein Glas gegeben. Das Ganze muss anschließend am besten über Nacht im Warmen stehen und ziehen. Danach ist der Zwiebelsaft fertig. Den entstandenen Saft abseihen und mehrmals am Tag einen Teelöffel davon einnehmen, verspricht Linderung des Hustenreizes und erleichtert das Abhusten.

Rettichsirup

Anstatt der Zwiebel kann auch ein Rettich zu Saft gemacht werden. Dafür wird ein schwarzer Rettich ausgehöhlt und mit Honig gefüllt. Dies muss einen Tag lang ziehen. Wie beim Zwiebelsirup bildet sich Saft, von dem über den Tag verteilt mehrere Löffel getrunken werden.

Altes Hausmittel: Milch mit Honig

Wer kennt nicht das alte Hausmittel unserer Großmütter – heiße Milch mit Honig. Nur muss zur Anwendung etwas beachtet werden. Milch sollte nur getrunken werden, wenn der Husten noch trocken ist. Sobald sich Schleim gebildet hat, würde Milch die Schleimproduktion nur noch vermehren und dadurch den Husten verschlimmern. Am Abend vor dem Schlafen gehen eine heiße Milch mit etwas Honig trinken, hilft, um ruhig zu schlafen und nicht von lästigem trockenen Husten geweckt zu werden.

Steinheilkunde bei Husten

Für diejenigen, die der Steinheilkunde Glauben schenken, ist die rote Koralle bei Husten das Mittel der Wahl. An ein Leder- oder Seidenband um den Hals getragen, und zwar so, dass der Stein Kontakt mit der Brust hat, sagt man diesem Stein entkrampfende und lösende Heilkräfte nach. Außerdem verspricht der Chalcedon, Heiserkeit zu beseitigen und auch trockenen Husten zu lösen.

Pflanzenheilkunde bei Husten

Die Pflanzenheilkunde kennt zahlreiche effektive Mittel zu Behandlung des Hustens. Auch hier ist allgemein zwischen den pflanzlichen Präparaten zur Linderung des Hustreizes und den Mitteln zur Verflüssigung des Sekrets zu unterscheiden. Hinzu kommen pflanzliche Wirkstoffe die entzündungshemmend und antibakteriell wirken sollen. Zum Beispiel wird der oralen Einnahme von Extrakten aus Efeublättern bei Bronchialerkrankungen mit starkem Hustreiz und zähflüssigem Schleim eine äußerst positive Wirkung zugesprochen. Das Sekret in der Lunge wird verflüssigt, der Hustreiz gelindert und darüber hinaus eine antivirale, antibakterielle und antimykotische Wirkung erzielt. Nicht ohne Grund wurde der Gemeine Efeu zur Arzneipflanze des Jahre 2009 gekürt.

Auch Thymian zählt zu den besonders effektiven pflanzenheilkundlichen Hausmitteln gegen Husten. Extrakte der Heilpflanze wirken schleimlösend, erleichtern das Abhusten des Sekrets und entfalten eine antibakteriell, antivirale Wirkung. Insbesondere den enthaltenen ätherischen Ölen wird hier eine äußerst positive Wirkung zugeschrieben. Echter Thymian wurde bereits im Jahr 2006 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

Weitere Heilpflanzen, deren Extrakte gegen Husten angewandt werden können, sind zum Beispiel Schlüsselblumen, Spitzwegerich, Süßholzwurzeln, Isländisches Moos, Huflattich, Gewöhnlicher Andorn, Sonnenhut (Echinacea) oder auch Kalmegh (indische Heilpflanze, die im Rahmen der Ayurveda gegen Husten Verwendung findet). Das Repertoire der Pflanzenheilkunde zur Behandlung des Hustens scheint nahezu unerschöpflich und vielfach sind die Wirkstoffe heute auch Bestandteil moderner Arzneien. Als pflanzliches Mittel, das gegen Husten und eine Bronchitis angewandt werden kann, sei hier noch Umckaloabo erwähnt, das aus den Wurzeln einer speziellen afrikanischen Pelargonien-Gattung gewonnen wird und mittlerweile auch in Deutschland einen regelrechten Verbreitungsboom erfahren hat.

Weitere Hausmittel und Tipps

Trinken ist bei Husten sehr wichtig. Wenn zu wenig getrunken wird, kann sich der Schleim schlecht lösen. Am besten ist hier warmes Wasser oder Tee. Auch ist zu bedenken, dass nicht alle Hausmittel für Kinder und Säuglinge geeignet sind. Vor allem bei Honig ist Vorsicht geboten. Dieser sollte vor dem ersten Lebensjahr auf keinen Fall den Kleinen gegeben werden. Bei Kindern und Säuglingen ist zudem nicht jedes ätherische Öl geeignet. Dies muss vorher abgeklärt werden.

Feuchte Luft lindert den Hustenreiz. Schüsseln mit heißem Wasser, eventuell angereichert mit ein paar Tropfen ätherischen Ölen, erhöhen auf wohltuende Weise die Luftfeuchtigkeit. Gerade in der Nacht sollte die Luft im Schlafzimmer nicht zu trocken sein.

Bei Husten hilft das Bestreichen der Fußsohlen mit Knoblauch. Das klingt zwar abenteuerlich, jedoch wurde dies schon von vielen Naturheilkundigen erfolgreich erprobt. Die Reflexzonen für die Atmung befinden sich an den Fußsohlen direkt unter den Zehen, in einem Bereich von ungefähr vier Zentimetern, über die ganze Fußbreite hinweg. Mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe wird diese Zone eingerieben, Socken darüber und ab ins Bett. Das Ganze duftet nicht gerade angenehm, kann aber äußerst hilfreich sein.

Abgehusteter Schleim

Entscheiden sich die Patienten zunächst für die Verwendung von Hausmitteln gegen den Husten und verzichten auf einen Arztbesuch, sollten sie unbedingt die Konsistenzen des abgehusteten Schleims (medizinisch: Sputum) im Auge behalten. Denn dieser liefert Hinweise auf die Ursache der Beschwerden und darauf, ob möglicherweise doch ein Arztbesuch erforderlich ist. Das Sputum gibt dem Arzt wichtige Anhaltspunkte für eine Diagnosestellung. Ist der Auswurf gelb-grün, könnte es sich um eine eitrige, durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit handeln. Ist der Schleim eher weiß, liegt meist eine Infektion durch Viren vor. Ist der Auswurf beim Husten weiß/schaumig, stellt diese einen möglichen Hinweis auf eine Lungenstauung oder ein Ödem dar. Bei einer gräulichen Farbe liegt ein bakterieller Infekt in Abheilung vor, der meist auf eine durchlebte Lungenentzündung hinweist. Ist das Sputum bräunlich, geht dies in vielen Fällen auf altes Blut zurück. Hält der Husten über einen längeren Zeitraum an und ist sehr stark ausgeprägt, kann die Schleimhaut der Bronchien geschädigt werden. In solchen Fällen kommt es manchmal vor, dass im abgehusteten Sekret auch Blutfäden enthalten sind. Eine ärztliche Abklärung ist in allen genannten Fällen erforderlich. (sb, sw, fp)

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