Acrodermatitis

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ACRODERMATITIS CHRONICA ATROPHICANS

Chronische Hautentzündungen an den Körperenden, die zu Gewebeschäden im Unterhautfettgewebe führen können, werden als Acrodermatitis chronica atrophicans (ACA) oder Herxheimer Krankheit (dt. Hautarzt) bezeichnet

Die Acrodermatitis ist ein eindeutiges Symptom einer Lyme-Borreliose nach einem Zeckenbiss (Zeckenbisserkrankungen), bei der sich der Patient bereits im Endstadium befindet. Neben der Acrodermatitis können auch andere typische Symptome der Borreliose auftreten wie z. B. die Lyme-Arthritis. Das Auftreten kann auch erst Jahre nach einer Infektion mit Borellien geschehen.

Eine Acrodermatitis ist Folge der durch Zecken übertragenen Borreliose. (Bild: sassi/pixelio.de)

Die Ausprägungen verlaufen von fleckigen Hauterscheinungen und blau-roten Schwellungen an den Extremitäten bis hin zu „Bratapfelhaut“ / „Pergamenthaut“ aufgrund der Atrophie des Bindegewebes.

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Die Acrodermatitis verläuft meist symptomarm und schleichend, kann aber desweiteren folgende Symptome aufweisen. Neben den arthritischen Beschwerden an den Finger- und Zehengrundgelenken, den Ellenbogen so wie Knöcheln und Knien, kann es zu streifenförmigen Rötungen an den Unterarmen kommen. Selten bilden sich Knötchen in der Haut oder die tieferliegenden Venen scheinen durch die Haut durch. Ein Kribbeln oder Jucken so wie Schmerzen oder Sensibilitätsstörungen an den betroffenen Stellen sind selten, kommen aber vor. Von der Acrodermatitis sind häufiger Frauen als Männer betroffen. Aufgrund der nicht zwingend vorhandenen Symptome und des schleichenden Verlaufs wird dieses Krankheitsbild oft nicht oder falsch diagnostiziert. (Alexander Yzer, Heilpraktiker-Anwärter)

ICD-10: L90.4
Quellen und weiterführende Literatur:
Zeckenbisse, Krankheitsbilder und Behandlungsmöglichkeiten, Elfie Fust, ISBN: 3-927099-66-X