Richtig zubereiten: Beschwerden lindern mit Arzneitees aus Heilpflanzen

Mit Arzneitees Beschwerden lindern – auf die Zubereitung kommt es an

Vor allem bei Erkältungen greifen viele Menschen gerne auf Arzneitees aus Heilpflanzen zurück. Mit den heißen Aufgussgetränken lassen sich die Beschwerden in vielen Fällen lindern. Allerdings kommt es auch auf die richtige Zubereitung an. Experten erklären, worauf dabei zu achten ist.


Hausmittel bei Erkältung

Im Herbst sind Erkältungsbeschwerden wie Husten und Schnupfen weit verbreitet. Um Infekten vorzubeugen oder Symptome zu lindern, greifen viele zu natürlichen Hausmitteln wie Hühnersuppe oder Tees. Vor allem Arzneitees aus Heilpflanzen gelten als wohltuend. Sie helfen unter anderem gegen Husten oder gegen Halsschmerzen. Allerdings entfaltet sich die wohltuende Wirkung nur richtig, wenn auf die korrekte Zubereitung geachtet wird.

Wer sich bei leichten Erkältungsbeschwerden oder Magengrummeln mit Arzneitees behandeln möchte, sollte unbedingt auf die korrekte Zubereitung achten. (Bild: torsakarin/fotolia.com)

Wirksame Bestandteile sollen nicht verloren gehen

Wer sich bei leichten Erkältungsbeschwerden oder Magengrummeln mit Arzneitees behandeln möchte, sollte unbedingt auf die korrekte Zubereitung achten.

Wie der Bundesverband Verbraucherinitiative e.V. in einer Mitteilung erklärt, sollten Arzneitees – sofern keine andere Zubereitungsart vorgesehen ist – immer mit kochendem Wasser aufgegossen werden.

Dann lässt man sie ungefähr zehn Minuten lang ziehen, wobei darauf zu achten ist, den Aufguss abzudecken, damit die wasserdampfflüchtigen, wirksamen Bestandteile nicht verloren gehen.

Nicht für die dauerhafte Anwendung

Arzneitees zählen anders als Kräutertees zu den pflanzlichen Arzneimitteln und müssen zugelassen werden.

Je nach Art und Menge der Inhaltsstoffe sind sie entweder nur in der Apotheke oder auch in Drogeriemärkten, Reformhäusern und Supermärkten erhältlich.

„Arzneitees sind nicht für eine dauerhafte Anwendung geeignet“, warnt die Verbraucherinitiative.

„Als Getränke bieten sich Kräutertees an, die zum Genuss als Lebensmittel angeboten werden. Sie haben einen deutlich geringeren Wirkstoffgehalt“, schreiben die Experten.

Auf diesen finden sich keine Hinweise auf medizinische Anwendungen. Zudem ist auf der Verpackung ein Mindesthaltbarkeitsdatum aufgedruckt. (ad)