Aktuelle Hitzewelle: Täglich mindestens einen Liter Wasser zusätzlich trinken?

Rotes Kreuz rät: Täglich einen Liter Wasser zusätzlich trinken

Seit Tagen herrschen in vielen Regionen Deutschlands hochsommerliche Temperaturen über 30 Grad. Und es wird noch heißer: 36 Grad sollen mancherorts erreicht werden. Durch die extreme Hitze kann es zu erheblichen Gesundheitsschäden kommen. Um sich zu schützen, sollte man vor allem immer ausreichend viel trinken.


Gesundheitsschäden durch Hitze

Die schweißtreibende Hitzewelle hält noch länger an. Für die kommenden Tage sind Temperaturen von bis zu 36 Grad vorhergesagt. Wenn die Temperaturen steigen, kann es zu erheblichen Gesundheitsschäden kommen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) rechnet daher vermehrt mit Hitzenotfällen – insbesondere bei älteren oder kranken Menschen. In einer Mitteilung erklärt der DRK-Bundesarzt Prof. Dr. Peter Sefrin, wie man auch bei Hitze cool bleiben kann.

Ein Experte des Deutschen Roten Kreuzes rät dazu, die tägliche Trinkmenge von rund 1,5 – 2 Litern aufgrund der aktuellen Hitze um mindestens einen Liter Wasser zu erhöhen. (Bild: Mikkel Bigandt/fotolia.com)

Tägliche Trinkmenge deutlich erhöhen

Vor allem wichtig bei der Hitze ist, viel zu trinken. Laut Sefrin sollte die tägliche Trinkmenge von rund 1,5 – 2 Litern mindestens um einen Liter erhöht werden.

Weil bei älteren Menschen oft das Durstgefühl verloren geht, haben sie schon unter normalen Umständen kaum eigenen Antrieb zu trinken.

„Bei Hitze verschärft sich das Problem, denn es wird mehr Flüssigkeit durch Schwitzen ausgeschieden. Kranke Menschen sind bei Hitze ebenfalls besonders gefährdet, da bestimmte Medikamente entwässernd wirken“, erklärt der Arzt.

Der Konsum von Alkohol ist unbedingt einzuschränken, da er zu vermehrten Flüssigkeitsverlusten führt. Außerdem wirkt er an heißen Tagen deutlich schneller und stärker.

Sonnenschutz nicht vergessen

Vor direkter Sonneneinstrahlung sollte man sich schützen. Längere Aufenthalte in der Sonne und körperliche Anstrengungen sollten gemieden werden.

„Bewegungen in warmer Umgebung bedeuten eine Doppelbelastung des Kreislaufs. Kleinkinder und Senioren dürfen keinesfalls der direkten Sonne ausgesetzt werden“, so Sefrin.

Ein Sonnenhut, eventuell mit einem Nackenschutz, ist ein Muss, um Kinder vor zu viel Sonne zu schützen. Auch für Senioren ist eine solche Kopfbedeckung anzuraten.

Bei Ausflügen oder anderen Aktivitäten im Freien darf man keinesfalls Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor vergessen. Empfehlenswert ist zudem lichtdichte Kleidung, die den Schweiß aufnehmen kann und wärmedurchlässig ist.

Des Weiteren weist der Experte darauf hin, dass Wohnräume möglichst kühl gehalten und am Abend oder in der Früh gut durchlüftet werden sollten.

Tagsüber kann man das Eindringen von zu viel Wärme durch Zuziehen der Vorhänge und Schließen von Fenstern und Türen verhindern.

Was bei gesundheitlichen Notfällen zu tun ist

Der DRK-Bundesarzt erläutert zudem, was zu tun ist, wenn es aufgrund der Hitze zu gesundheitlichen Notfällen kommt.

„Erste Hinweise für einen Hitzenotfall können Kreislaufprobleme, ein plötzlicher Kreislaufkollaps aber auch Muskelkrämpfe besonders in den Beinen sein“, so Sefrin.

„Hier helfen gekühlte, elektrolythaltige Getränke – wie Apfelsaftschorle. Durch Öffnen überflüssiger oder beengender Kleidung kann ein Wärmestau verhindert werden. Sorgen Sie für zusätzliche Kühlung durch kalte Umschläge und Zufächeln von Luft.“

Wenn sich der Zustand des Hitzeopfers durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht bessert, muss unbedingt der Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 gerufen werden. (ad)