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Ernährung: So kann Diabetes gut kontrolliert werden

Alfred Domke
Verfasst von Alfred Domke, Redakteur für Gesundheits-News
9. März 2018
in News
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Gesunder Lebensstil: Diabetiker haben den Verlauf der Erkrankung teils selbst in der Hand

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) steigt die Zahl der Diabetes-Patienten weltweit seit Jahren massiv an. Auch in Deutschland nimmt die Erkrankung unverändert zu. Mit der richtigen Ernährung lässt sich die Erkrankung oft ganz gut managen. Darauf weist die Deutsche Diabetes-Hilfe hin.

Immer mehr Diabetiker in Deutschland

In Deutschland erkranken immer mehr Menschen an Diabetes. Viele wissen lange nichts von ihrer Krankheit. Nach der Diagnose werden Betroffene oft schnell medizinisch behandelt. Doch in vielen Fällen reicht auch ein gesunder Lebensstil aus, um die sogenannte „Zuckerkrankheit“ in den Griff zu bekommen. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung hilft Betroffenen, ihren Blutzucker leichter unter Kontrolle zu bekommen und Folgeschäden vorzubeugen. Darauf macht diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe anlässlich des Tags der gesunden Ernährung aufmerksam.

Verbotene Lebensmittel gibt es nicht

Laut den Experten dürfen Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 grundsätzlich alles essen. Eine spezielle Ernährungsform oder verbotene Lebensmittel gibt es nicht. Die Ernährung spielt dennoch eine große Rolle im Therapiekonzept.

Geht es um einen gesunden Lebensstil, gelten für Diabetiker und Menschen, deren Stoffwechsel vollkommen gesund ist, grundsätzlich die gleichen Regeln: viele Vollkornprodukte, reichlich Obst und Gemüse und bevorzugt pflanzliche Öle.

„Zucker sollte 10 Prozent der Tagesenergie nicht überschreiten“, erklärte Michaela Berger, Vorstandsmitglied von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe in einer Mitteilung.

„Neu ist die Empfehlung mit eingeschränkter Aussagekraft, die Zufuhr freier Zucker weiter auf unter fünf Prozent der Gesamtenergiezufuhr oder etwa 25 Gramm (6 schwache Teelöffel) zu reduzieren.“

Zudem sollte weniger als 30 Prozent der Energie in Form von Fett verzehrt werden, dafür aber idealerweise mindestens 40 Gramm Ballaststoffe.

Ernährung steht im Mittelpunkt

Bei der Behandlung von Diabetes Typ 2 steht die Ernährung im Mittelpunkt. „Etwa die Hälfte aller Menschen mit Diabetes Typ 2 könnte ohne Medikamente auskommen“, so Berger.

„Betroffene, die sich gesund ernähren und ausreichend bewegen, könnten der Insulinresistenz, die der Krankheit zu Grunde liegt, entgegenwirken.“

Eine gesunde Ernährung hat zudem einen positiven Einfluss auf die Blutdruck- und Blutfettwerte und verhindert auf lange Sicht Folgeerkrankungen.

„Insbesondere übergewichtige Menschen mit Diabetes Typ 2 sollten ihre Ernährung umstellen, um Gewicht zu reduzieren und so den Stoffwechsel zu verbessern“, erklärte die Diabetesberaterin.

Oft kann bereits durch Abnehmen den Insulinspiegel wieder normalisieren.

Zutatenverzeichnis und Nährwertkennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen

Auch bei Menschen mit Diabetes Typ 1 spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. „Hier kommt es auf fundiertes Wissen an, wie viele Kohlenhydrate, Fette und Ballaststoffe in den Lebensmitteln sind, die sie verzehren“, so Berger.

Weil Menschen mit Diabetes Typ 1 kein oder kaum eigenes Insulin produzieren, müssen sie die passende Menge des Hormons Insulin spritzen.

Seit Ende des Jahres 2016 müssen Lebensmittelverpackungen in Deutschland ein Zutatenverzeichnis und eine Nährwertkennzeichnung tragen.

„Für Menschen mit Diabetes Typ 1 sind die Angaben essentiell, um die täglichen Insulininjektionen richtig zu dosieren und den Zuckerstoffwechsel stabil zu halten“, betonte Berger.

Grundsätzlich wichtig ist zudem ausreichende Bewegung, die ebenfalls dazu beiträgt, den hohen Blutzucker zu senken.

Von der WHO wird mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche empfohlen – oder alternativ 75 Minuten intensive Bewegung. Hierfür bieten sich unter anderem Sportarten wie Joggen, Nordic Walking, Radfahren oder auch Spazierengehen oder Tanzen an. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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