Fit durch die Hitze-Welle mit diesen hilfreichen Gesundheitstipps

Mit diesen Gesundheitstipps kommen alle gesund durch die Hitzewelle

Wir erleben derzeit den bislang heißesten Sommer seit Jahrzehnten. Vor allem für Senioren und Kinder gibt es daher aktuell viele Empfehlungen, wie sie die sommerliche Hitze unbeschadet überstehen. Doch auch alle anderen Menschen sollten einige Gesundheitstipps beachten, die dabei helfen, gesund durch die Hitzewelle zu kommen.


Nicht nur Senioren und Kindern macht die Hitze zu schaffen

Manchen Menschen machen die derzeitigen hohen Temperaturen besonders zu schaffen. Kindern etwa oder auch Senioren sowie Herzpatienten. Letzteren wird von Gesundheitsexperten empfohlen, gegebenenfalls – in Absprache mit einem Arzt – die Medikamentendosierung anzupassen. Doch es gibt noch viel mehr Gesundheitstipps, die – auch allen anderen Personen – helfen, gesund durch die schweißtreibende Hitzewelle zu kommen. In einer Mitteilung des Universitätsklinikums Freiburg sind die wichtigsten davon zusammengefasst.

Nicht nur ältere Menschen und Kinder sollten an den aktuellen heißen Tagen auf ihre Gesundheit achten. Mit einigen Gesundheitstipps kommen alle gesund durch die Hitzewelle. (Bild: Ivan Kruk/fotolia.com)

Viel trinken

Der oberste Grundsatz lautet, viel zu trinken. In der Regel liegt die Empfehlung für einen Erwachsenen bei 1,5 bis zwei Liter pro Tag. Bei großer Hitze sollten es mindestens drei bis vier Liter sein.

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat vor kurzem darauf hingewiesen, dass man wegen der aktuellen Hitzewelle täglich mindestens einen Liter Wasser zusätzlich trinken sollte.

Geeignete Durstlöscher sind unter anderem Wasser und Fruchtsaftschorlen.

Lauwarmer, ungesüßter Tee ist ebenfalls gut für den Körper, denn „lauwarme Getränke belasten nicht so die körpereigene Temperaturregulierung, wie kalte Getränke, und tragen langfristig zur Abkühlung bei“, erklärt Professor Dr. Hans-Jörg Busch, Ärztlicher Leiter des Universitäts-Notfallzentrums am Universitätsklinikum Freiburg.

Auf große Mengen Alkohol sollte besser verzichtet werden. „Alkoholkonsum belastet den Kreislauf zusätzlich, da Alkohol schwieriger verstoffwechselt werden kann und zu Kreislaufproblemen bis hin zum Kollaps und zu Bewusstlosigkeit führen kann“, so Professor Busch.

Außerdem wirkt Alkohol an heißen Tagen deutlich schneller und stärker.

Nicht allzu schwer essen

Des Weiteren sollte während der warmen Zeit auf üppige Mahlzeiten verzichtet werden.

Morgens eine Schale Müsli mit etwas Obst, mittags einen leichten Salat und abends beispielsweise eine würzige Suppe – somit erhält der Körper alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe und der Stoffwechsel wird geschont.

„Um den Mineralstoffverlust auszugleichen, muss dem Körper Salz zugeführt werden. Das kann man durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zum Beispiel durch Suppen oder Tee aber auch durch isotonische Getränke erwirkt werden“, erläutert Professor Busch.

Besser lauwarm duschen

Der Experte rät zudem davon ab, kalt zu duschen. Besser ist eine lauwarme Dusche, da dies keine ungewollten Kreislaufreaktionen hervorruft. Durch den geringen Temperaturunterschied kommt es auch nicht zu einem vermehrten nachfolgenden Schwitzen.

Die Beine können abschließend kalt abgebraust werden, so ziehen sich bei der Hitze die erweiterten Blutgefäße zusammen und der Blutkreislauf wird hierdurch angeregt.

Im Büro kann man sich ruhig mal ein kaltes Tuch in den Nacken legen oder kaltes Wasser über die Arme laufen lassen.

Wichtiges für Autofahrer

Beim Autofahren sollte darauf geachtet werden, dass die Klimaanlage nur sechs Grad Celsius kälter als die Außentemperatur eingestellt werden darf.

Wenn der Temperaturunterschied zu groß ist, kann das beim Aussteigen einen Kreislaufkollaps zur Folge haben.

Es sollte vermieden werden, direkt im Luftstrom der Klimaanlage zu sitzen, da man sonst womöglich Verspannungen oder eine Erkältung bekommt.

Ausreichend Getränke dürfen im PKW natürlich nicht fehlen. Wenn es möglich ist, sollten für längere Reisen lieber die kühleren Morgen- und Abendstunden genutzt werden.

Mittagshitze meiden

Und auch wenn es manchen schwer fällt: von Sport ist bei Temperaturen um die 40 Grad Celsius abzuraten.

„Immer wieder kollabieren Sportler bei zu hohen Temperaturen, da die Temperaturregulierung durch Schwitzen nicht mehr effektiv ist und zu wenig getrunken wird“, so Professor Busch.

Es ist wichtig, den Körper zu schonen und die Mittagshitze zu meiden. Anstrengende Tätigkeiten sollten auf den frühen Morgen oder den späten Abend verlegt werden. Das Tagespensum sollte reduziert werden.

Sinnvoll kann es auch sein, sich über die tagesaktuellen Ozonwerte zu informieren, denn bei hoher Ozonbelastung können körperliche Beschwerden wie Atemwegsbeschwerden, Kopfschmerzen und Asthmaanfällen auftreten.

Vor allem Menschen, die besonders empfindlich auf Ozon reagieren, sollten körperliche Anstrengungen an heißen Tagen vermeiden.

Nicht beim Eincremen sparen

Kinder sollten unbedingt leichte Baumwollkleidung tragen, zusätzlich ist laut Professor Busch ein Sonnenhut Pflicht. Die Haut muss gründlich mit einer Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 eingecremt werden.

Mit dem Nachwuchs sollte auf keinen Fall zu lange Auto gefahren werden. Auch für die Kleinen gilt, viel zu trinken. Gut ist zudem, wenn darauf geachtet wird, dass Kinder nicht in der Mittagshitze (elf bis 16 Uhr) im Freien spielen.

Auch Erwachsene sollten nicht vergessen, sich beim Aufenthalt in der Sonne gut einzucremen oder schützende leichte Kleidung zu tragen. Leichte Kleidung ist wichtig, damit kein Hitzestau entsteht und sich der Wärmehaushalt des Körpers regulieren kann.

Kopf und Nacken sollten unbedingt bedeckt werden, sonst ist die Gefahr eines Sonnenstichs groß. Beim Schlafen darf der Körper ebenfalls nicht zu warm werden – ein dünnes Laken reicht aus, so kann die Luft zirkulieren.

Dem Experten zufolge sollte man beim Beachten dieser Tipps problemlos durch die Hitze kommen. Wenn man sich aber nicht wohl fühlt, Atemnot, Schwindel oder Erbrechen auftreten, sollte unbedingt sofort ein Arzt aufgesucht werden. (ad)