Fleischerei ruft Mettwurst wegen krankmachender Listerien zurück

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Listerien nachgewiesen: Rückruf für „Mettwurst fein“ gestartet

Die Fleischerei Stübner aus Sachsen-Anhalt ruft das Produkt „Mettwurst fein“ zurück. Laut Unternehmensangaben wurden in dem Artikel Listerien nachgewiesen. Diese Bakterien können zu gesundheitlichen Problemen führen.


Mettwürste werden zurückgerufen

Die Fleischerei Stübner aus dem Ortsteil Drebsdorf in der Gemeinde Südharz (Sachsen-Anhalt) hat einen Rückruf für den Artikel „Mettwurst fein“ gestartet. „Zurückgerufen werden sämtliche Mettwürste, die zwischen dem 05.06.2019 und dem 28.06.2019 vom Verbraucher erworben sein könnten“, heißt es in einer Mitteilung, die auf dem Portal „Lebensmittelwarnung.de“ des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlicht wurde.

Die Fleischerei Stübner aus Sachsen-Anhalt ruft Mettwürste zurück, weil darin gesundheitsgefährdende Listerien nachgewiesen wurden. (Bild: Barbara Pheby/fotolia.com)

Bei Untersuchungen wurden Listerien nachgewiesen

Grund für den Rückruf: Nach Unternehmensangaben wurden im Rahmen von betrieblichen Eigen- und amtlichen Untersuchungen Listerien nachgewiesen.

„Aus diesem Grund können gesundheitliche Beeinträchtigungen durch den Verzehr nicht ausgeschlossen werden“, schreibt das Unternehmen.

Den Angaben zufolge wird die Ware aus dem Verkehr genommen.

Kunden die die Wurst bereits erworben haben, können diese zurückgeben und bekommen den Kaufpreis erstattet.

Krankmachende Keime

Listerien sind stäbchenförmige Bakterien, die bei Menschen eine sogenannte „Listeriose“ auslösen können.

Bei gesunden Erwachsenen verläuft die Listeriose „meist unauffällig oder nimmt einen harmlosen Verlauf mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Muskelschmerzen oder Erbrechen und Durchfall“, erklärt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf seiner Webseite.

Doch bei bestimmten Risikogruppen wie älteren oder immungeschwächten Personen und Säuglingen kommen auch schwere, manchmal tödlich verlaufende Formen der Listeriose vor.

Für Schwangere stellen die Keime ein besonderes Risiko dar, weil „es bei dem ungeborenen Kind durch eine Infektion zu Totgeburt, Frühgeburt und Neugeborenenlisteriose bzw. zu Hirn- und Hirnhautentzündung sowie Sepsis (Blutvergiftung) kommen kann“, so das LGL.

Den Experten zufolge verlaufen diese Krankheitsformen in etwa 30 Prozent der Fälle tödlich. (ad)

Autor:
Alfred Domke
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