Trotz Hitzewelle: So schlafen Sie in diesen heißen Sommernächten erholsam

Frau schläft im Bett

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

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Schlafen trotz nächtlicher Hitze: Diese Experten-Tipps können helfen

Bis fast 40 Grad soll das Thermometer diese Woche mancherorts steigen. Sind die Temperaturen tagsüber enorm ermüdend, so führen sie nachts dann doch nicht zu erholsamen Schlaf. Doch dagegen lässt sich etwas unternehmen. Experten haben einige Tipps, wie man auch bei nächtlicher Hitze gut schlafen kann.


Hitze lässt uns schlecht schlafen

Der Sommer hat mit einer enormen Hitzewelle begonnen. Die extrem hohen Temperaturen sorgen nicht nur für heiße Tage, sondern auch nachts sinkt das Thermometer teils nicht unter 20 Grad. In den meisten Wohnungen ist es dann sogar noch wärmer. Doch die idealen Temperaturen für einen erholsamen Schlaf liegen deutlich niedriger. Wer die Nacht also nicht auf dem Balkon oder im Garten, etwa in einer Hängematte verbringen kann, sollte zumindest versuchen, das Schlafzimmer so kühl wie möglich zu halten. Experten haben hierzu einige Tipps.

Frau schläft im Bett
Die extrem hohen Temperaturen derzeit sorgen bei vielen Menschen für schlechten Schlaf. Gesundheitsexperten erklären, was hilft, auch bei Hitze angenehm zu ruhen. (Bild: Lars Zahner/fotolia.com)

Schlafzimmer kühl halten

Wie die Techniker Krankenkasse (TK) auf ihrer Webseite schreibt, ist zu warmes Klima im Schlafzimmer meist die Folge zu langer Sonneneinstrahlung am Tag.

Daher ist die erste Regel: Sonne und warme Luft müssen möglichst draußen bleiben. Dies erreicht man unter anderem, indem man das Schlafzimmer frühmorgens mit kühler Morgenluft lüftet und die Fenster für den Rest des Tages geschlossen lässt.

Rollläden und Rollos sollten runter gelassen werden.

Wenn die Sonnenstrahlen erst den Weg durchs Fenster ins Zimmer gefunden haben, tritt der klassische Treibhauseffekt ein – die Wärmestrahlung kommt durch das Glas nicht wieder aus dem Raum. Die Folge: Er heizt sich auf.

Wer aber im Dachgeschoss wohnt, sollte ein Fenster leicht geöffnet lassen, damit heiße Luft entweichen kann.

Falls man innerhalb der Wohnung den Schlafplatz ändern kann: Zimmer auf der Nordseite sind in der Regel kühler.

Zugluft verhindern

Wenn es nachts auf angenehmere Temperaturen abkühlt, darf ruhig ein Fenster geöffnet werden. Doch Vorsicht: Verhindern Sie Zugluft, die zum Beispiel einen steifen Nacken oder eine Erkältung (bzw. „Sommergrippe“) verursachen kann.

Diese gesundheitlichen Probleme drohen auch bei laufendem Ventilator und vor allem auch bei Nacktschläfern.

Ideale Temperatur für erholsamen Schlaf

Laut der TK liegt die ideale Temperatur im Schlafzimmer zwischen 16 und 18 Grad Celsius bei etwa 40 bis 50 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Die Experten haben hierzu einen einfachen Tipp:

Um das Raumklima zu verbessern, kann man beispielsweise ein nasses Laken vor das Fenster hängen. Auch mehrere mit Wasser gefüllte Behälter feuchten die Luft an.

Anderen Fachleuten zufolge kann es in warmen Sommernächten auch helfen, eine Wärmflasche zur Kühlflasche zu machen, indem man sie mit Wasser füllt und einige Stunden vor dem Schlafengehen in den Kühlschrank legt.

Besser warm duschen

Vor dem Schlafengehen kann der Körper ruhig kurz abgeduscht werden – am besten mit etwas wärmeren Wasser, auch wenn man intuitiv eine Abkühlung bevorzugen würde.

Denn erst das warme Wasser öffnet die Poren des Körpers, weil er automatisch versucht, zu kühlen. Auf diese Weise findet die aufgestaute Hitze des Tages ihren Weg aus dem Körper.

Abtrocknen muss man sich dann auch nicht unbedingt, es reicht, wenn man sich mit dem Handtuch grob abtupft – denn klatschnass sollte niemand zu Bett gehen.

Weitere Tipps für eine angenehme Nachtruhe

Generell gelten im Sommer natürlich auch alle anderen Tipps, die für einen gesunden Schlaf wichtig sind:

  • Nicht zu spät und zu schwer essen.
  • Alkohol sollte nicht oder nur wenig getrunken werden. Und möglichst auch keine aufputschenden Getränke wie Kaffee oder Tee.
  • Der Stress des Alltags sollte nicht mit ins Bett genommen werden.
  • Ein kurzer Spaziergang kann oft Wunder wirken.
  • Vom Lesen spannendster Bücher ist abzuraten. Eine etwas langweiligere Geschichte kann einen schneller in den Schlaf bringen. (ad)

Autor:
Alfred Domke
Quellen:

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.